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Vorschau Homestead: "Bad Brad" oder "Five Time"?

15. November 2012 - 17:33 Uhr

Am Sonntagabend kommt es in Homestead zum finalen Duell zwischen Brad Keselowski und Jimmie Johnson - 'Motorvision TV' überträgt live ab 20:00 Uhr

Tony Stewart
Wer hält am Sonntagabend den Meisterpokal in seinen Händen?
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Was am 27. Februar 2012 in Daytona begann, befindet sich knapp neun Monate später vor dem Abschluss. Nach insgesamt 36 langen Rennwochenenden wird am Sonntagabend in Südflorida der NASCAR-Champion des Jahres 2012 feststehen. Zur Auswahl stehen nur noch zwei Piloten: Tabellenführer Brad Keselowski (Penske-Dodge) oder sein Verfolger Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet). Der Rest hat seit Phoenix auch rechnerisch keine Chancen mehr.

Es ist das Duell des Shooting-Stars gegen den Platzhirsch. Der unbekümmerte Youngster Keselowski geht dabei mit einem Vorsprung von 20 Punkten in das Duell mit dem NASCAR-Dominator der vergangenen Jahre. Die Mathematik ist denkbar einfach: Sollte der blaue Penske-Dodge mit der Startnummer 2 mindestens auf Rang 15 ins Ziel kommen, kann Johnson machen, was er will. Dann geht der Titel zum ersten Mal seit 1975 wieder an einen Dodge-Piloten.

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Der Grund ist schnell erklärt: Keselowski kann im NASCAR-Chase 2012 eine sagenhafte Konstanz vorweisen. Zwei Siege (Chicagoland und Dover), darüber hinaus fast immer in den Top 10. Sein schlechtestes Playoff-Resultat holte der Mann aus dem US-Bundesstaat Michigan in Charlotte mit Rang 11. Dies aber nur, weil man sich mit dem Sprit verpokerte. In Charlotte führte Keselowski 139 der 334 Runden - und wird in Homestead mit genau diesem Chassis antreten.

Zum Vergleich: Auch Johnson gewann zwei Chase-Rennen (Martinsville und Texas), leistete sich aber in Talladega (17.) und vor allem am vergangenen Wochenende in Phoenix (32.) zwei vielleicht folgenschwere Ausrutscher. Gerechnet auf die durchschnittlichen Platzierungen im bisherigen NASCAR-Chase 2012 hat Keselowski die Nase gegenüber Johnson mit 5,3 zu 7,9 vorne.

Noch ist nichts entschieden

Brad Keselowski, Jimmie Johnson
Brad Keselowski und Jimmie Johnson: Wer krönt sich zum neuen Champion?
© NASCAR

Daraus leitet sich eine Prognose für den Rennsonntag ab: Johnson muss voll auf Angriff setzen, um mit einem Sieg und den meisten Führungsrunden seine Ausgangslage so positiv wie möglich zu gestalten. Keselowski muss wiederum nicht anderes machen, was er im Chase 2012 bisher so eindrucksvoll hinbekam: Ein problemloses Rennen in den Top 10 und - wenn möglich - unter dem Ausschluss aller Risiken.

Die es in den 267 Runden durchaus gibt: Ein Defekt, ein Fehler in der Boxengasse, ein Lackaustausch mit einem Konkurrenten - und schon könnte es in der Gesamtwertung wieder mächtig eng werden. Und: 2010 verlor Tabellenführer Denny Hamlin in Homestead den Titel an Johnson, 2011 geschah das Gleiche mit Carl Edwards, der so hauchdünn den Kürzeren gegen Tony Stewart zog.

Doch auch abseits dieses Duells stellen sich einige Fragen: Wie wird zum Beispiel Clint Bowyer (Waltrip-Toyota) mit seinem "Phoenix-Spezi" Jeff Gordon und dessen Hendrick-Chevy umgehen? Können starke Außenseiter wie Kyle Busch (Gibbs-Toyota), Mark Martin (Waltrip-Toyota) oder sogar Carl Edwards, Greg Biffle oder Matt Kenseth (alle Roush-Ford) um den Sieg mitfahren? Homestead war in der Vergangenheit eine Strecke, auf der die Ford-Truppe von Jack Roush gerne und regelmäßig die Nase vorne hatte.

Keine Frage: Eine Top-Vorstellung dieser Störenfriede würde natürlich Brad Keselowski in die Karten spielen, denn eines sagt die Statistik auch aus - Homestead ist eine der ganz wenigen NASCAR-Strecken, auf der Jimmie Johnson noch nie gewinnen konnte. Warum? Weil er es im Titelkampf ganz einfach noch nie wirklich musste. Ändert sich dieses Blatt am Sonntagabend? Kann Johnson das Penske-Team unter Druck setzen und vielleicht in einen Fehler hetzen?

Motorvision live ab 20:00 Uhr

Tony Stewart, Carl Edwards
Homestead-Finalthriller 2011: Tony Stewart (vorne) gegen Carl Edwards
© NASCAR

Das 1,5 Meilen-Oval von Homestead liegt nicht weit entfernt vom berühmten Highway Nr. 1 zwischen Miami und den Florida-Keys, und ist noch eine vergleichsweise junge NASCAR-Anlage. Der Baubeginn war im August 1993, ein Jahr nach dem verheerenden Hurrikan Andrew. Das erste Nationwide-Rennen mit dem Sieger Dale Jarrett wurde im November 1995 ausgetragen. Im Originallayout hatte die Strecke - wie der Indianapolis Motor Speedway - vier flache Linkskurven.

Nach zwei Umbauten in den Jahren 1997 und zuletzt 2003 gibt es heute ein progressiv ansteigendes Banking, das in der obersten Spur eine Kurvenüberhöhung von 20 Grad aufweist. Seit dem letzten Umbau besitzt Homestead auch ein Beleuchtungssystem, das insgesamt 2,4 Millionen Watt Leuchtleistung aufbringen kann - genug um eine ganze amerikanische Kleinstadt mit Strom zu versorgen.

Die Gesamtkapazität der Anlage, in der über 1.000 Palmen angepflanzt wurden, umfasst für NASCAR-Verhältnisse eher bescheidene 65.000 Tribünenplätze, doch auch im Infield finden einige tausend Camper ein Plätzchen. Allerdings gibt es dort zwei künstlich angelegte Seen, von denen der größere der beiden immerhin so tief ist, dass dort ein sechsstöckiges Wohngebäude komplett versinken würde.

47 Sprint-Cup-Piloten haben für das Ford EcoBoost 400 auf dem Homestead/Miami Speedway gemeldet. Das Qualifying steigt am Freitagabend um kurz nach Mitternacht, die Startflagge für die 267 entscheidenden Runden auf dem 1,5-Meilen-Oval fällt am Sonntagabend gegen 21:15 Uhr. 'Motorvision TV' überträgt das NASCAR-Finale aus Homestead live ab 20:00 Uhr, wie immer inklusive der kompletten Pre-Race-Show. Am Mikrofon sitzen Stefan Heinrich und Pete Fink.

Die Meldeliste für Homestead:

01. 1 Jamie Murray (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
02. 2 Brad Keselowski (Penske-Dodge)
03. 5 Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet)
04. 6 Ricky Stenhouse (Roush-Ford) - Q
05. 9 Marcos Ambrose (Petty-Ford)
06. 10 David Reutimann (Baldwin-Chevrolet)
07. 11 Denny Hamlin (Gibbs-Toyota)
08 13 Casey Mears (Germain-Ford)
09. 14 Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet)
10. 15 Clint Bowyer (Waltrip-Toyota)
11. 16 Greg Biffle (Roush-Ford)
12. 17 Matt Kenseth (Roush-Ford)
13. 18 Kyle Busch (Gibbs-Toyota)
14. 19 Mike Bliss (Tristar-Toyota) - Q
15. 20 Joey Logano (Gibbs-Toyota)
16. 21 Trevor Bayne (Wood-Ford) - Q
17. 22 Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
18. 23 Scott Riggs (Richardson-Chevrolet)
19. 24 Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet)
20. 26 Josh Wise (Front-Row-Ford) - Q
21. 27 Paul Menard (Childress-Chevrolet)
22. 29 Kevin Harvick (Childress-Chevrolet)
23. 30 David Stremme (Inception-Toyota) - Q
24. 31 Jeff Burton (Childress-Chevrolet)
25. 32 Ken Schrader (FAS-Ford)
26. 33 Stephen Leicht (Childress-Chevrolet) - Q
27. 34 David Ragan (Front-Row-Ford)
28. 36 Dave Blaney (Baldwin-Chevrolet)
29. 37 J.J. Yeley (Gunselman-Chevrolet) - Q
30. 38 David Gilliland (Front-Row-Ford)
31. 39 Ryan Newman (Stewart/Haas-Chevrolet)
32. 42 Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
33. 43 Aric Almirola (Petty-Ford)
34. 47 Bobby Labonte (JTG-Toyota)
35. 48 Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet)
36. 51 Regan Smith (Phoenix-Chevrolet)
37. 55 Mark Martin (Waltrip-Toyota)
38. 56 Martin Truex Jr. (Waltrip-Toyota)
39. 78 Kurt Busch (Furniture-Row-Chevrolet)
40. 79 Reed Sorenson (GoGreen-Ford) - Q
41. 83 Landon Cassill (BK-Toyota)
42. 87 Joe Nemechek (Nemco-Toyota) - Q
43. 88 Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet)
44. 91 Jason Leffler (Tristar-Toyota) - Q
45. 93 Travis Kvapil (BK-Toyota)
46. 98 Michael McDowell (Parsons-Ford) - Q
47. 99 Carl Edwards (Roush-Ford)

Der Zeitplan von Homestead:

Freitag:
19:30 - 21:00 Uhr: Erstes Freies Training
ab 24:00 Uhr: Sprint-Cup Qualifying

Samstag:
ab 2:00 Uhr: Truck-Finale
19:00 - 20:00 Uhr: Zweites Freies Training
21:00 - 21:50 Uhr: Happy-Hour (Abschlusstraining)
ab 22:30 Uhr: Nationwide-Finale

Sonntag:
ab 21:00 Uhr: Sprint-Cup-Finale in Homestead (Ford EcoBoost 400)

Alle Homestead-Sieger auf einen Blick:

1999 Tony Stewart (Gibbs-Pontiac)
2000 Tony Stewart (Gibbs-Pontiac)
2001 Bill Elliott (Evernham-Dodge)
2002 Kurt Busch (Roush-Ford)
2003 Bobby Labonte (Gibbs-Chevrolet)
2004 Greg Biffle (Roush-Ford)
2005 Greg Biffle (Roush-Ford)
2006 Greg Biffle (Roush-Ford)
2007 Matt Kenseth (Roush-Ford)
2008 Carl Edwards (Roush-Ford)
2009 Denny Hamlin (Gibbs-Toyota)
2010 Carl Edwards (Roush-Ford)
2011 Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet)

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