Hamlin in Phoenix: Fokus auf Keselowski, nicht auf Elliott

11. November 2017 - 21:37 Uhr

Mögliche Nachwirkungen des Martinsville-Vorfalls, als er Chase Elliott in die Mauer schickte, blendet Denny Hamlin in Phoenix aus - Konzentration auf Brad Keselowski

Brad Keselowski, Denny Hamlin, Joe Gibbs
Keselowski hält das vierte Finalticket virtuell in Händen - Hamlin will es haben
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Denny Hamlins größte Sorge beim vorletzten Rennen der NASCAR Cup-Saison 2017 ist nicht eine mögliche Revanche seitens Chase Elliott für den Crash im Kampf um den Sieg vor zwei Wochen in Martinsville. Vielmehr will sich Hamlin beim Can-Am 500 am Sonntag in Phoenix darauf konzentrieren, den in der Punktewertung vor ihm liegenden Brad Keselowski abzufangen und sich damit das letzte noch zu vergebene Ticket für die "Championship 4" am 19. November in Homestead zu sichern.

Hinter den bereits sicher für den finalen Vierkampf um den Titel qualifizierten Martin Truex Jr., Kyle Busch und Kevin Harvick hält Keselowski als Vierter der aktuellen Playoff-Tabelle das vierte Finalticket virtuell in seinen Händen. Der Vorsprung des Penske-Piloten auf den auf Rang fünf der Tabelle liegenden Hamlin beträgt 19 Zähler. Im Qualifying am Freitag aber war Hamlin als Zweitschnellster deutlich besser aufgestellt als Keselowski, der nur Startplatz 16 an Land zog.

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"Wir sind schnell. Wir tun alles, um Druck auf die anderen auszuüben und wir versuchen, das Rennen zu gewinnen", so Hamlin nach dem Qualifying. Mit "die anderen" meint der Fahrer des #11 Gibbs-Toyota die ebenfalls noch um den Finaleinzug kämpfenden, aber punktemäßig schlechter als er selbst dastehenden Ryan Blaney (Polesitter), Chase Elliott (Startplatz vier) und Jimmie Johnson (Startplatz zwölf). Der Hauptfokus Hamlins liegt aber ganz klar auf Keselowski und dessen Penske-Ford mit der Startnummer 2.

"Wir müssen sehen, wie viele Punkte die Startnummer 2 zu Beginn des Rennens einfährt", sagt Hamlin und bezieht sich damit auf die ersten beiden Rennsegmente (Stages), in denen es für die Top 10 jeweils Bonuspunkte für die Gesamtwertung gibt und für den Stage-Sieger jeweils einen Playoff-Punkt. In den beiden Samstagstrainings mit Renn-Set-up schloss Hamlin auf den Positionen 5 und 8 ab. Keselowski reihte sich auf den Positionen 21 und 9 ein.

Im Bemühen, am Sonntag den Sieg einzufahren und damit das letzte Finalticket zu erringen, verschwendet Hamlin keine Gedanken an eine mögliche Revanche durch Elliott, der ebenfalls noch um das letzte Finalticket kämpft und der auf den Sieg angewiesen ist, um dies zu erringen.

"Habe ich mir am vergangenen Wochenende Sorgen gemacht? Nein, habe ich ich nicht und das tue ich auch an diesem Wochenende nicht", versichert Hamlin mit Blick zurück auf das Rennen auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth, als er rundenlang direkt vor Elliott herfuhr, ohne dass dieser zu ähnlichen Mitteln gegriffen hätte wie es Hamlin in der Woche zuvor im Kampf um den Sieg in Martinsville getan hatte.

"Jeder, der da vorne fährt, ist ein Profi und wir alle haben eine klare Aufgabe, die da heißt, zu gewinnen. Unsere Zielsetzung ist die gleiche. Man kann sich wirklich nicht um die anderen kümmern. Denn wenn man das tut, sind die Chancen auf den Sieg winzig bis nichtig", so Hamlin.

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