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TV-Quoten USA: NASCAR kämpft weiter gegen Allzeittiefs

23. März 2017 - 12:21 Uhr

Die NASCAR-Quoten präsentieren sich auch unter dem neuen System schwach - IndyCar kann beim Saisonauftakt ebenfalls nicht ans Vorjahr anknüpfen

Martin Truex Jun.
NASCAR kann den Zuschauerrückgang im Fernsehen noch immer nicht stoppen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Der US-amerikanische Motorsport kommt aus der Quotenkrise nicht heraus. NASCAR kämpfte bei den ersten vier Rennen der Saison gegen Allzeittiefs an. Beim Daytona 500 konnte dank fernsehfreundlicherer Startzeit ein weiterer Verlust verhindert werden, doch die Rennen in Las Vegas und Phoenix erlebten jeweils Allzeittiefs mit teils dramatischen Verlusten. Der IndyCar-Saisonauftakt musste ebenfalls einen Zuschauerverlust gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Dafür gibt es immerhin Gründe.

NASCAR machte sich große Hoffnungen, mit dem neuen Format eine Trendwende einzuläuten. Bei den ersten vier Rennen der Saison war noch nicht viel davon zu sehen. Natürlich sind die Zahlen weiterhin auf hohem Niveau: Das Daytona 500 zog auf FOX Sports 11,9 Millionen Menschen vor den Fernseher, was einem Marktanteil von 6,6 Prozent entspricht. Das waren 500.000 Zuseher mehr als 2016. Nichtsdestotrotz ist der Marktanteil, der mit 6,6 Prozent gleich blieb, der zweitniedrigste seit Beginn der Daytona-500-Übertragungen im Jahre 1979 - trotz der Verlegung auf 14 Uhr Ortszeit statt 13 Uhr wie bisher.

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Die weiteren Rennen, ebenfalls alle auf FOX, mussten teils herbe Verluste hinnehmen: 6,6 Millionen Zuschauer in Atlanta bedeuteten einen Verlust von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Las Vegas fiel der Rückgang schon deutlicher aus: Sechs Millionen Zuschauer bedeuteten ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber den besten Zeiten von NASCAR in den 2000er-Jahren beläuft sich der Rückgang mittlerweile auf mehr als die Hälfte.

Den größten Verlust hatte das Rennen in Phoenix zu verkraften. Da der Lauf erstmals mit dem in den USA außerordentlich populären College-Sport (NCAA) kollidiert ist, fällt der Zuschauerrückgang mit 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr groß aus, als das Rennen für sich stand. Doch selbst verglichen mit den Zahlen aus Fontana vergangenes Jahr, das damals mit dem NCAA-Turnier kollidiert ist, ist der Rückgang dramatisch und beläuft sich auf nicht weniger als 20 Prozent. Selbst die Busch-Logano-Prügelei konnte NASCAR nicht aus dem Tief retten. Abgesehen vom College-Sport bleibt NASCAR trotzdem das größte Sportereignis im US-amerikanischen Fernsehen.

IndyCar tat sich beim Saisonauftakt ebenfalls schwer: 1,2 Millionen Zuschauer bedeuteten einen Rückgang von 14 Prozent. Die Sehbeteiligung von 0,8 Prozent ist gleichzeitig 20 Prozent niedriger als im Vorjahr, das ein Fünfjahreshoch markierte. Trotz des Rückgangs ist es noch immer das zweitstärkste St. Petersburg-Rennen seit 2012. Hier wirkten sich die ungewöhnlich frühe Startzeit von 12 Uhr und die Kollision mit der NHL und NCAA negativ aus. Das gleichzeitig stattfindende NHL-Match auf NBC konnte die ABC-Übertragung aus St. Petersburg allerdings knapp übertrumpfen.

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