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Oriol Servia: 56 Interviewanfragen nach Alonso-Ankündigung

18. April 2017 - 19:51 Uhr

Seit Fernando Alonso seinen Indy-500-Start verkündet hat, steht bei einem anderen Spanier das Telefon nicht mehr still - Das rät Oriol Servia dem Formel-1-Piloten

Oriol Servia
Ein bisschen im Stress: Oriol Servia ist plötzlich ein sehr gefragter Mann
© IndyCar

(Motorsport-Total.com) - Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe, nicht nur bei den Fans und Journalisten. Fernando Alonso wird das Indianapolis 500 2017 fahren. Das sorgte nicht nur für Überstunden in Redaktionen und hitzigen Diskussionen in Online-Foren, sondern auch für ein nicht mehr stillstehendes Telefon bei einem anderen Spanier: Oriol Servia, der die ganze Dramatik verschlief, hatte urplötzlich 56 verpasste Anrufe auf seinem Handy. Die spanischen Medien wollten wissen: Auf was lässt sich Alonso da ein?

Nachdem er erst einmal alles geordnet hat, hat sich der 42-Jährige, der es auf acht Teilnahmen am 500-Meilen-Rennen von Indianapolis und 14 mehr oder weniger vollständige IndyCar-/Champ-Car-Saisons bringt, mittlerweile geäußert. "Schlussendlich sind es auch nur ein paar Kurven", sagt er gegenüber 'Racer'. "Manchen fällt das leichter als anderen. Ich denke, es wird im gefallen. Wenn er erst einmal ein Gefühl für das (Oval-) Racing entwickelt hat, wird er überrascht sein, wie viel Spaß das macht."

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Servia, der den Ovalsport bereits in einem frühen Stadium seiner Karriere verinnerlichte, macht eine überraschende Ansage: "Alles geschieht auf einer Ovalstrecke langsamer. Ich weiß, das mag lustig oder merkwürdig klingen, weil die Geschwindigkeiten so hoch sind. Aber alles, was er im Cockpit tun muss, muss er langsamer machen. Jede einzelne Bewegung (am Lenkrad; Anm. d. Red.) ist wichtig. Man muss wohlüberlegt und berechnend vorgehen. Wie man seine Hände und Füße bewegt - alles fällt vorsichtiger aus." Für Alonso, der immer für einen aggressiven Fahrstil bekannt war, eine Umgewöhnung.

"Wenn er etwas lernen möchte, kann er mir ja für 500 Meilen folgen..."
Oriol Servia

Doch als einer der besten Autofahrer der Welt wird er sich drauf einschießen, glaubt Servia, der 126 IndyCar- und Champ-Car-Rennen auf sich vereint. "Er hat sich zusätzlichen Respekt bei mir verdient", fügt er hinzu. "Sich in diese Position zu bringen, erfordert dicke Eier. Hier kann es passieren, dass man auf der Geraden zwei Autos rechts und eines links neben sich hat. Da muss er vorausschauender fahren denn je. Es geht nicht nur um das Auto direkt vor dir. Du musst zwei, drei, vier Fahrzeuge nach vorn schauen und sehen, wo sie fahren, was sie tun, wie sie dein Auto beeinflussen und wie du es platzierst."

Servia selbst fiel das Fahren im Oval von Anfang an leicht, wie er sich erinnert: "Beim ersten Mal fühlte es sich so natürlich und normal an. Mein erster Test war damals in Homestead und ich war Zweitschnellster. Mein erstes Ovalrennen war dann Nazareth und ich habe mich auf Rang zwei hinter Christiano da Matta qualifiziert. Ich sehe keinen Grund, warum Fernando sich nicht ähnlich schnell wohlfühlen sollte, wenn er nach Indianapolis kommt. Er ist ein cleverer Kerl und wird ganz genau aufpassen." Einen Seitenhieb kann er sich dennoch nicht verkneifen: "Wenn er etwas lernen möchte, kann er mir ja für 500 Meilen folgen..."

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