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Stenhouse: Rookie-Duell gegen Danica

02. Januar 2013 - 17:01 Uhr

Mit Ricky Stenhouse stößt das nächste Roush-Talent in den Sprint-Cup - der 25-Jährige freut sich auf das Rookie-Duell gegen Danica Patrick

Ricky Stenhouse
Ricky Stenhouse kommt als zweifacher Nationwide-Champion in den Cup
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Keine Frage - er hat in der NASCAR-Saison 2013 eine extrem große Lücke zu stopfen. Ricky Stenhouse Jr. ist der Nachfolger von Matt Kenseth und ab sofort wird im Roush-Ford mit der Startnummer 17 Platz nehmen. Keine leichte Aufgabe, denn Kenseth fuhr für dieses erfolgsverwöhnte Team im Jahr 2003 zum NASCAR-Titel. 24 seiner 472 Sprint-Cup-Rennen gewann Kenseth, darunter zweimal "Great American Race", das Daytona 500.

Und genau in diesem Daytona 500 wird der 25-jährige Stenhouse am 24. Februar 2013 sein Debüt in der Startnummer 17 geben. Bisher kam der Youngster aus Olive Branch im US-Bundesstaat Mississippi auf nur fünf Sprint-Cup-Einsätze für die Wood Brothers 2011 und zuletzt in der Saison 2012 viermal im momentan stillgelegten Roush-Ford mit der Startnummer 6.

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Stenhouse wird 2013 also mit Danica Patrick (Stewart/Haas-Chevy) um den Rookie-Titel streiten. Die Beiden verbindet seit den gemeinsamen Nationwide-Zeiten eine enge Freundschaft, die einige US-Boulevardgazetten bereits als Liebelei verdichten wollen. "Das wird lustig", meint Stenhouse in Bezug auf das anstehende Rookie-Duell. "Aber im Cup-Auto werde ich ihr nicht mehr so viel helfen können. Sie hat ja schon mehr Cup-Rennen als ich gefahren."

Roush als Talentfabrik

Kunststück, denn auch für Rookie Stenhouse kommen ab sofort eine Menge neue Dinge ins Spiel. Der Youngster wuchs auf den lokalen Dirt-Tracks der Südstaaten auf und arbeitete sich klassisch über die Sprint Cars (Sprint-Cars, nicht Sprint-Cup; Anm. d. Red.) und die Serien des USAC (United States Automobile Club) nach oben. 2008 gewann er als Development-Driver für Jack Roush um ein Haar den ARCA-Titel: Sein damaliger Konkurrent hieß Scott Speed (Red Bull), der Stenhouse mit einem Revanchefoul im letzten Saisonrennen aufs Korn nahm. Den ARCA-Titel staubte Justin Allgaier ab.

Ricky Stenhouse, Danica Patrick
Danica Patrick und Ricky Stenhouse sind gute Freunde
© NASCAR

Als ihn sein Förderer Jack Roush anschließend in einen Nationwide-Ford steckte, verursachte ein sehr aggressiv zu Werke gehender Stenhouse erst einmal jede Menge Schrott: Fünf Crashes in den ersten 12 Saisonrennen 2010 sorgten fast für einen Rauswurf, Stenhouse fand sich kurzzeitig sogar auf der Ersatzbank wieder. Der Warnschuss half: 2011 und 2012 gewann er zweimal in Folge die Meisterschaft in der zweiten NASCAR-Liga.

"Viele Teambesitzer hätten damals das Handtuch geworfen", gibt sich der streng gläubige Stenhouse ehrlich. "Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, dann hätte ich vermutlich ähnlich gehandelt. Mein Start war sehr holprig, aber Jack hat an mich geglaubt. Er ist ein toller Owner und ich fühle mich fast wie in einer Familie." Und es ist eine typische Roush-Entwicklung, denn wie Kenseth, Greg Biffle und Carl Edwards fällt auch Stenhouse in die Reihe der Roush-Stars, die sich der Ford-Zampano über die Jahre selbst herangezüchtet hatte.

Noch ein Jahr Nationwide

Eigentlich sollte Stenhouse bereits in der Saison 2012 den vakanten Roush-Ford mit der Startnummer 6 übernehmen. "Darüber haben wir lange gesprochen", bestätigt er. "Aber dafür gab es zu wenig Sponsoren und mir war es sowieso lieber, noch ein Jahr in der Nationwide-Serie zu verbringen." Wie vereinbart, kam es zum Saisonende 2012 noch zu drei Sprint-Cup-Auftritten in Dover, Charlotte und Homestead, "damit ich mich ein wenig auf den Cup einschießen konnte."

Ricky Stenhouse
Ricky Stenhouse gewann bisher acht Nationwide-Rennen
© NASCAR

Trotz der Empfehlung zweier Nationwide-Titel en suite bleibt Stenhouse auf dem Boden der Tatsachen: "Mir fehlt es noch an Geduld", gibt er selbstkritisch zu. "Ich fahre jede einzelne Runde noch zu hart. Es ist zwar ohne jeden Zweifel schon wesentlich besser als 2010, aber da gibt es noch viel Luft nach oben." So steht zu vermuten, dass im Roush-Team mit der Startnummer 17, in dem der ruhige Kenseth im vergangenen Jahrzehnt zum "Mr. Konstant" der NASCAR wurde, ab sofort etwas turbulentere Zeiten anbrechen.

Sein Nationwide-Konkurrent Elliott Sadler, der im Titelrennen zweimal knapp unterlag, ist übrigens überzeugt davon, dass Stenhouse sofort ein Chase-Kandidat sein wird. Der Rookie selbst will sich nicht unter Druck setzen lassen: "Ich freue mich auf das neue Jahr, denn da wird durch das neue Auto ganz allgemein einiges geboten sein", orakelt Stenhouse. "Und ich freue mich darauf, dass Danica und ich den 'Rookie of the Year' ausfechten werden."

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