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Kein Friede zwischen Gordon und Bowyer

01. Dezember 2012 - 12:40 Uhr

Clint Bowyer würdigte Jeff Gordon in der gesamten Las-Vegas-Woche keines Blickes - der Kalifornier stellt sich auf einen Revancheakt 2013 ein

Jeff Gordon, Clint Bowyer
Das Revanchefoul und die Folgen: Jeff Gordon (24) rammt Clint Bowyer (li.)
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Es brodelt im Fahrerlager. Clint Bowyer und Jeff Gordon haben sich auch drei Wochen nach den Vorfällen von Phoenix nicht ausgesprochen. Auf der gesamten Champions Week von Las Vegas machte vor allem Bowyer keinerlei Anstalten, etwaige Friedensgespräche auch nur ansatzweise zu unternehmen. Im Gegenteil: Der Waltrip-Pilot würdigte Gordon keines Blickes, allen Anfragen zu diesem Thema wich er aus.

"Wen interessiert das denn?", erwiderte Bowyer mehrfach und fügte an: "Gütiger Gott, das ist doch nicht meine Geschichte. Ich muss nicht darüber sprechen." Zudem kündigte er an, dass er diese Sache "nicht auflösen wird. Und das wird vermutlich auch nicht mehr in diesem Jahr geschehen, denn in diesem Jahr gibt es keine Rennen mehr."

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Der Zwist zwischen den beiden Kontrahenten begann im April 2012, als Bowyer beim letzten Restart in Martinsville nach einem kleinen Schubser von Ryan Newman in Gordon und dessen Hendrick-Teamkollegen Jimmie Johnson krachte. Danach gerieten die beiden mehrfach aneinander, in Phoenix eskalierte sie Situation schließlich und endete in einem bösen Revanchefoul Gordons.

Das dazu führte, dass der Waltrip-Pilot alle mathematischen Titelchancen verlor. So entging dem Kalifornier die offen zur Schau getragene Antipathie Bowyers nicht. "Das ist schon komisch", sagte Gordon in Las Vegas. "Ich dachte eigentlich, dass er wenigstens soweit über die Sache hinweg gekommen ist, dass er mir in die Augen schauen kann. Aber das ist nicht der Fall."

Jeff Gordon, Clint Bowyer
Verstanden sich eigentlich immer gut: Clint Bowyer und Jeff Gordon
© NASCAR

Es könnte also durchaus sein, dass zu Saisonbeginn 2013 irgendwann einmal "Payback-Time" ist. Gordon stellt sich jedenfalls mental darauf ein: "Vielleicht braucht dieser Sport eine Rivalität und vielleicht ist es das nun. Aber seltsam ist das schon, denn Clint kommt mit jedem hier gut aus - auch mit mir. Zumindest bis vor kurzem. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet, aber ich muss damit umgehen."

Sollte eine Bowyer-Attacke kommen, ist Gordon vorbereitet. "Ich möchte hart und sauber fahren, aber wenn das nicht geht, dann werde auch ich entsprechend handeln. Ich glaube nicht, dass die Leute so etwas von mir erwartet haben. Auch ich nicht, aber so ist es in diesem Jahr gekommen. So etwas passiert nun einmal. Ich dachte nicht, dass ich so reagieren würde, aber ich weiß, warum ich so reagiert habe."

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