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WEC-Macher lassen sich nicht beirren: "Keine Katastrophe"

10. November 2016 - 12:36 Uhr

FIA, ACO und WEC sitzen mit Herstellern an einem Tisch: Keine Überreaktionen nach Audi-Ausstieg - Sollte die LMP1-L-Kategorie für Werksteams geöffnet werden?

Stephane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi, Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
Kämpfen Porsche und Toyota in der WEC-Saison 2017 mit jeweils drei Autos?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach der Ausstiegs-Entscheidung von Audi suchen die Verantwortlichen von FIA, ACO und WEC das Gespräch mit den LMP1-Herstellern Porsche und Toyota. In der kommenden Woche will man sich vor dem finalen Rennen der WEC-Saison 2016 in Bahrain noch einmal zusammensetzen, um die Möglichkeiten für die Zukunft zu diskutieren. Unter anderem steht eine Verschiebung der Einführung der 2018er-Regeln (10MJ-Klasse, drittes Hybridsystem) zur Debatte.

Für eine Aussage zu diesem Thema sei es "noch zu früh", meint WEC-Promoter Gerard Neveu. Nach Ansicht des Franzosen habe der Audi-Ausstieg zum Ende dieser Saison die Serie zwar erschüttert, "aber eine Katastrophe ist es auch nicht", sagt Neveu. "Wir dürfen auf viele tolle Dinge vorausblicken. In den kommenden Monaten wird es gute Nachrichten über neue LMP2-Teams geben, vielleicht auch über neue Privatteams in der LMP1. Und erst kürzlich hatten wir die Verkündung eines neuen Werksengagements in der GTE." BMW wird 2018 mit einem neuen M8 in die Szene kommen.

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Neveu wischt alle Sorgen um den möglichen Verlust des WM-Status in der LMP1 vom Tisch. "Alle Bedingen sind erfüllt", sagt er. Zudem befinde man sich aktuell mit "vielen Herstellern" in Gesprächen bezüglich eines LMP1-Einstiegs. Eine ungefähre Zeitschiene für die mögliche Ankunft neuer Konkurrenz für Porsche und Toyota nennt der Franzose allerdings nicht. Als ernsthafter Kandidat wird Peugeot gehandelt. Der PSA-Konzern will jedoch vor einem Comeback der "Löwen" eine deutliche Kostenreduktion.

Eingehen auf Wünsche anderer Hersteller?

"Manch ein Hersteller sagt: 'Wenn ihr diese oder jene Technologie zulasst, dann sind wir dabei'. Kann man das beschleunigen? Nein, das sollte man nicht. Man eine Technologie braucht noch Zeit, um wirklich realistisch zu werden", erklärt Sir Lindsey Owen-Jones, Vorsitzender der Langstreckenkommission der FIA. Die schnelle Einführung neuer Antriebstechniken könnte die aktuell engagierten Werke zu hohen Investitionen zwingen, sie im Extremfall sogar vertreiben.

"Man würde das, was man hat, riskieren, um das, was man noch nicht hat, vielleicht zu bekommen", meint der Brite. Owen-Jones setzt auf eine ruhige Hand bei der Planung der LMP1-Zukunft. Man dürfe sich nicht zu Überreaktionen hinreißen lassen, sondern müsse den eingeschlagenen Weg konsequent und mit Bedacht weiter verfolgen. "Auf den Zug werden bestimmt einige aufspringen, wenn sich der Zug in normaler Geschwindigkeit fortbewegt", sagt er.

"Man sollte nicht voreilige Schlüsse ziehen vor dem Hintergrund eines Ausstiegs, der mit dem jährlichen Budget der Marke eigentlich gar nicht so viel zu tun hat", erklärt Owen-Jones. Auslöser des Ausstiegs von Audi ist das Thema "Dieselgate" und die bisher noch nicht absehbaren Folgen für die Marke und den gesamten Volkswagen-Konzern. Allerdings hat ein jährliches Audi-WEC-Budget in Höhe von rund 200 Millionen Euro eine Streichung des Programms attraktiv gemacht. Die DTM, die maximal ein Fünftel kostet, geht bei Audi weiter.

2017: Bringen Toyota und Porsche drei Autos?

Unterdessen sucht man nun nach Möglichkeiten, das LMP1-Starterfeld 2017 möglichst attraktiv zu gestalten. Die naheliegendste Lösung: Porsche und Toyota bringen im kommenden Jahr jeweils drei Autos in den Wettbewerb. "Das wäre eigentlich nur logisch", wird Toyota-Technikchef Pascal Vasselon von 'Autosport' zitiert. "Aber es gibt diesbezüglich keine Entscheidung." Die finale Freigabe des zusätzlichen Budgets muss in Japan getroffen werden. Diese steht bei Toyota noch aus.

"Natürlich gibt es entsprechende Gespräche", meint Porsche-Teamchef Andreas Seidl. Aber auch nach dem Audi-Ausstieg ändere sich nichts an den Vorgaben in seiner Mannschaft. Nach der Saison 2015 hatte sich Porsche (gemeinsam mit Audi) ganz bewusst für eine Reduzierung auf zwei Fahrzeuge in Le Mans entschieden. Diese Entscheidung stehe nach wie vor. Zudem sei es kompliziert, die zurückgebauten Strukturen schnell wieder zu reaktivieren.

Ein weiterer Denkansatz: Öffnung der LMP1-L-Klasse für Werke. Bislang sind Hersteller in der Topklasse gezwungen, sich in der Hybridkategorie (LMP1-H) zu engagieren. Die Kategorie ohne Hybridantriebe ist bislang den Privaten vorbehalten. Allerdings bleibt in jener Szene nach aktuellem Stand für 2017 nur noch ByKolles mit einem Fahrzeug übrig. "Das könnte ein Ansatz sein", meint Lindsey Owen-Jones. "Porsche ist früher auch zuerst jahrelang in der Zweiliter-Klasse gefahren. Es war damals eine Art Sprungbrett oder Einstiegsklasse."

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