NASCAR auf Motorsport-Total.com
Aktuelle Bildergalerien
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
ANZEIGE
ANZEIGE
Die aktuelle Umfrage

Das neue NASCAR-Format ist...

Super, besser geht's nicht!
Gut, aber geht noch besser
Kein großer Unterschied zum alten
Nicht wirklich gut
Katastrophal
MOTORSPORT BEI SPORT1

Motorsport bei SPORT1


Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott20.02. 13:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott22.02. 13:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott23.02. 13:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott24.02. 13:00
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott26.02. 20:15
Motorsport-Total.com-Agentur

Content von Motorsport-Total.com

Seit 1997 vertrauen zahlreiche Unternehmen auf die Inhalte (News, Fotos, Datenbanken, etc.) der Motorsport-Total.com-Agentur. Wann dürfen wir Sie als Kunden begrüßen?

Referenzkunden:
· arcor.de
· auto, motor und sport
· Bild.de
· GMX.de
· msn.de
· sueddeutsche.de
· stern.de
· T-Online.de
· Web.de
· Eurosport Yahoo!
· u.v.m.
Mehr Informationen

Boston-Organisator veruntreute Geld in Millionenhöhe

27. Dezember 2016 - 14:32 Uhr

Die Boston-Aufarbeitung geht weiter: Ein US-amerikanischer Fernsehsender hat aufgedeckt, wohin John Casey und sein Stab die Gelder verteilt haben

Boston, Skyline
Das IndyCar-Rennen in Boston schien nie ernsthaft geplant gewesen
© IndyCar

(Motorsport-Total.com) - Die unrühmliche Geschichte um den Boston Grand Prix wird die IndyCar-Serie noch lange begleiten: Recherchen des Bostoner Fernsehsenders 'WCVB', der dem ABC-Netzwerk angehört, haben ergeben, dass Vermarktungschef John Casey das nie stattgefundene Rennen vor allem als Geldmaschine missbraucht hat. Lange war unklar, wohin die 1,6 Millionen Dollar aus Ticketvorverkäufen hingeflossen sind. Die Recherchen haben nun die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Das Geld wurde zu einem Großteil veruntreut.

Interesse an der Durchführung eines Rennens hat weniger bestanden, vielmehr war die Boston Grand Prix LLC ein Selbstbedienungsladen. Größter Profiteur war wenig überraschend Casey selbst. Der Geschäftsführer der mittlerweile pleite gegangenen Vermarktungsfirma erwies sich als erstaunlich auskunftsfreudig. 608.166 Dollar flossen in seine eigene Tasche, darüber hinaus erhebt er Anspruch auf weitere 377.834 Dollar. Macht unterm Strich nahezu eine Million Dollar Honorar für eine 18-monatige Tätigkeit. "So viel Geld habe ich nun wirklich nicht bekommen", lautet sein Kommentar.

ANZEIGE

Doch auch seine persönlichen Kosten wickelte er auf die Firma ab: 8.200 Dollar wanderten in eine Hypothek auf sein Haus, 6.000 Dollar in zwei Business-Suiten und 2.500 Dollar in eine Mitgliedschaft im Boston College Club. Ein unbekannter Betrag floss in die Beschaffung eines Porsches, den Casey bis heute fährt. Gelohnt hat sich das schmutzige Geschäft auch für eine weibliche Angestellte des Unternehmens, der Casey 200.000 Dollar aus der Firmenkasse zukommen ließ - als Geschenk.

Weiter hat die Firma 20.000 Euro für VIP-Karten für Eishockey-Spiele und ein Bruce-Springsteen-Konzert Konzert ausgegeben, ein kleinerer Betrag floss in den Erwerb von Tickets für andere IndyCar-Rennen. Auch eine Querfinanzierung zu anderen Firmen Caseys fand statt. Wie viel, lässt sich nicht mehr vollständig ermitteln, da eine offizielle Buchführung nie existiert hat.

Power vs. Pagenaud: Rückblick 2016

Will Power und Simon Pagenaud werden den IndyCar-Titel 2016 unter sich ausmachen - Ein Rückblick auf die Saison


16.09.2016
Foto 1 von 16
St. Petersburg: Während Will Power gesundheitsbedingt pausieren muss, fährt Pagenaud von Pole los. Er muss jedoch den Sieg an Juan Pablo Montoya abdrücken und wird Zweiter.
St. Petersburg: Während Will Power gesundheitsbedingt pausieren muss, fährt Pagenaud von Pole los. Er muss jedoch den Sieg an Juan Pablo Montoya abdrücken und wird Zweiter.

Die Recherchen bringen nicht nur Casey in juristische Bedrängnis, sondern auch den Bürgermeister Martin J. Walsh in politische. Dieser hat nach Meinung der Anwälte der geprellten IndyCar-Fans dem Treiben viel zu lange zugesehen. Aus den Recherchen ergibt sich, dass Casey zwei Lobbyisten (Dan Passacantilli und Chris Keohan) auf den Bürgermeister angesetzt hat - für 42.000 und 137.000 Dollar Vergütung. Der Bürgermeister von Boston wird 2017 neu gewählt.

IndyCar hat sich bereits im Sommer bereiterklärt, teilweise für den Schaden aufzukommen und Fans zu entschädigen. Den gesamten Schaden kann aber auch die amerikanische Rennserie nicht erstatten, die 925.000 Dollar begleichen etwas mehr als die Hälfte. Zahlreiche Sponsoren des Rennens müssen sich von ihrem Investment verabschieden. IndyCar hat die Boston Grand Prix LLC im Sommer verklagt.

Artikeloptionen
Artikel bewerten