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Heidfeld: "Könnten bester Benziner sein"

04. Mai 2012 - 13:09 Uhr

Rebellion-Pilot Nick Heidfeld wittert im neuen Lola-Cassis seines Teams gute Qualitäten - Der Reiz in Spa: Eau Rouge wird mit dem LMP1 am Limit gefahren

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld nutzt auch das Spa-Rennen als Le-Mans-Vorbereitung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem Debüt in Sebring geht Nick Heidfeld an diesem Wochenende in Spa-Francorchamps in sein zweites WEC-Rennen mit Rebellion. Der Mönchengladbacher nutzt auch den Lauf in den Ardennen als Vorbereitung auf seinen Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans. Ein weiterer Start beim Klassiker an der Sarthe war in den vergangenen Jahren ebenso ein Traum wie die Teilnahme an den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Beide Träume erfüllt sich der erfahrene Pilot im Jahr 2012.

"Sebring war für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe noch nie so viele Leute in der Startaufstellung gesehen - diese ganzen verrückten amerikanischen Fans. Das war schon klasse", berichtet Heidfeld im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' von seinen ersten WEC-Erfahrungen beim Auftakt in Florida. Auf Anhieb hatte der 34-Jährige auf einem ähnlichen Niveau agieren können wie seine erfahrenen Rebellion-LMP1-Kollegen Neel Jani und Nicolas Prost.

In Spa-Francorchamps rückt das Schweizer Team erstmals mit dem aktuellsten Lola-Chassis aus. Das B12/60-Coupé soll gemeinsam mit dem Toyota-Motor im Heck neue Erfolge ermöglichen. "Lola hat wirklich einen großen Schritt gemacht", lobt Heidfeld. "Unser neues Auto ist schon deutlich anders. Wir haben zwei Tage in Valencia getestet. Mit einem ganz neuen Auto hat man immer einige kleine Probleme. Im Nachhinein hätte hier oder dort etwas anders sein können. Bezüglich Setup sind wir noch nicht beim Maximum. Wir haben mit unseren guten Ingenieuren dennoch eine gute Balance ausarbeiten können."

"Ich denke, dass wir hier durchaus schnellster Benziner sein können. In Sebring war das nicht der Fall. Wir hätten auch dort ein gutes Ergebnis holen können, wenn wir durchgekommen wären. Aber in Sebring waren die HPDs schneller, hier werden allerdings wir vielleicht die ersten Verfolger von Audi sein", stellt der bisherige Formel-1-Pilot einen deutlichen Aufschwung in Aussicht. Diese Tendenz war auch an den Rundenzeiten in den Freien Trainings abzulesen.

"Ich fühle mich noch nicht ganz zu hundert Prozent wohl. In Sebring war es schwierig, obwohl ich mit meinen Leistungen zufrieden war. Beim Test mit dem neuen Auto habe ich mich gut gefühlt, aber hier in Spa war es in den ersten drei oder vier Runden etwas fremd. Danach bin ich wieder richtig reingekommen", schildert Heidfeld die Tuchfühlung zum Lola-Toyota. "Das Abtriebsniveau des LMP1-Autos ist hoch, aber der gesamte Speed ist deutlich geringer als in der Formel 1."

"Aber genau das macht manchmal sogar mehr Spaß", sagt Heidfeld mit einem Lächeln. Er erklärt: "Beispiel Eau Rouge: Mit der Formel 1 ging das in den vergangenen Jahren völlig problemlos voll, aber mit dem LMP1 sind wir dort genau am Limit. Im Qualifying sollte es mit Vollgas gehen. Gestern im Training habe ich noch etwas gelupft. Da tastet man sich heran. Man muss erst einmal fühlen wie sich das Auto bewegt und wie weit man über die Randsteine fahren kann."

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