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Daytona-Prototypen in Le Mans: Viele Hindernisse

04. Februar 2013 - 16:15 Uhr

Im Zuge der Fusion von Grand-Am und ALMS wurde der Wunsch nach einem Start der Daytona-Proptotypen in Le Mans laut: Wie realistisch ist dies?

Scott Pruett, Jamie McMurray, Joey Hand, Dario Franchitti, Scott Dixon
Unwahrscheinlich: Die Daytona-Prototypen dürften eher nicht in Le Mans fahren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die amerikanische Sportwagenszene steht vor einem großen Umbruch. Nach der Fusion von Grand-Am und American-Le-Mans-Series (ALMS) wird die LMP1-Klasse in den USA abgeschafft. Als neue Topkategorie soll eine Kombination von Daytona-Prototypen und LMP2-Autos für Furore und Spannung sorgen. Ob dies gelingt, steht derzeit noch in den Sternen. Das Problem: Mit dem neuen Weg kapseln sich die Amerikaner womöglich von Europa ab - somit auch vom Highlight in Le Mans.

"Wir streben das Ziel an, dass unsere nun fusionierten Rennklassen in der Lage sein werden, Autos nach Le Mans zu schicken, so wie es früher schon der Fall war. Es gibt noch einige andere Dinge zu besprechen, aber wir sind recht zuversichtlich", sagt ALMS-Boss Scott Elkins. Allerdings sind auf der anderen Seite des Atlantiks nicht alle dermaßen zuversichtlich. Die Grand-Am-Verantwortlichen betrachten die Entwicklungen mit Vorsicht. Es geht nur ein dezenter Blick in Richtung Le Mans.

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Um die zukünftige amerikanische Szene in den französischen Mega-Event einzubetten, bedarf es viel Arbeit. Derzeit sind in der ALMS kaum LMP2-Autos in Sicht. Jene Fahrzeuge wären - wie in der Vergangenheit - sehr einfach nach Le Mans einzuladen. Im Moment zeichnet sich aber ab, dass die betagten Daytona-Prototypen in der Überzahl sein werden. Diese Fahrzeuge kann man nicht ohne Anpassungen in Le Mans fahren lassen. Die Macher der Serien wissen dies.

"Dass die Daytona-Prototypen vielleicht in Le Mans fahren werden, ist ein Thema. Aber in der WEC sehe ich das nach aktuellem Stand nicht. Dafür entsprechenden die DPs viel zu wenig den Standards in Europa", erklärt WEC-Boss Gerard Neveu auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. Der Franzose sieht große Hürden. "Da gibt es allein wegen der FIA-Homologation erhebliche Hindernisse", sagt Neveu, der gemeinsam mit ACO-Präsident Pierre Fillon in Daytona wichtige Gespräche führte.

Wie weit die das europäische und das amerikanische Lager noch voneinander entfernt sind, wurde am Rande des Daytona-Wochenendes deutlich. Freitagabend, 21:00 Uhr, Steakhouse am Daytona-Beach: An einem großen Tisch sitzen Neveu, Fillon und ihr französisches Gefolge und speisen stilvoll und still, am Nachbartisch erzählt Teamchef Chip Ganassi seinen Freunden eine Story nach der anderen. Der Amerikaner und die Franzosen würdigen sich kaum eines Blickes, man nickt sich nur zum Abschied kurz zu.

"In der ALMS haben wir leider die Situation, dass in diesem Jahr kaum LMP2-Autos dort sein werden. Wir haben darüber gesprochen, wie man dieser Szene in den USA einen Schub verleihen könnte", blickt Neveu auf die Schattenseite der Fusion. Mit den LMP2-Autos hätte in Le Mans - und auch in der WEC - niemand ein Problem, mit den Daytona-Prototypen allerdings schon. Daytona-Sieger Ganassi und Co. wollen jedoch an den DPs festhalten

"Das wäre fantastisch. Ich denke, dass ist eines der Gebiete, die Chip gern beackern würde. Es wäre schon toll, wenn er das umsetzen könnte", sagt Daytona-Sieger Scott Pruett, der gern zusammen mit Chip Ganassi in Le Mans fahren würde. "Es ist natürlich etwas ganz anderes. Allein schon die Länge der Strecke mit 13,6 Kilometern. Das ist eine ganz andere Art von Rennen", so der Amerikaner. Dieses "komplett andere Feld" würde man am liebsten mit bewährtem und bekanntem Material beackern.

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