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Starker Biffle kann den Sack nicht zumachen

15. Dezember 2012 - 15:06 Uhr

Kein anderer Sprint-Cup-Pilot lag in der Saison 2012 länger an der Tabellenspitze als Greg Biffle - Platz fünf ist also eine kleine Enttäuschung

Greg Biffle
Für den so stark auftrumpfenden Greg Biffle war Gesamtrang 5 nicht gut genug
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Chase 2012 lag Greg Biffle in der Sprint-Cup-Gesamtwertung nie schlechter als auf Platz vier. Mit zwei Saisonsiegen in Texas und Michigan konnte sich der 42-Jährige aus Vancouver sogar viele Wochen lang an der Tabellenspitze sonnen. Doch ein schlechter Playoff-Auftakt in Chicagoland (13.), Loudon (18.) und Dover (16.) machte all seine Titelhoffnungen früh zunichte. 51 Punkte betrug sein Rückstand auf die Spitze.

"Es war ja nicht so, dass da nur zwei oder drei Gegner waren, gegen die du aufholen musstest", schildert der Roush-Pilot sein Problem. "Das war eine immens schwierige Aufgabe, denn eigentlich musste ich danach alle anderen um sechs bis acht Positionen hinter mir lassen. Das war zuviel." Zum Chase-Ende war Biffle sechsmal in die Top 10 gefahren und holte sich immerhin noch Gesamtrang fünf - Schadensbegrenzung.

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Denn nach seinem so starken Saisonstart 2012 ist dies eigentlich eine Enttäuschung, aber Routinier Biffle will in seiner Analyse das Positive in den Vordergrund rücken: "Zwei Saisonsiege und in der regulären Saison über die Hälfte der Zeit an der Tabellenspitze zu liegen, ist ein starkes Statement für Crewchief Matt Puccia und viele meiner Jungs in deren erster vollen Saison", unterstreicht der langjährige Ford-Pilot.

Biffle weiß: "Kein anderer befand sich länger als wir auf Platz 1 und am Ende Rang 5 zu holen, ist schon eine starke Leistung. Auf der anderen Seite ist es dann gleichzeitig etwas enttäuschend, dass wir den Titel eben nicht holen konnten, oder wenigstens bis zum Schluss darum gekämpft haben." So bleibt sein Vizetitel aus dem Jahr 2005 nach wie vor seine beste Sprint-Cup-Abschlussposition.

Was ist nun im kommenden Jahr zu erwarten? Es bleibt abzuwarten, ob und wie stark das gesamte Roush-Team durch den Abgang von Matt Kenseth zu Joe Gibbs Racing geschwächt wird. Dessen Nachfolger ist der junge Ricky Stenhouse, der mit der Empfehlung zweiter Nationwide-Titel in den Sprint-Cup aufsteigt. Wie sich Carl Edwards nach seiner unterirdischen Saison 2012 erholten kann, birgt ebenfalls ein Fragezeichen. Ist also wieder Biffle das Pferd, auf das Jack Roush setzen muss?

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