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Weltrekord: Gil de Ferrans Erinnerungen an Fontana 2000

16. Januar 2016 - 18:00 Uhr

Wie Gil de Ferran mit seiner Qualifying-Runde beim CART-Saisonfinale 2000 in Fontana Geschichte schrieb und von welchem Geheimnis er erst 15 Jahre später erfuhr

Gil de Ferran in Fontana 2000
Fontana 2000: Gil de Ferran dreht die offiziell schnellste Runde aller Zeiten
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Rückblende: 28. Oktober 2000, California Speedway in Fontana: Im Qualifying zum Marlboro 500, dem Saisonfinale der CART-Serie, fährt der als Tabellenführer angereiste Penske-Pilot Gil de Ferran auf die Pole-Position und bringt sich damit in die bestmögliche Ausgangsposition, seinen ersten IndyCar-Titel unter Dach und Fach zu bringen.

Das Besondere dabei: De Ferran jagt seinen in Marlboro-Farben lackieren Reynard-Honda mit der Startnummer 2 derart schnell um das Zwei-Meilen-Oval, dass er einen Rekord aufstellt, der bis heute Bestand hat.

De Ferrans Rundenzeit bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von unglaublichen 241,428 Meilen pro Stunde (388,458 km/h). Auch mehr als 15 Jahre später steht diese Marke nach wie vor als die schnellste offiziell im Rahmen eines Rennwochenendes gefahrene Runde auf einer geschlossenen Rennstrecke in den Geschichtsbüchern.

Spezialmotor von Honda mit mehr als 1.000 PS

"Die Autos der damaligen Zeit waren einfach unglaublich toll zu fahren", erinnert sich de Ferran an die CART-Boliden der Saison 2000, deren damalige V8-Turbo-Motoren mit 2,65 Liter Hubraum in der Rennversion rund 950 PS auf den Asphalt brachten. "Es spielte keine Rolle, wie oft man diese Autos zuvor schon gefahren hatte. Wenn man in den Morgenstunden zur ersten Trainingsrunde auf die Strecke ging, musste man kurz darauf wieder an die Box gekommen und erst mal durchschnaufen. Man musste sich kurz sammeln, bevor man wieder loslegen konnte. Es war einfach eine unglaubliche Erfahrung", denkt der Brasilianer wehmütig an die CART-Serie zurück.

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Für das Qualifying zum alles entscheidenden Rennen der Saison 2000 auf dem California Speedway (heute: Auto Club Speedway) setzte Honda noch einen drauf. "Für Fontana brachte Honda einen Spezialmotor. Ein Freund von Honda hat mir 15 Jahre später erzählt, dass dieser Motor mehr als 1.000 PS hatte", erinnert sich de Ferran und offenbart damit, dass auch ihm die genaue Motorleistung, die er während seiner Rekordrunde zur Verfügung hatte, bis ins Jahr 2015 hinein unbekannt war.

Zwei Tage nach seiner Rekordrunde brachte de Ferran seinen Penske-Boliden im Rennen hinter Christian Fittipaldi und Roberto Moreno auf Platz drei ins Ziel und sicherte sich damit mit zehn Punkten Vorsprung auf Adrian Fernandez den CART-Titel 2000. Ein Jahr später verteidigte der Brasilianer seinen Titel erfolgreich, bevor er ab 2002 im Zuge des Penske-Rückzugs aus der CART-Serie in der rivalisierenden Indy-Racing-League (IRL) an den Start ging.

In der IRL gewann de Ferran in der Saison 2003 das Indy 500. Den Titel aber musste er am Saisonende Ganassi-Pilot Scott Dixon überlassen - nicht zuletzt deshalb, weil er sich beim heftigen Crash mit Andretti/Green-Pilot Michael Andretti auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix Rückenverletzungen zuzog, die ihn zum Auslassen eines Rennens (Motegi) zwangen.

Unmittelbar nach dem Gewinn des Vizetitels in der IRL-Saison 2003 hängte de Ferran seinen IndyCar-Helm an den Nagel und widmete sich in den Folgejahren Management-Aufgaben. So war er im Zeitraum 2005 bis 2007 Sportdirektor des Formel-1-Teams BAR beziehungsweise Honda. Anschließend gründete er sein eigenes Team de Ferran Motorsports, das vor allem bei Langstreckenrennen wie etwa in der American-Le-Mans-Series (ALMS) Erfolge feierte.

Als Teambesitzer konnte de Ferran schließlich der Versuchung nicht widerstehen, selbst noch einmal ins Cockpit zu klettern. Nach dem Vizetitel in der ALMS-Saison 2009, den er gemeinsam mit dem heutigen Penske-Piloten Simon Pagenaud errang, zog sich der Brasilianer endgültig vom aktiven Motorsport zurück. Heute lebt er mit seiner Familie in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida. Tochter Anna de Ferran ist mit dem letztjährigen Ganassi-Piloten Sage Karam liiert.

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