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Ginetta rüstet für LMP1-Einstieg weiter auf

23. März 2017 - 14:42 Uhr

Eigene Teststrecke und neuer Aerodynamik-Profi: Ginetta will 2018 in der WEC nichts dem Zufall überlassen

Ginetta LMP1
Einer erste Zeichnung des Ginetta LMP1, der 2018 in der WEC fahren soll
© Ginetta

(Motorsport-Total.com) - In der LMP1-Klasse der Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) soll in der Saison 2018 wieder etwas mehr Vielfalt Einzug halten. Denn der britische Chassishersteller Ginetta möchte mit einem neuen Prototypen in der Kategorie vertreten sein. Nachdem das ambitionierte Projekt an sich und mit Mecachrome ein hochwertiger Motorenlieferant bereits verkündet wurden, werden nun weitere Details publik.

So wird Andy Lewis die Leitung der hauseigenen Aerodynamikabteilung übernehmen. Der Brite kommt von "Williams Advanced Engineering". Dort hat er in den letzten drei Jahren auch bei Aero-Tests eines LMP1-Wagens mitgeholfen, der in den letzten Saisons in der WEC sehr erfolgreich unterwegs war. Immer wieder werden die Windkanäle von Williams auch von Kunden genutzt.

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"Die Gelegenheit, die aerodynamische Entwicklung des LMP1-Ginetta anführen zu können, ist eine großartige Aussicht. Ich bin sicher, dass wir all unsere Erfahrungen einbringen werden, um eine gute Lösung für die Saison 2018 zu finden", ist Lewis hoch motiviert. Ginetta kooperiert bei der Entwicklung des Fahrzeuges auch mit dem Unternehmen von Adrian Reynard zusammen, das die CFD-Arbeiten (Computational Fluid Dynamics) beisteuert. Erste Windkanalversuche sollen ab Mai anstehen.

Blyton Park als Teststrecke erworben

Aber auch in anderen Bereichen geht Ginetta in die Vollen: Gerade wurde eine eigene Teststrecke gekauft. Dabei handelt es sich um das "Blyton Park Driving Centre". Diese Anlage war einst ein Flugplatz der britischen Luftwaffe und wurde 2011 für den Motorsport umgerüstet. Der knapp 2,5 Kilometer lange Kurs hat vom britischen Motorsportverband sogar eine Zulassung für die Ausrichtung von Sprintrennen erhalten.

Ginetta war schon einige Zeit Kunde auf der Anlage östlich von Sheffield und hatte dort Shakedowns für Fahrzeuge und Kundenevents durchgeführt. Somit holte sich Ginetta-Boss Lawrence Tomlinson geprüfte Qualität ins eigene Firmenimperium. Sicherlich wird auch der neue LMP1 die eine oder andere Runde in Blyton Park abspulen.

In der WEC treten in der Saison 2017 nur Porsche, Toyota und CLM mit LMP1-Fahrzuegen an. Neben Ginetta arbeitet auch BR Engineering in Zusammenarbeit mit Dallara an einem neuen Wagen für die Klasse.

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