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Daytona-Test 2017: DragonSpeed mit Bestzeit in Florida

09. Januar 2017 - 10:17 Uhr

Ben Hanley (DragonSpeed-Oreca) markiert am letzten Tag des "Roar before the 24" in Daytona die Bestzeit: Marcel Fässler entkommt aus brennender Corvette

Ben Hanley
Ben Hanley setzte am letzten Tag der Daytona-Testfahrten die Bestzeit
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Mit einer Bestzeit von DragonSpeed und einem spektakulären Feuer bei Corvette sind die Daytona-Testfahrten am Sonntag in Florida zu Ende gegangen. Beim "Roar before the 24" haben sich die Teams und Piloten auf das 24-Stunden-Rennen von Daytona vorbereitet, das am letzten Januarwochenende stattfinden wird. Die Erkenntnis aus den dreitägigen Probefahrten: Die neuen Prototypen liegen eng beisammen, aber niemand hat bislang wirklich alle Karten aufgedeckt.

An den ersten beiden Tagen hatte jeweils Porsche-Werksfahrer Neel Jani im neuen Oreca-Gibson von Rebellion die Bestzeiten realisiert. Am Sonntagvormittag konnten sich jedoch zwei andere Teams vor die Schweizer schieben. Bei kühlen Temperaturen gelang Ben Hanley im Oreca 07 von DragonSpeed in 1:38.343 Minuten die schnellste Runde des gesamten Tests. Der Ex-GP2-Pilot war somit um 0,020 Sekunden schneller als Jonathan Bomarito im neuen Mazda-DPi.

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Die Rundenzeiten vom Sonntag machten vor allem deutlich, dass die neue Generation von Prototypen das zu halten scheint, was man sich von ihr versprochen hatte. Die Bestmarke von Hanley war um rund eine Sekunde schneller als die Bestzeit der Testfahrten 2016. Damals hatte Pipo Derani den ESM-Ligier in 1:39.249 Minuten an die Spitze gebracht. Bei den Dezember-Testfahrten an gleicher Stelle im vergangenen Jahr waren die neuen Autos noch schneller gewesen.

Karten verdeckt: Sandbagging in allen Klassen

"Ich weiß nicht genau, was passiert ist mit den DPi-Autos. Sie waren im Dezember erheblich weiter vorn", sagt Rebellion-Teamchef Bart Hayden im Gespräch mit 'sportscar265.com'. Die Mannschaft um den erfahrenen Briten belegte im Endklassement der drei Tage den dritten Platz. "Wir sind zufrieden", so Hayden. "Allerdings denke ich, dass sich bislang noch niemand wirklich in die Karten schauen lässt. Unser Oreca war sofort schnell. Unser Vorteil war, dass Neel die ersten beiden Tage ganz allein bestreiten konnte."

Bei Rebellion waren die Teamkollegen des amtierenden Le-Mans-Siegers und WEC-Champions erst am Sonntag erstmals im Fahrzeug. Nick Heidfeld, Sebastien Buemi und Stephane Sarrazin drehten am Sonntag vorsichtige Runden ohne auf Zeitenjagd zu gehen. Hinter Rebellion folgten in engen Zeitabständen die Autos von PR1/Mathiasen (Ligier) und die neuen Cadillac-DPis von Wayne Taylor und Action Express. "Es lief gut", sagt Ricky Taylor.

"Der Cadillac war sofort schnell. Zum Rennen müssen wir hoffentlich nur noch Feintuning betreiben", so der amerikanische WTR-Pilot. An den Autos des Teams gab es an den ersten beiden Tagen Getriebeprobleme, erst am Sonntag kam man richtig in Fahrt. Beim ersten Auftritt der Nissan-DPi auf Basis des neuen LMP2-Ligiers gab es für das Team ESM nur die letzten beiden Ränge in der Prototypenklasse. Allerdings lag das gesamte Feld innerhalb von nur 1,2 Sekunden.

Marcel Fässler mit brennender Corvette unterwegs

Ähnlich ausgeglichen präsentierte sich das spektakuläre Starterfeld der GTLM-Klasse mit Beteiligung von fünf Herstellern. Ryan Briscoe (Ford) gelang die beste Rundenzeit vor seinem Markenkollegen Tony Kanaan, dahinter folgte der BMW M6 von Tomczyk/Edwards/Catsburg/Wittmer. Hinter dem Risi-Ferrari platzierte sich die beste Corvette, die am Sonntag ungewollt im Fokus stand. Bei einer Fahrt von Marcel Fässler am Morgen fing der US-Dampfhammer plötzlich Feuer.

Mit lichterloh brennendem Auto kam Marcel Fässler durch die überhöhte zweite Kurve, aus hohem Tempo und bei geringer Sicht brachte der Schweizer den Wagen in Sicherheit. Fässler sprang unverletzt aus der qualmenden Corvette. Das amerikanische Team vermutete eine Defekt im Benzinsystem. Man zog das Schwesterauto vorsichtshalber zurück und verzichtete auf weitere Fahrten am Sonntagnachmittag. Porsche zeigte ein solides Tempo bei den Fahrten mit dem neuen 911 RSR.

In der GTD-Kategorie meldete sich Manthey mit einer Bestzeit an der Spitze. Porsche-Werkspilot Sven Müller brachte den 911 GT3 R auf Platz eins des Klassements, dahinter folgten ein Riley-Mercedes sowie die drei Audis von Stevenson, Land und Alex Job Racing. "Ich bin erstaunt, wie gut das Auto aus dem Stand war", fasst AJR-Pilot Pierre Kaffer zusammen. "Es ist aber kein Wunder, dass der Audi R8 LMS hier gut geht. Im Rennen wird es aber hart. Ich freue mich sehr darauf."

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