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NASCAR-Playoffs: Der Stand nach dem Talladega-Chaos

17. Oktober 2017 - 08:25 Uhr

Viele Verlierer und weniger Gewinner: So schaut es nach Talladega im Kampf um den Einzug in die vorletzte Runde der Playoffs im NASCAR-Cup aus

Matt Kenseth, Joe Gibbs, Kasey Kahne
Talladega sorgte für dramatische Verschiebungen in den Playoffs
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Das chaotische NASCAR-Rennen in Talladega hat die Reihenfolge im Kampf um den Einzug in die nächste Runde des der Playoffs durcheinander gewürfelt. Nach zahlreichen Unfällen sahen am Ende mit Denny Hamlin und Rennsieger Brad Keselowski nur zwei der zwölf verbliebenen Playoff-Teilnehmer die Zielflagge.

Während der Penske-Pilot ebenso wie Martin Truex jun. nach seinem Sieg in der Vorwoche den Einzug in die "Round of 8" schon sicher hat, müssen die übrigen zehn Fahrer an diesem Wochenende beim Rennen in Kansas um den Einzug ins Halbfinale der NASCAR-Playoffs kämpfen.

Einer der größten Verlierer des Talladega-Rennens war Jamie McMurray, dessen Auto schon nach 25 Runden hinter der Boxenmauer verschwand. Beim Abbiegen in die Boxengasse war McMurray von Rookie Erik Jones abgeräumt worden. Die Schuld sieht der NASCAR-Veteran aber bei sich.

McMurray räumt nach frühem Ausfall Fehler ein

"Das war mein Fehler", sagt McMurray. "Ich habe gedacht, sie hätten gesagt, dass mich die 18 (Kyle Busch; Anm. d. Red.) reinlässt und dachte, dass wir alle an die Box kommen. Ich wusste nicht einmal, wo die 77 (Jones) war. Als ich in die Bremsen stieg, dachte ich, dass wir geschlossen als Gruppe an die Box fahren. Dem war aber nicht so, den Schuh muss ich mir anziehen."

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Durch Platz 37 fiel McMurray auf den zwölften und letzten Platz der Playoff-Wertung zurück. Da er während der Saison nur drei Playoff-Punkte gewonnen hat, beträgt sein Rückstand auf Truex jun. nun 75 Punkte. Zwar steht nun McMurrays Heimrennen in Kansas an, wo er sich in der Vergangenheit oft gut geschlagen hat, aber nur mit einem Sieg hätte der Ganassi-Pilot realistische Chancen auf den Einzug in die nächste Runde der Playoffs.

"Da kann man nichts machen. So ist es in Talladega nun einmal", meint McMurray. "Man kann hier gewinnen und eine Menge Punkte mitnehmen, oder es geht einem so wie uns. Wir werden in Kansas unser Bestes geben. Außerdem werde ich nicht der einzige Playoff-Fahrer sein, der heute enttäuscht sein wird", so der Ganassi-Pilot nach seinem Unfall noch während des laufenden Rennens.

Übermütiger Truex jun. löst "Big One" aus

Mit dieser Einschätzung lag McMurray am Ende richtig, denn der Massenunfall 17 Runden vor dem Rennende eliminierte mit Truex jun., Jimmie Johnson, Ricky Stenhouse jun., Kyle Busch und Kevin Harvick gleich fünf Playoff-Teilnehmer auf einmal. Matt Kenseth war ebenfalls in den Unfall verwickelt, konnte mit seinem Auto nach einem Reparaturstopp weiterfahren und wurde als 14. gewertet.

Truex jun., der nach seinem Sieg in der vergangenen Woche in Charlotte befreit auffahren konnte, gab im Anschluss zu, dass der vor dem Unfall etwas zu aggressiv zu Werke gegangen war. "Ich habe zum falschen Zeitpunkt versucht in eine Lücke zu stoßen, die sich dann geschlossen hat. Als ich dann bremste, habe ich die 38 (David Ragan) hinten rechts leicht berührt. Er hat sich dann gedreht, und dann ist die Hölle ausgebrochen", schildert Truex jun.

"Ich wollte einfach etwas weiter nach vorne kommen und einen guten Tag haben, und dann ist es in einem solchen Schlachtfest geendet. Das tut mir für alle unglaublich leid", entschuldigt sich Truex jun. "Wir hatten heute nichts zu verlieren, aber man will andere auch nicht in Probleme bringen. Das habe ich hier zwar vorher noch nie gemacht, aber heute sieht es aus. Das tut mit für alle anderen und ihre Teams leid."

Kyle Busch: "Blöde Situation"

Nachdem Kyle Busch die erste Runde der Playoffs mit zwei Siegen in drei Rennen dominiert hatte, ließ er in der zweiten Runde bisher Federn. Nach mehreren Mauerberührungen wurde er in Charlotte nur 29., in Talladega wurde er auf Position 27 gewertet. Dadurch fiel Busch in der Playoff-Wertung auf Platz neun zurück und hat nun 53 Punkte Rückstand auf die Spitze. Aufgrund von 41 Playoff-Punkten reicht Busch in Kansas aber ein solides Ergebnis zum Weiterkommen. "Das ist eine blöde Situation, aber jetzt müssen wir damit klarkommen", sagt Busch. "Das hatte wir uns heute anders vorgestellt, jetzt müssen wir den Schritt nächste Woche machen."

Bei Johnsons und Harvicks Autos wurden Reparaturen versucht, der der Hendrick-Chevrolet mit der Startnummer 48 musste letztlich abgestellt werden. Nach Platz 24 hat Johnson sieben Punkte Vorsprung vor Busch. Stenhouse jun. lag vor dem Wochenende auf dem letzten Platz der Playoff-Wertung uns stand dementsprechend unter Druck. Vor dem Unfall hatte er sechs Runden geführt.

Nach Platz 26 und durch den frühen Ausfall von McMurray verbesserte sich der Fahrer des Roush-Fenway-Fords mit der Startnummer 17 auf Rang elf, hat aber 68 Punkte Rückstand auf die Spitze und liegt 22 Punkte hinter dem achtplatzierten Johnson.

Schadensbegrenzung bei Kyle Larson

Harvick ging auf die Strecke zurück, wurde aber fünf Runden später in einen Unfall mit Joey Logano, Trevor Bayne und Ryan Blaney verwickelt. Nach seinem Ausfall wurde er als 20. gewertet und fiel auf Rang vier der Playoff-Wertung zurück. Blaney, der zuvor 27 Runden lang geführt hatte, wurde als 18. gewertet. Durch einen Stage-Sieg und Rang drei im ersten Rennabschnitt rückte er aber von Rang elf auf sieben vor.

Chase Elliott verschlechterte sich von Rang vier auf sechs, nachdem er sechs Runden vor Rennende in einen Unfall verwickelt war. Elliott hatte das Rennen dreimal für insgesamt 26 Runden angeführt und kämpfte in Runde 183 um die Führung, als er mit Daniel Suarez und Kyle Larson aneinander geriet. Für ihn endete das Rennen auf Position 16, sein Rückstand auf Larson beträgt 33 Punkte. Larson wurde nach einer Reparatur an der Box mit einer Runde Rückstand als 13. gewertet und liegt als Dritter nun 24 Punkte hinter Truex jun.

"Wir haben unseren Vorsprung auf den Cutoff gehalten", sagt Larson. "Es hätte schlimmer kommen können aber auch besser ... wenn ich gewonnen hätte. Ich war froh, dass ich in der zweiten Hälfte dort gefahren bin. Es gab viele Gelegenheiten, in einen Unfall verwickelt zu werden. Es war einfach verrückt, von den Playoff-Teilnehmern sind nur Brad und Denny ungeschoren davongekommen. Ein ziemlich verrückter Tag, aber typisch Talladega. Jetzt brauche ich in Kansas ein solides Ergebnis, Top 10 wäre nicht schlecht."

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