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Porsche 919: Kein Grund für Konzeptänderungen

10. März 2017 - 14:55 Uhr

Seit dem Debüt 2014 fährt der Porsche 919 ohne auffällige Veränderungen von Erfolg zu Erfolg - Timo Bernhard: "Noch viel Potenzial drin. Mehr als gedacht!"

Porsche 919 2016
Porsche enthüllt seinen 919 Hybrid für die Saison 2017 erst beim Prolog
© Porsche

(Motorsport-Total.com) - Seit der Rückkehr in die Le-Mans-Szene zur Saison 2014 sind Porsche mit dem 919 Hybrid insgesamt 13 Rennsiege in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gelungen. Vor allem in den vergangenen beiden Jahren war die Werksmannschaft aus Zuffenhausen dominant. Man sicherte sich alle WM-Titel und holte 2015 und 2016 den wichtigen Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Seit drei Jahren fahren die Le-Mans-Rekordsieger mit einem äußerlich nur wenig veränderten LMP1-Auto.

Die Konkurrenz antwortete auf die starken Leistungen von Porsche mit erheblichen Konzeptänderungen. Toyota brachte zur Saison 2016 den ganz neuen TS050 und setzte dabei auf einen neuen V6-Turbo und Batterien als Energiespeicher. Audi unternahm ähnlich große Anstrengungen, wodurch sich das Äußere des R18 erheblich veränderte. Nur der Porsche blieb immer nahezu ein Abziehbild des jeweiligen Vorgängers. Auch 2017 wird rückt man von diesem Weg nicht ab.

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"2015 gab es viel Neues, da hatten wir auch ein neues Monocoque", blickt Timo Bernhard auf die größte Veränderung am 919 seit dem ersten Renneinsatz zurück. Nach der ersten Saison, an deren Ende der erste WEC-Sieg für den Porsche stand, ging man die wichtigsten Baustellen an. Der 919 musste überflüssiges Gewicht ablegen und mit neuer Kinematik die Reifennutzung verbessern. Dies hinterließ für geschultere Laienaugen einige Spuren an der Hülle des Autos.

"Unter der Haube hat sich aber immer viel verändert", sagt Bernhard. "Die anderen haben sich uns angenähert. Wir sind mit einem sehr innovativen Konzept gestartet, wo sich vielleicht andere noch gefragt haben ob das womöglich zu früh kommt. Es war sehr aggressiv, aber hat sich bewährt. Unser Konzept ist immer noch attraktiv und passt genau in das Reglement hinein. Es sind die Feinheiten, die immer noch große Fortschritte ermöglichen. Man sieht ja, dass dort noch Potenzial drin steckt. Mehr als gedacht."

"Es ist doch klar, dass wir nicht unser Konzept umwerfen", meint Team- und Technikchef Andreas Seidl. "Das Reglement hat sich im Grundsatz seit 2014 nicht geändert. Von daher sind gewisse Dinge einfach gegeben." Der Bayer stellt allerdings für die Saison 2017 einige Neuerungen in Aussicht. "Lasst euch überraschen beim Prolog", lacht er. "Man wird dann von außen bestimmt ein paar deutliche Änderungen an unserem Auto feststellen können."

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