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Ford-Neuzugang Dirk Müller: "Wollen sofort erfolgreich sein"

27. November 2015 - 14:15 Uhr

Interview mit Dirk Müller - Sein Weg zum Ford-Ganassi-Team, die ersten Eindrücke vom neuen GT und die Erwartungen für 2015: "Wir planen kein Übergangsjahr!"

Dirk Müller
Dirk Müller wird 2016 gemeinsam mit Ford in der GTLM-Klasse der USCC angreifen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Mit vier brandneuen Fahrzeugen kommt Ford 2016 im Rahmen eines großen Werks-Engagements auf die Langstrecke. Zwei Ford GT werden in der WEC eingesetzt, zwei weitere sollen in der amerikanischen United-SportsCar-Championship (USCC) rennen. Am Steuer des Ford GT mit der Startnummer 66 wird Dirk Müller agieren. Der langjährige BMW-Pilot will in Kombination mit seinem bewährten und befreundeten Teamkollegen Joey Hand angreifen. Was Dirk Müller 2016 erwartet, schildert der Burbacher im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Frage: "Dirk, viele Jahre warst du eine feste Größe im BMW-Werksfahrerkader, nun trägst du Ford-Kleidung. Wie fühlt sich das für dich an?"
Dirk Müller: "Richtig klasse, macht viel Spaß! Auch insofern richtig schön, dass ich in der vergangenen Woche das große Glück hatte, die Ford-Familie kennenlernen zu dürfen - unter anderem Edsel Ford. Er hat mir die Geschichte erzählt, wie er im Alter von zwölf Jahren mit seinem Vater Henry Ford II 1966 beim Rennen in Le Mans war. Edsel Ford ist extrem involviert, genauso sein Sohn, der natürlich wieder Henry heißt. Es sind dort echte Racer am Werk, dazu zählen auch Ford-Technikvorstand Raj Nair, Ford-Performance-Direktor Dave Pericak und natürlich Teamchef Chip Ganassi."

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Frage: "Wie und wann ist der Kontakt zu Ford eigentlich entstanden?"
Müller: "Wie immer bei uns Fahrern: Man ist offen im Paddock, spricht mit allen und knüpft Kontakte. So lief es auch bei mir und Chip Ganassi. Wir haben uns unterhalten, uns ausgetauscht - und es hat halt gepasst. Meine Erfolge aus den vergangenen Jahren in den USA sind sicherlich vielen Paddock aufgefallen und haben im Rahmen dieser Gespräche sicherlich geholfen."

"Eines ist mir da ganz wichtig: Ich habe BMW extrem viel zu verdanken und verlasse den Hersteller absolut im Guten. Ich habe BMW frühzeitig über die Gespräche mit Ford informiert, immer mit offenen Karten gespielt. Da gibt es kein böses Blut oder so etwas. Ich habe die Zeit mit BMW sehr genossen, habe in deren Autos großartige Erfolge einfahren dürfen. So etwas vergesse ich ganz sicher nicht. Aber nun kommt eben etwas Neues, das mich unheimlich reizt."

Starkes Duo: Hand in Hand mit Joey Hand

Frage: "Die Kombination Dirk Müller/Joey Hand ist in den USA schon bekannt. Freust du dich über die 'Wiedervereinigung' im neuen Ford mit der Startnummer 66?"
Müller: "Ja, sehr. Wir haben seit 2009 immer wieder zusammen in der damaligen ALMS zusammen in einem Auto agiert, 2011 haben wir zusammen für BMW den Titel in der GT-Klasse geholt. So etwas verbindet natürlich. Joey ist dann später in die DTM gegangen und nur noch sporadisch mit mir zusammen in den USA gefahren. Jetzt legen wir wieder gemeinsam los - großartig! Wir kennen uns sehr, sehr gut. Dem Joey und seinem Engagement zuletzt mit Ganassi bei den Daytona-Prototypen ist es zu verdanken, dass wir einen solch starken Ford-EcoBoost-Motor in unserem GT haben."

Frage: "Ganassi ist in den USA eine große Nummer, aber das Team von Chip Ganassi war bisher abseits des GT-Sports aktiv. Ist das ein Nachteil?"
Müller: "Glaube ich nicht. Man muss sich die gesamte Organisation von Ganassi mal anschauen: NASCAR, IndyCar, USCC. Die haben schon sehr viel mit sehr viel Erfolg gemacht. Die Tatsache, dass man zuletzt mit dem Daytona-Prototype gearbeitet hat, ist wichtig. Man kennt die Szene sehr gut und weiß, wie umkämpft die GTLM-Klasse ist. Es war bestimmt ein Ziel, dorthin zu gehen. Außerdem hat Ganassi in Daytona gewonnen. Was soll man da noch sagen? Die wissen, was sie tun!"

Frage: "Der Ford GT sieht spektakulär aus. Fährt er sich auch so?"
Müller: "Ich war nicht bei den allerersten Tests dabei, bin aber sehr frühzeitig ins Programm gekommen und habe viele Kilometer hinter mir. Auf Anhieb hatte ich ein tolles Gefühl. Ich bin zwar mal zwei Jahre lang Ferrari gefahren, aber meine Erfahrung mit Mittelmotor-Autos lag schon eine Weile zurück. Ich war diesbezüglich wirklich gespannt. Ich muss aber sagen: Es ist klasse! Es ist gutmütig, toll zu fahren - ohne große Komplikationen. Die ersten Meter im Auto waren spannend, aber ich hatte sofort vollstes Vertrauen in den Ford GT."

Jubiläum 2016: Der große Angriff auf den Le-Mans-Klassensieg

Frage: "Beim Blick auf das Auto fällt die ziemlich kompromisslose Aerodynamik mit extremer Luftführung und dem gigantisch großen Diffusor auf..."
Müller: "Klar, aber da ist der Hintergrund natürlich das veränderte GTLM- oder GTE-Reglement. Es gibt einige neue Freiheiten bei der Aerodynamik, außerdem mehr Leistung und ein Performance-Fenster, in das das Auto gebracht werden muss. Das hat diese Entwicklungen so attraktiv gemacht. Im Vergleich zu den ersten Fotos, die vom Ford GT zu sehen waren, ist der Diffusor mittlerweile aber etwas kürzer geworden. Auch andere Hersteller werden extremer. Wir sind nicht die einzigen mit einem großen Diffusor am Heck."

Ford bei den 24 Stunden von Le Mans

2016 kehrt Ford mit einem GTE-Werksprogramm nach Le Mans zurück, um die Erfolgsgeschichte von vor rund 50 Jahren möglichst fortzuführen.


06.01.2015
Foto 1 von 19
1964 trat Ford werksseitig mit dem GT40 erstmals in Le Mans an, aber beide Fahrzeuge schieden aus. Ein Jahr später flogen den Amerikanern die Zylinderköpfe wild um die Ohren. Der Durchbruch kam 1966 mit dem Gesamtsieg von Bruce McLaren und Chris Amon (Foto).
1964 trat Ford werksseitig mit dem GT40 erstmals in Le Mans an, aber beide Fahrzeuge schieden aus. Ein Jahr später flogen den Amerikanern die Zylinderköpfe wild um die Ohren. Der Durchbruch kam 1966 mit dem Gesamtsieg von Bruce McLaren und Chris Amon (Foto).

Frage: "Beim Thema Diffusor, den Aston Martin ähnlich groß gebaut hat für das neue Auto, denke ich oft: Das gibt in den engen GTLM-Fights sicher Kleinholz! Stimmst du mir da zu?"
Müller: "Da hatte ich anfangs auch daran gedacht, aber es wird schon gehen. Klar, es ist nicht im Wettbewerb unzähligen Crashtests unterzogen worden wie beispielsweise die Corvette, die schon viele Kontakte hinter sich hat. Aber das geht fast allen so. Auch andere neue Autos haben einen ziemlich großen Diffusor. Wir alle müssen damit natürlich im Wettbewerb noch Erfahrungen machen, auch Ferrari mit dem neuen 488."

Frage: "Es zeichnet sich für 2016 wieder ein herrlicher Kampf der GTLM-Marken ab. Mit welchen Erwartungen gehen Ford und du dort hinein?"
Müller: "Die Trauben hängen hoch, aber wir haben einen klaren Anspruch: Wir wollen sofort gut dabei sein. 2016 wird für Ford auf der Langstrecke ein ganz besonderes Jahr, denn es jährt sich der erste Le-Mans-Sieg im Juni. Genau 50 Jahre zuvor war der GT dort das Maß der Dinge. Das ist natürlich ein Highlight und eine Verpflichtung. Die beiden WEC-Autos werden automatisch Startplätze in Le Mans bekommen, unsere Ganassi-Fahrzeuge werden hoffentlich auch vom ACO zugelassen. Dann wird es der Hammer - vor allem im GT mit der Startnummer 66. Das bedeutet mir sehr viel! Wir haben auch eine Startnummer 67, aber wir wollen uns gar kein Übergangsjahr gönnen..."

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