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Charlotte: Martin Truex Jr. vorzeitig in nächster Playoff-Runde

08. Oktober 2017 - 23:07 Uhr

Mit Sieg beim Playoff-Rennen in Charlotte löst Martin Truex Jr. vorzeitig das Ticket für "Round of 8" im NASCAR-Titelkampf 2017 - Kyle Busch medizinisch behandelt

Martin Truex Jun.
Als erster Fahrer für die "Round of 8" der Playoffs gesetzt: Martin Truex Jr.
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Es ging aus Sorge vor drohendem Regen eine Stunde früher los als ursprünglich geplant und es endete mit einem diesmal durchaus überraschenden Sieg für Martin Truex Jr.: das Bank of America 500 auf dem Charlotte Motor Speedway, Auftaktrennen der "Round of 12" in den Playoffs der Monster Energy NASCAR Cup Series 2017.

Als nach Verlängerung (Overtime) und insgesamt 337 Runden (ursprünglich waren 334 geplant) die Karierte Flagge fiel, hatte Truex Jr. mit seinem #78 Furniture-Row-Toyota eine Fahrt von Startplatz 17, zahlreiche Boxenstopps und späte Restarts allesamt überstanden. Mit diesem Sieg hat der dominierende Fahrer dieser Saison vorzeitig das Ticket für die "Round of 8" der Playoffs gelöst, die erst in drei Wochen beginnt.

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"Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben aber nie aufgegeben und als wir einmal die Track-Position hatten, galt es, diese zu verteidigen", so Truex Jr. nach seinem bereits sechsten Saisonsieg 2017 und seinem zweiten in den Playoffs. "Das ist genau die Zeit des Jahres, zu der es laufen muss", so der Furniture-Row-Pilot wohl wissend um seine komfortable Situation im Titelkampf.

Zwei Stage-Siege für Kevin Harvick

Platz zwei hinter Sieger Truex Jr. ging einmal mehr an Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet). Dritter wurde Kevin Harvick, der mit seinem Stewart/Haas-Ford klar die meisten Runden anführte, seinen zweiten Saisonsieg nach Sonoma aber trotz zweier Stage-Siege knapp verpasste.

Das erste Rennsegment (Stage 1) wurde von Harvick gewonnen, nachdem zuvor auch Polesitter Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) und Chase Elliott Führungsrunden verbucht hatten. Bei der Stage-Flagge nach 90 Runden lag Harvick vor Elliott und Jamie McMurray (Ganassi-Chevrolet).

Stage 2 wurde ebenfalls von Harvick gewonnen. Und wiederum war Elliott der erste Verfolger. Harvick hatte dieses Segment über weite Strecken im Griff, nahm in den letzten Runden aber deutlich Tempo heraus, um es mit zur Neige gehenden Spritvorräten noch über die Linie zu schaffen. Das gelang dem Stewart/Haas-Piloten. Hinter Elliott rundete Matt Kenseth (Gibbs-Toyota) die Top 3 von Stage 2 ab.

Stage 3: Martin Truex Jr. schlägt zu

In Stage 3 führte Harvick bis zum ersten Green-Flag-Stop des Rennens. Bei diesem schlug die Stunde von Martin Truex Jr., der mit seinem Furniture-Row-Toyota bis dahin relativ unauffällig geblieben war, kam er doch nur vom 17. Startplatz. Doch bei der Anfahrt zum Boxenstopp fuhr Truex Jr. die Lücke zu Spitzenreiter Harvick zu. Seine Boxencrew erledigte den Rest und schickte ihn vor Harvick wieder auf die Strecke.

Anschließend hatte Truex Jr. das Geschehen bis zum nächsten Boxenstopp im Griff. Bei diesem aber übernahm Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) die Führung. Beim Restart verteidigte Larson die Spitze souverän. Doch als es wenig später nochmals Gelb gab und erneut Boxenstopps eingelegt wurden, patzten sowohl er als auch die #42 Ganassi-Crew. Larson verlor nicht nur die Führung, sondern fiel aus den Top 10 heraus.

So erbte Truex Jr. doch wieder Führung. Der drittletzte Restart war kein Problem für den Furniture-Row-Piloten. Doch da es weniger als zehn Runden vor Schluss noch einmal Gelb gab, galt es noch einen weiteren Boxenstopp und Restart sauber über die Bühne zu bringen. Der Boxenstopp klappte, der Restart auch, doch in den Top 5 drehte sich der bis dahin klar beste Nicht-Titelkandidat: Kurt Busch (Stewart/Haas-Ford). In diesen Dreher wurde auch Kyle Larson verwickelt.

So ging es in die Verlängerung. Den entscheidenden letzten Restart nahm Truex Jr. neben Denny Hamlin unter die Räder. Während Hamlin noch von Chase Elliott und Kevin Harvick abgefangen wurde und Platz vier vor Jamie McMurray belegte, ließ Truex Jr. an der Spitze nichts mehr anbrennen.

Wieder nichts mit Charlotte-Sieg für Kyle Busch

Kyle Larson, der in Stage 3 aussichtsreich im Rennen lag, erlebte überhaupt ein ereignisreiches Rennen. Beim ersten Boxenstopp verpasste er seine Box, musste somit ein zweites Mal die Boxengasse aufsuchen und den ersten Restart vom Ende der Führungsrunde in Angriff nehmen. In kürzester Zeit fuhr sich Larson in die Top 5 nach vorn und beendete Stage 1 auf Position vier direkt hinter Teamkollege McMurray. Bei Rennende schlug für Larson nach dem späten verpatzten Boxenstopp und Verwicklung in den Dreher von Kurt Busch aber nur Platz zehn zu Buche.

Kyle Busch (Gibbs-Toyota) verbuchte in Stage 2 zwar 22 Führungsrunden. Mit seinem ersten Charlotte-Sieg bei einem Punkterennen in der NASCAR-Topliga wurde es aber einmal mehr nichts. In Runde 137 setzte Busch den #18 Toyota an zweiter Stelle liegend übersteuernd an die Mauer von Turn 3. Die dabei aufgetretenen Beschädigungen an der Karosserie kosteten zunächst eine Runde.

Wenig später verlor Busch auf der Strecke eine weitere Runde. In Stage 3 erwischte er noch zweimal die Mauer. Zudem legte er auch noch einen Dreher hin. So war am Ende nicht mehr als Platz 29 drin. Nach dem Rennen musste Busch aufgrund der Hitze medizinisch behandelt werden, gab wenig später aber Entwarnung. Trotz aller Rückschläge liegt der NASCAR-Champion von 2015 aktuell auf Kurs zum Erreichen der "Round of 8".

Crashs außerhalb des Playoff-Kampfs

Titelverteidiger Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) zeigte vom 25. Startplatz kommend ein äußerst solides Rennen. Bis gut 50 Runden vor Schluss lag der siebenmalige NASCAR-Champion auf Kurs zu einer Top-5-Platzierung. Beim vorletzten Boxenstopp aber gab es ein Problem. Ähnlich wie Kyle Larson zur gleichen Zeit stoppte Johnson nicht genau in der Box. Es ging wertvolle Zeit verloren. Am Ende wurde es für Johnson immerhin noch Platz sieben. Genau wie Kyle Busch steuert Johnson derzeit aber trotzdem auf Kurs zur "Round of 8".

Abseits des Kampfs in den Playoffs kam letzten Endes nicht Kurt Busch, sondern Rookie Daniel Suarez (Gibbs-Toyota) auf Platz sechs als bester Nicht-Titelkandidat ins Ziel. Derweil beendete Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet) das letzte Heimrennen seiner NASCAR-Karriere knapp außerhalb der Top 10 auf Platz zwölf.

Zu den Fahrern, die durch Crash weit zurückfielen oder sogar ganz ausfielen, zählen unter anderem Ryan Newman (Childress-Chevrolet), der in Stage 1 mit Clint Bowyer (Stewart/Haas-Ford) kollidierte, und auch Danica Patrick (Stewart/Haas-Ford), die in Stage 3 in den sich vor ihr drehenden David Ragan (Front-Row-Ford) rutschte.

Talladega ruft - Martin Truex Jr. kann entspannen

Weiter geht's am kommenden Wochenende auf dem Talladega Superspeedway. Erstmals seit Einführung der mehrstufigen Eliminierung in den Playoffs (2014) ist das Restrictor-Plate-Rennen nicht das letzte in der zweiten Playoff-Stufe. Vielmehr können eventuelle Negativ-Ausreißer im Ergebnis diesmal noch korrigiert werden, und zwar am darauffolgenden Wochenende auf dem Kansas Speedway.

Erst in Kansas City fällt die Entscheidung, welche Fahrer sich beim Übergang der "Round of 12" zur "Round of 8" aus dem Kreis der Titelkandidaten 2017 verabschieden müssen. Nach aktuellem Stand der Dinge wären es Matt Kenseth, Brad Keselowski, Ryan Blaney und Ricky Stenhouse.

Martin Truex Jr. freilich genießt den Luxus, dass er dank des Charlotte-Sieges als einziger Fahrer schon jetzt sicher für die "Round of 8" qualifiziert ist.

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