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Kraihamer: Zwischen Spaß im Schnee und Rennen in den USA

13. November 2012 - 15:37 Uhr

LMP1-Nachwuchspilot Dominik Kraihamer über seine Erkenntnisse aus der Saison 2012 und die Pläne für 2013: "Hätte nichts gegen ein Jahr in Amerika"

Dominik Kraihamer in Le Mans: Bertrand Baguette und Frank Montagny als Partner
© DPPI

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem raketenhaften Aufstieg in die Langstrecken-WM gilt Dominik "Dodo" Kraihamer als Österreichs Motorsport-Hoffnung Nummer eins. Der junge Nachwuchsmann aus Salzburg absolvierte die acht Saisonläufe mit dem Team Oak. Im Verlauf des Jahres kam Kraihamer in der LMP1-Klasse und in der LMP2-Klasse zum Einsatz. Im Interview zieht der Salzburger eine Saisonbilanz.

Frage: "Dodo, wie hat sich dein Leben seit deinem Karrieresprung in die Langstrecken-Weltmeisterschaft verändert?"
Dominik Kraihamer: "2012 war für mich ein sehr spannendes und lehrreiches Jahr. Ich wusste zu Beginn der Saison nicht so recht, was mich erwartet. Ich kam in ein neues Team und in eine neue Kategorie. Ich bin sehr froh, dass ich in die WM gegangen bin. So konnte ich sehr viele neue Strecken kennenlernen, was mir in Zukunft sicher helfen wird."

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Frage: "Was war für dich die größte Herausforderung?"
Kraihamer: "In der Königsklasse LMP1 in der WM ist alles um eine Stufe größer, schneller, viel professioneller. In der Kommunikation mit dem Team und den Ingenieuren wird von dir sehr präzises Feedback zum Fahrverhalten des Autos erwartet. Dazu kommt, dass das Setup bei einem LMP1 um ein vielfaches komplexer ist als in der LMP2, wo ich vorher gefahren bin."

Frage: "Gab es im Gegensatz dazu auch Bereiche, die dir leichter gefallen sind als erwartet?"
Kraihamer: "Im Vergleich zum notwendigen technischen Background war das Fahren an sich einfach. Wobei auch hier das Niveau natürlich extrem hoch ist. Meine diesjährigen Teamkollegen haben allesamt viel mehr Erfahrung als ich und waren deshalb eine große Herausforderung. Da musste ich mich ganz schon anstrengen."

Frage: "Stichwort Teamkollege: Du hast dir das Cockpit in dieser Saison mit einigen, teils sehr profilierten Fahrern geteilt..."
Kraihamer: "Während der beiden letzten Rennen in Japan und China mit Takuma Sato zusammenzuarbeiten, war ebenfalls eine große Bereicherung. Er ist sehr professionell und schnell - und trotzdem so bodenständig und nett geblieben - typisch japanisch halt. Aus fahrerischer Sicht war es für mich sehr spannend zu beobachten, dass auch ein ehemaliger Formel-1-Pilot eine Weile braucht, um ein LMP1-Auto in den Griff zu bekommen."

Frage: "Gibt es ein Rennen, auf das du beonders stolz bist?"
Kraihamer: "Ja, Schanghai. Es ist der schwierigste Kurs, den ich bisher gefahren bin, da kommt es mehr als irgendwo sonst auf eine exakte Linie an. Im Rennen habe ich dort zwei Stunden lang 105 Prozent gegeben, ohne einen einzigen Fehler zu machen. Selbst bei dichtestem Verkehr war ich trotz ständiger Überrundungen höchstens 3,2 Sekunden hinter meiner persönlich schnellsten Runde. Damit war ich im Schnitt der schnellste Pilot in einem privaten LMP1-Auto."

Frage: "Gibt es für 2013 schon einen Masterplan? Schließlich bist du einer der wenigen internationalen Piloten, der seine Karriere selbstständig managt?"
Kraihamer: "Ich möchte 2013 liebend gern in der WEC und in der Prototypenszene bleiben. Im Moment arbeiten wir an einer solchen Lösung. Es gab unmittelbar nach Saisonschluss schon einige Anfragen von Spitzenteams in der WEC. Eines der wenigen freien Cockpits zu ergattern, wird angesichts der vielen Topfahrer sehr, sehr schwer. Meine Aufgabe ist deshalb, mich so zu positionieren, um mich bestmöglich für neue Aufgaben empfehlen zu können."

Frage: "Sind andere Serien für dich eine Alternative?"
Kraihamer: "Die American-Le-Mans-Series ist für mich mehr als eine Option, man kann sagen, sogar ein Wunsch! Ich beobachte die dortige Szene sehr genau, dort gibt es sehr professionelle Teams, spektakuläre Strecken und ein tolles Umfeld. Gegen ein Jahr Amerika hätte ich nichts einzuwenden. Ein weiterer konkreter Wunsch ist ein Gaststart in der European-Le-Mans-Series, die kommenden Sommer ja am Red-Bull-Ring in Österreich gastiert. Ein Rennen im eigenen Land wäre schon cool!"

Frage: "Wie schauen deine Pläne für die Winterpause aus?"
Kraihamer: "Es war ein sehr langes Jahr mit vielen Reisen und Strapazen. Ich bin ehrlich gesagt nicht unglücklich, dass ich jetzt mal etwas Pause habe und mich nun endlich wieder meinem Studium widmen kann. Im Grunde lebe ich derzeit ja zwei Leben: Eines als Rennfahrer, der immer im Mittelpunkt steht - und eines als ein Student unter vielen. Mein nächstes Highlight wird auf mein Start für das Eeat-the-Ball-Team beim Swatch-Snow-Mobile in Saalbach-Hinterglemm Anfang Dezember."

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