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WEC 2017: Simon Trummer geht zu Manor in die LMP2

09. Februar 2017 - 15:31 Uhr

Von ByKolles zu Manor: Simon Trummer bleibt der WEC erhalten, wechselt aber in die LMP2-Kategorie - Damit findet der 27-Jährige siegfähiges Material vor

Simon Trummer
Simon Trummer wird die WEC-Saison 2017 für Manor in der LMP2 bestreiten
© Simon Trummer

(Motorsport-Total.com) - Simon Trummer steht vor einem neuen Anlauf in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Der 27-jährige Schweizer wird 2017 für Manor in der LMP2 auf Punktejagd gehen. Nach zwei Jahren in der privaten LMP1 geht es für ihn nun in eine Kategorie, wo er um Klassensiege fahren kann. Manor setzt 2017 zwei Oreca 07 ein. Nachdem die Leistung der LMP2-Boliden für 2017 deutlich angehoben wurde, werden die Boliden zu Leistungen fähig sein, wie sie Trummer bereits aus der LMP1 kennt. Im Interview spricht er über seine Hoffnungen, die der Wechsel mit sich bringt.

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Frage: Nach 2 Jahren in der Klasse der privaten LMP1 Teams nun der Wechsel in die LMP2 zum ehemaligen Formel-1-Team von Manor, das mit chinesischen Investoren neu durchstarte möchte...
Simon Trummer: "Ich bin Teamchef, John Booth und Sportdirektor, Graeme Lowdon, sehr dankbar für das Vertrauen, das sie in mich investieren. In der LMP2 beginnt mit den neuen, leistungsstarken Fahrzeugen, die deutlich schneller und deshalb auch anspruchsvoller sein werden, ja eine neue Zeitrechnung. In dieser stark besetzten, technisch ausgeglichenen Klasse um Podiumsplätze zu kämpfen, ist unser Ziel. Ich hoffe, dass wir Manor ganz nach oben führen können. Dieses Team zählte zu den besten in der Formel 3 und hat sich mit einem vergleichsweise kleinen Budget auch in der Formel 1 respektabel verkauft. Das sind echte Racer."

Frage: Auf der vor wenigen Tagen veröffentlichten Nennliste der WEC tauchen immerhin zehn LMP2 Fahrzeuge auf und in Le Mans werden es sogar 25 Autos sein. Wer sind die Favoriten?
Trummer: "Das wird sich wohl erst beim Prolog in Monza herauskristallisieren. Der Kampf an der Spitze wird auf jeden Fall brutal, weil zwischen den Fahrzeugen ja technisch kaum Unterschiede bestehen und daher nur noch der Fahrer und seine Mannschaft den Unterschied ausmachen. Am Ende haben sich in die WEC alle Teams für die Chassis von Oreca entschieden, nur in Le Mans werden dann auch noch Ligier, Dallara und Riley vertreten sein."

Frage: Apropos Le Mans: Im Fokus steht immer wieder der Saisonhöhepunkt an der Sarthe, wo bereits seit 1923 das prestigeträchtigste Langstreckenrennen der Welt ausgetragen wird...
Trummer: "Die 24 Stunden von Le Mans sind für mich mit keinem anderen Rennen vergleichbar und jeder, der einmal live vor Ort war, weiß, wovon ich rede. Als Rennfahrer ist dieses Rennen für mich die ultimative Herausforderung. Es wird nicht mit dem Gasfuß, sondern über die Präzision und Zuverlässigkeit der Technik und der Fahrer, beziehungsweise ihrer Crew entschieden. Dieses Format liegt mir und ich bin, ehrlich gesagt, auch ein wenig stolz darauf, dass ich mir in zwei WEC Jahren noch keinen einzigen echten Fahrfehler geleistet habe. Man muss natürlich auch gut trainiert sein, um die Konzentration notfalls über 3 Stunden am Stück halten zu können. Man muss wirklich an seine Grenzen gehen."

Frage: Dein Team wird in dieser Saison sogar zwei Heimrennen bestreiten...
Trummer: "Das ist richtig und zwar das Auftaktrennen, Mitte April, in Silverstone und dann noch das vorletzte in Schanghai, nachdem Manor mit einer chinesischen Lizenz an den Start gehen wird. Für mich ein klares Zeichen dafür, dass Manor mit unserem neuen Partner und Hauptsponsor, CEFC China Energy, konsequent durchstarten möchte."

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