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Kubica mit erfolgreichem LMP1-Test: "Gewöhnungsbedürftig"

20. November 2016 - 15:18 Uhr

Robert Kubica hat in Bahrain seinen ersten LMP1-Test absolviert: Wieso der Pole noch mehr hätte herausholen können und ob es eine Zukunft in der WEC gibt

Robert Kubica
Robet Kubica konnte sich über einen gelungenen LMP1-Test freuen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Beim Rookietest der WEC in Bahrain waren fast alle Augen auf Robert Kubica gerichtet. Der ehemalige Formel-1-Pilot durfte am Sonntag den CLM P1/01 des ByKolles-Teams fahren und schlug sich dabei beachtlich. Nach einigen Eingewöhnungsschwierigkeiten am Morgen kam der Pole immer besser in Fahrt und legte schließlich eine konkurrenzfähige Rundenzeit von 1:47.222 Minuten hin.

Gegenüber 'Motorsport-Total.com' zieht Kubica eine erste Bilanz über seine Fahrt im LMP1-Boliden: "Es war okay. Aber es ist schon ganz anders als alles, was ich zuvor gefahren bin", sagt er. Der Pole gibt zu, dass er noch einige Anpassungen an seinen Fahrstil vornehmen muss, um konkurrenzfähig zu sein - etwa bei der Bremse: "Ich bin jemand, der immer sehr lange auf dem Bremspedal steht und dabei auch manchmal etwas Gas stehen lässt. Das solltest du mit diesem Auto nicht machen."

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Dementsprechend weiß der 31-Jährige, das noch eine Menge Zeit in ihm und im Fahrzeug steckt, denn eine wirklich aussagekräftige Rundenzeit ist ihm im Test nicht gelungen: "Mit frischen Reifen habe ich es versucht. In die erste Kurve hätte ich später reinbremsen können, der erste Sektor war nicht optimal", schildert er. "Dann war überall Verkehr. Ein paar GT-Autos hier, einige schnelle LMP1-Werkswagen von hinten. Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig."

Kaum Zeit für schnelle Runden

Und weil der Grip der Reifen schon nach zwei Runden nachlässt, hatte Kubica nicht viel Zeit, um wirklich alles aus dem Auto herauszuholen: "Schade, ich kam eigentlich immer besser in Fahrt", meint er. Trotzdem hatte der Pole bei seinem Test für ByKolles viel Spaß und konnte so einmal in die Langstrecken-Weltmeisterschaft reinschnuppern. Ob die WEC für ihn aber ein dauerhaftes Feld sein kann, da ist er noch etwas skeptisch.

"Ich bin bisher nicht so der Langstrecken-Typ, weil ich nie Endurance-Rennen gefahren bin", sagt er zu 'Motorsport-Total.com', lässt sich aber eine Hintertür offen: "Ich kann mir aber vorstellen, dass ich mich darauf einstellen könnte. Es ist vor allem immer viel Reifenmanagement gefragt. So etwas habe ich eigentlich immer gut hinbekommen. Aber es spielen eben auch andere Faktoren mit hinein."

Verletzung als Hinderungsgrund?

Damit meint Kubica vor allem sein körperliches Handicap. Seit einem Rallye-Unfall zu Beginn des Jahres 2011, der seine Formel-1-Karriere jäh beendete, ist Kubicas rechte Hand nur eingeschränkt nutzbar. Das könnte vor allem bei den Boxenstopps mit schnellen Fahrerwechseln hinderlich sein, glaubt er. "Aber vielleicht gibt es da Lösungen", sagt Kubica weiter. Schon bei seiner Rückkehr in den Rallye-Sport wurde Kubicas Cockpit auf seine Bedürfnisse umgebaut.

Was er in der Langstrecken-Szene ebenfalls lernen müsste, ist ein neuer Umgang mit seinen Teamkollegen. Bislang war der Pole stets als Individualsportler unterwegs, doch nun müsste er sich auf seine Stallgefährten einstellen. "Aus der Formel 1 bin ich eher daran gewöhnt, dass der Teamkollege der erste Gegner ist, den man schlagen muss. Da kann man auch mal Spielchen spielen. Hier ist das ganz anders", sagt er.

"Man muss mit den Kollegen einen gemeinsamen Weg finden und dabei immer das große Ganze betrachten. Das heißt, dass man selbst vielleicht über das Setup eine halbe Sekunde opfert, wenn ein anderer dafür mehr als eine halbe Sekunde schneller wird", so der Pole. "Es ist eine ganz andere Herangehensweise, aber mit der komme ich bestimmt klar."

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