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Holzer: Ohne Druck zu wichtigen Erkenntnissen

15. November 2012 - 09:10 Uhr

Lotus-LMP2-Pilot Thomas Holzer zieht nach seiner ersten LMP2-Saison zufrieden Bilanz: Gute Ergebnisse und großer Lernprozess nach sechs Jahren Pause

Thomas Holzer
Thomas Holzer (Mitte) hatte in seiner ersten LMP2-Saison viel Freude
© Lotus-LMP2

(Motorsport-Total.com) - Die Kodewa-Mannschaft von Kolles war auch im Jahr 2012 für einige Überraschungen gut. Vor allem auf dem Fahrersektor sorgte man immer wieder für Erstaunen. Vitantonio Liuzzi wurde in den LMP2-Lotus gelotst, außerdem kamen Christijan Albers und Renger van der Zande zu Einsätzen in der WEC. Die größte Überraschung war aber wohl ein anderer: Thomas Holzer. Der 26-jährige Augsburger kam nach sechs Jahren Rennpause zurück und schlug sich als Leaddriver im Auto mit der Nummer 31 prächtig.

Frage: "Thomas, für dich gab es 2012 in der WEC mit Lotus-LMP2 viele neue Erfahrungen. Wie hat dir die Saison gefallen?"
Thomas Holzer: "Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, Es war sozusagen die Wiederaufnahme meiner Karriere, nachdem ich sechs Jahre lang gar nichts gemacht hatte. Es hat mich sehr gefreut, mal auf einer solch internationalen Plattform agieren zu dürfen. Ich freue mich schon jetzt riesig auf das kommende Jahr. In dieser Saison ging es für mich darum, die Abläufe, das Auto und die Strecken kennenzulernen. Ich bin sehr zufrieden."

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Frage: "Nach sechs Jahren Pause kehrst du also zurück und bist gleich der Nummer-1-Fahrer in einem der beiden Lotus-LMP2. Das ist eine tolle, aber auch große Aufgabe, oder?"
Holzer: "Das habe ich eigentlich nicht empfunden, weil ich mir selbst keinen Druck gemacht habe. Ich habe vor der Saison intensiv mit den Teamverantwortlichen gesprochen. Man sagte mir, ich solle ins Auto klettern, es ausprobieren und Spaß haben. Genau das habe ich getan, und so konnte auch kein großer Druck entstehen. Ich bin zu jedem Rennen gefahren und habe mir gesagt, dass ich das schon hinbekomme. Rückblickend muss ich sagen, dass ich nie erwartet hätte, innerhalb eines Jahre dermaßen viel zu lernen."

Frage: "Wenn man auf Grundlage dessen deine Rundenzeiten anschaut, dann sah das oft verdammt gut aus. Bist du selbst zufrieden mit dir?"
Holzer: "Ja, absolut. Von mir aus hätte es ruhig noch ein paar Mal auf das Podium gehen können. Das hat leider nicht immer funktioniert, aber ich muss sagen, dass ich von mir selbst durchaus angenehm überrascht bin - und zufrieden bin ich auch. So richtig bergauf ging es, als James Rossiter und Tonio Liuzzi all ihre Erfahrung eingebracht haben. Von denen habe ich sehr, sehr viel gelernt. Das hat mich weitergebracht. Das hätte sonst vermutlich viel länger gedauert."

Frage: "Du hattest immer mal wieder andere Fahrer mit in deinem Auto. Wie schwierig ist eine solche Umstellung, wenn man sich plötzlich wieder mit einem anderen Piloten auf ein gemeinsames Setup einigen muss?"
Holzer: "Naja, da ist der Vorteil eines Nummer-1-Fahrers, dass man in Sachen Entscheidungsrecht immer ein bisschen besser dasteht. In Spa war Renger van der Zande mit an Bord. Der hat mich auch weitergebracht, der hat mir geholfen, stand mir sicherlich überhaupt nicht im Weg. Die Piloten, die zwischenzeitlich hinzukamen, waren easy. Da hat niemand den großen Macker gespielt, sondern es lief immer reibungslos. Das war nicht nur bei Renger so, sondern auch in Silverstone bei Christijan Albers. Das hat wunderbar funktioniert."

Frage: "Was war dein persönliches Highlight des Jahres?"
Holzer: "Bezüglich Ergebnis natürlich Schanghai. Für mich persönlich war es aber das Wochenende in Sao Paulo. Dort habe ich an mir selbst festgestellt, was für einen Sprung ich gemacht habe. Dort war ich von meiner Seite her erstmals wirklich konkurrenzfähig. Da habe ich gemerkt: Es funktioniert und es geht nach vorne. Das war aus meiner ganz persönlichen Sicht das Highlight."

Frage: "Und Tiefschläge gab es auch einige, oder?"
Holzer: "Ja, klar. Jeder unserer Ausfälle war schmerzhaft - und das waren leider ganz schön viele. Ich würde aber Le Mans herausheben. Es war einfach extrem schade, dass wir dort nicht richtig in Schwung kamen. Wir hatten dort nie Podestchancen, das war vorher schon irgendwie klar. Was aber noch viel schlimmer war: Wir konnten das Rennen nicht bis zum Ende fahren. Ich wäre dort gern ins Ziel gekommen. Der Ausfall war sehr enttäuschend."

Frage: "Das Jahr geht zu Ende, also ein Blick nach vorn. Was machst du 2013?"
Holzer: "Wie es aktuell ausschaut, werde ich im kommenden Jahr wohl mit Kodewa, also mit Lotus-LMP2, weitermachen. Dann werden wir das neue Auto haben. Ich denke, es sieht sehr gut aus für die nächste Saison. Ich hoffe, dass ich vielleicht noch mehr fahren kann als nur die WEC. Es gibt ja auch noch die neue Asian-Le-Mans-Series zum Beispiel. Mal schauen."

Frage: "Der neue Lotus soll im Januar erstmals getestet werden. Wirst du dann am Steuer sitzen?"
Holzer: "Darüber habe ich mit dem Team noch gar nicht konkret gesprochen. Ich denke, dass James Rossiter die ersten Tests absolvieren wird. Ich hoffe, dass ich dann bei den weiteren Tests mit an Bord sein kann. Das müssen wir aber in den kommenden Wochen noch klären."

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