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Pilbeam: Comeback mit Formel-1-Methusalem

04. Januar 2013 - 15:47 Uhr

Eineinhalb Jahre vor der avisierten Le-Mans-Rückkehr haben es die Briten gewagt, einen angestaubten Boliden wieder auf eine Strecke zu schicken

Pierre Bruneau, Marc Rostan
Der MP98 war schon im Jahre 2007 auf der Langstrecke im Einsatz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Pilbeam scheint es ernst zu meinen mit der Rückkehr nach Le Mans: Die Sportwagen-Schmiede brachte kurz vor Weihnachten ihren betagten Boliden MP98 bei einem Langstrecken-Rennen im südafrikanischen East London an den Start und siegte trotz langer Motorsportabstinenz auf Anhieb mit 40 Sekunden Vorsprung auf einen Porsche 911 GT3. Der Erfolg der britischen Traditionsmarke kam auf der Strecke, auf der Graham Hill im BRM vor genau 50 Jahren den Formel-1-Grand-Prix gewann.

Am Steuer des Pilbeam befanden sich der einheimische Formel-1-Veteran Eddie Keizan und sein Landsmann Greg Mills, im Heck allerdings nicht der Lexus-Motor aus dem Rallyesport, der eines Tages an der Sarthe für die 450 PS Leistung sorgen soll. Der MP98 war mit einem schwächeren Cosworth-Aggregat unterwegs. Keizan ist nach 35-jähriger Rennpause dennoch angetan: "Es war das erste Mal, dass ich ein modernes Rennauto gefahren bin und es war spannend", so der 68-Jährige.

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Aus dem Staunen kommt Keizan gar nicht mehr heraus: "Sequentielles Getriebe, aalglatte Aerodynamik, viel Abtrieb und neue Rennreifen - zweifellos eines der besten Autos, die ich jemals gefahren bin." Hobbyrennfahrer Mills bescheinigt "höllischen Speed". Es sind Urteile von Fahrern, die eine Le-Mans-Rückkehr kaum selbst zu stemmen werden. "Es war eine Gelegenheit, den MP98 zu entwickeln und ein neues südafrikanisches Team auf eine große Herausforderung vorzubereiten", erklärt Firmenchef Mike Pilbeam die werbewirksame Aktion.

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