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Audi-Ausstieg 2016: Wohin mit den WEC-Piloten?

14. November 2016 - 13:41 Uhr

Das WEC-Saisonfinale in Bahrain, der Audi-Ausstieg und die große Leere für die Piloten: Was machen die LMP1-Helden in der Saison 2017?

Marcel Fässler, Andre Lotterer
Müssen sich nach neuen Möglichkeiten umschauen: Fässler und Lotterer
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Beim bevorstehenden Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2016 in Bahrain wird Mark Webber seinen letzten Renneinsatz bestreiten. Der Australier hängt seinen Helm nach vielen erfolgreichen Jahren im Motorsport an den Nagel und wird künftig als Markenbotschafter von Porsche in anderer Funktion an den Rennstrecken auftreten. Gleichzeitig gehen sechs andere Piloten in eine ungewisse Zukunft. Was wird nach dem Audi-Ausstieg aus den Werksfahrern der Ingolstädter?

Die beiden Audi R18 in der WEC sind hochkarätig besetzt. Andre Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Treluyer haben 2011, 2012 und 2014 die 24 Stunden von Le Mans für die Ingolstädter gewonnen, vor vier Jahren feierte man den WM-Titel auf der Langstrecke. Bei Fässler ist bekannt, dass der Vertrag des Schweizers noch bis mindestens Ende 2017 weiterläuft. Wo wird der erfahrene Pilot aus Einsiedeln eingesetzt? Das ist derzeit noch unklar.

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Fässler hatte in der Vergangenheit schon mehrfach GT3-Klassiker für Audi bestritten. Gut möglich, dass seine Zukunft am Steuer eines R8 zu finden ist. Mindestens ebenso wahrscheinlich sind weitere Einsätze in den USA. Fässler, ein "alter Freund" des Hauses Chevrolet (GM) war in diesem Jahr mit einer Werks-Corvette bei den 24 Stunden von Daytona und bei den 12 Stunden von Sebring erfolgreich. Der 40-Jährige könnte ein kombiniertes Programm aus IMSA-Rennen und GT3-Rennen 2017 bestreiten.

Trophee Andros: Treluyer in den Schnee?

Fässlers langjährige Teamkollegen Lotterer und Treluyer, mit denen den Schweizer nach eigener Aussage "eine tiefe Freundschaft verbindet", könnten womöglich ganz unterschiedliche Wege gehen. Der Franzose startet im Winter in der beliebten Eisrennserie "Trophee Andros" am Steuer eines Audi A1 quattro. Bei den Veranstaltungen in den französischen Alpen und in Andorra könnte Treluyer die Themen Familie und Beruf perfekt unter einen Hut bekommen.

Andre Lotterer hat seit Jahren ohnehin ein Alternativprogramm. Der gebürtige Duisburger startet seit über zehn Jahren in der japanischen Super Formula (ehemals Formel Nippon). 2011 holte er den Meistertitel in der Szene. Lotterer lässt kaum eine Gelegenheit aus, die Rennen und die Atmosphäre in der Serie zu loben. "Coole Strecken, schnelle Autos, tolle Reifen", so der dreimalige Le-Mans-Champion. Aber reicht dem Deutschen das japanische Programm?

Wahrscheinlich nein, denn in Japan verdient Lotterer kein Geld. Das Team Tom's Toyota zahlt ihm aber immerhin die Reisekosten und ein schickes Appartement in Tokio. "Die Super Formula ist ein kleines, nettes Randprogramm", sagt er. Der 34-Jährige braucht aber ein zusätzliches Rennprojekt 2017. Beim vergangenen Saisonfinale in London stattete Lotterer der Formel E einen Besuch ab. Geht also auch der Audi-Superstar des Le-Mans-Sieges 2011 in die "Elektro-Formel-1"? Sehr unwahrscheinlich.

Bekommt Lotterer eine weitere Formel-1-Chance?

Die Formel E bietet für Lotterer zwar "netten Sport" und einen "modernen Ansatz", aber die Serie ist nicht wirklich nach dem Geschmack des Haudegens. Bietet sich für den Langstrecken-Champion von 2012 noch einmal eine Formel-1-Chance? Nicht ausgeschlossen. Bei Sauber ist noch mindestens ein Platz für die kommende Saison zu vergeben, Audi unterhält enge Beziehungen zu den Schweizern. Bei seinem Formel-1-Auftritt mit Caterham 2014 fuhr er aus dem Stand seinen Teamkollegen in Grund und Boden. Wahrscheinlicher ist ein Wechsel zu Porsche.

"Es ist noch nichts abschließend entschieden", so Lotterer auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' kurz vor seinem Abflug in Richtung Saisonfinale in Bahrain. "Es gibt im Moment mehrere Möglichkeiten für mich. Ich muss nach dem Rennen schauen, was das Richtige für mich ist. Zuerst möchte ich das große Audi-Abschiedsrennen mit meinen Kumpels Ben und Marcel genießen. Es wird sehr emotional werden", sagt der Deutsche am Montag.

Audi-Kollege Lucas di Grassi hat sich unterdessen bereits zur weiteren Teilnahme an der Formel E bekannt. Der Brasilianer, der bereits in der Entwicklungsphase der Serie involviert war, wird weiterhin für Abt in der Serie an den Start gehen. "Ich konzentriere mich in Zukunft auf die Formel E und will kein zweites Programm nebenbei bestreiten", so di Grassi. "In Le Mans würde ich gern fahren, wenn es siegfähiges Material gäbe. Ich habe eine Chance auf einen Start in Daytona und beim GT-World-Cup in Macau. Das reicht."

Bleiben noch di Grassis Teamkollegen im Audi mit der Startnummer 8: Loic Duval und Oliver Jarvis. Der Brite hat viele Freunde im Lager von Audi, dennoch stehen die Zeichen bei ihm auf Abschied aus Ingolstadt. Jarvis will weiterhin in der WEC fahren. Er evaluiert derzeit seine Chancen. Duval hat ein festes Programm mit Dragon in der Formel E. Gut möglich, dass der Franzose nach Abschluss der WEC-Saison voll auf diese Karte setzen wird.

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