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Keine Strafe gegen Logano und Busch nach Vegas-Eklat

16. März 2017 - 20:54 Uhr

Kyle Busch und Joey Logano gehen in einer NASCAR-Untersuchung des Kampfs beim Kobalt 400 2017 ohne Strafe aus - Ein Gespräch hat es schon gegeben

Kyle Busch
Kyle Busch entgeht nach den Vorfällen in Las Vegas einer Strafe
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die NASCAR-Saison 2017 hatte nach nur drei Rennen ihren ersten Kampf des Jahres, als Kyle Busch nach auf Joey Logano losging. Dieser hatte ihn zuvor in einem harten Zweikampf abgeschossen, nachdem Busch ihm ins Auto gefahren war, um dem beschädigten Fahrzeug von Brad Keselowski auszuweichen. Busch witterte Revanche und eröffnete daraufhin einen Kampf in der Boxengasse. NASCAR hat nun entschieden, beide Fahrer straffrei davonkommen zu lassen.

Busch, der den Kampf eröffnet hat, hat damit mehr Glück als Marcos Ambrose, der 2014 in Richmond Casey Mears geschlagen hat und 25.000 Dollar blechen musste. Kyle Busch hat sich zu den Vorfällen noch nicht geäußert. Allerdings haben die beiden Streithähne miteinander telefoniert. Das bestätigt Logano in der Race Hub Show von 'Fox Sport': "Ja, wir haben miteinander gesprochen. Ich habe ihn angerufen und ihm meine Version der Geschichte erzählt."

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"Was genau besprochen wurde, sagt er nicht, lässt aber durchblicken: "Wir werden zwei Versionen dieser Geschichte haben, wie so oft in unserem Sport. Aber der Punkt ist, dass wir leidenschaftliche Rennfahrer sind. Wir gehören zu den Besten des Sports. Wir sind aggressiv und dabei kollidiert." Heißt also: Kyle Busch glaubt weiterhin an Revanche. "Es war nicht beabsichtigt und wir müssen damit jetzt zurechtkommen", bekräftigt er noch einmal seine Unschuld.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Logano hatte es nach dem Kampf leicht, sich als moralischen Gewinner zu inszenieren. Er wurde angegriffen und Busch war es, der verwundet den Kampfplatz verließ. Und der Penske-Pilot lässt keine Gelegenheit aus, das noch einmal zu unterstreichen: "Ich habe versucht, ihn zu beruhigen und ihm zu erzählen, dass es keine Absicht gewesen sei. Scheint nur so, als hätte er keine große Lust gehabt, zu reden." Auch besteht er darauf, dass der Eröffnungsschlag nicht gesessen hat: "Mit meinen Ninja-Reflexen konnte ich mich weit genug zurücklehnen, dass es daneben ging. Ich bin nicht getroffen worden."

NASCAR kam der Vorfall nicht ungelegen, schließlich versucht die strauchelnde Meisterschaft derzeit neue Fans zu gewinnen und in die Schlagzeilen zu kommen. Deshalb erspart sich NASCAR-Chef Brian France, den Vorfall zu verurteilen. "Es ist ein emotionaler Sport", holt er im NASCAR-Radio 'SiriusXM' aus. "Es steht für diese Fahrer und Teams so viel auf dem Spiel. Es wird so viel von ihnen erwartet. Wenn also Dinge passieren - und sie passieren in solchen Rennen - kann man verstehen, dass die Emotionen überkochen."

Er stellte aber auch klar, dass er keine Racheaktion sehen wolle.

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