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Chase 2012: Die Jagd ist eröffnet

10. September 2012 - 02:00 Uhr

Zwölf NASCAR-Piloten kämpfen an den zehn bevorstehenden Wochenenden um den Titel des Sprint-Cup-Champions 2012 - Favoriten und Underdogs im Überblick

Martin Truex Jun., Matt Kenseth, Clint Bowyer, Kasey Kahne, Kevin Harvick, Greg Biffle, Tony Stewart, Jimmie Johnson, Dale Earnhardt Jun., Denny Hamlin, Brad Keselowski, Jeff Gordon
Diese zwölf NASCAR-Piloten machen den Sprint-Cup-Titel 2012 unter sich aus
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Nach 26 Rennen der Regular-Season geht es in den kommenden zehn Wochen ums Eingemachte: Die als Chase betitelten Playoffs der NASCAR-Saison stehen an. Gesucht wird der Sprint-Cup-Champion 2012 und somit der Nachfolger von Tony Stewart. Neben Stewart selbst, der auch diesmal wieder mit dabei ist, schicken sich elf weitere Piloten an, am 18. November in Homestead den begehrten Sprint Cup in die Höhe zu stemmen.

Nachdem sich Kasey Kahne und Jeff Gordon am Sonntag in Richmond noch ins Feld der Chase-Teilnehmer gefahren haben, kann die Jagd auf den diesjährigen NASCAR-Titel beginnen. Los geht's am kommenden Sonntag auf dem Chicagoland Speedway und spannende Fragen gibt es im Chase 2012 beinahe so viele wie Teilnehmer.

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Schafft Tony Stewart die erfolgreiche Titelverteidigung? Kann Denny Hamlin seinen Schwung aus der Regular-Season mitnehmen und seinen ersten Titel an Land ziehen? Holt sich Jimmie Johnson Titel Nummer sechs? Gelingt Brad Keselowski das ganz große Abschiedsgeschenk für Dodge? Holt Publikumsliebling Dale Earnhardt Jr. in den Playoffs zum ganz großen Schlag in Form seines ersten Sprint-Cup-Titels aus? Führt Greg Biffle die Ford-Power zu Meisterehren?

Kann Jeff Gordon seine Pechsträhne aus der ersten Saisonhälfte endgültig ablegen und den "Drive for Five" erfolgreich zum Abschluss bringen? Drehen Kasey Kahne oder Clint Bowyer in ihrer ersten Saison im neuen Team erst dann so richtig auf, wenn es darauf ankommt? Schafft Matt Kenseth in der letzten Saison für sein aktuelles Team den großen Coup? Belohnt Martin Truex Jr. das in ihn gesetzte Vertrauen mit dem ersten Sprint Cup für sich und Teambesitzer Michael Waltrip? Oder macht Kevin Harvick im Chase seinem Spitznamen alle Ehre?

Denny Hamlin

Denny Hamlin
Denny Hamlin (Gibbs-Toyota): Vier Saisonsiege - 2012 Punkte
© NASCAR

Nach der regelbedingten Angleichung der Punkte an den Wert 2000 geht Denny Hamlin dank seiner vier Siege im Verlauf der Regular-Season (Phoenix, Kansas City, Bristol, Atlanta) als Führender der Gesamtwertung in den Chase. Mit einer schwachen Saison 2011 im Rücken, meldete sich der Fahrer des Gibbs-Toyota mit der Startnummer 11 in diesem Jahr eindrucksvoll zurück.

Als einziger Fahrer im gesamten Starterfeld schaffte Hamlin in diesem Jahr das Kunststück, zwei Rennen in Folge zu gewinnen. Mit seinen jüngsten Triumphen in Bristol und Atlanta löste der Gibbs-Pilot frühzeitig das Chase-Ticket und machte sich gleichzeitig zu einem der ganz großen Favoriten auf den diesjährigen NASCAR-Titel. Nach der knappen Niederlage gegen Jimmie Johnson beim Saisonfinale 2010 wäre ein Erfolg nicht nur eine große Genugtuung, sondern auch der erste Titel überhaupt für Hamlin.

Mit Darian Grubb weiß Hamlin in diesem Jahr jenen Crewchief an seiner Seite, der in der vergangenen Saison Tony Stewart zum Titel führte. Doch nicht nur dieser Umstand könnte sich für den Gibbs-Piloten als gutes Omen herausstellen. Am 18. November, dem Tag des Saisonfinales in Homestead, feiert Hamlin seinen 32. Geburtstag. Macht sich der Vize-Champion des Jahres 2010 selbst das größte Geschenk?

Jimmie Johnson

Jimmie Johnson
Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet): Drei Saisonsiege - 2009 Punkte
© NASCAR

Nach zuvor fünf Titeln in Folge musste Jimmie Johnson in der vergangenen Saison zusehen, wie sich Tony Stewart zum NASCAR-Champion kürte. Aufgrund seines Punktabzugs beim Saisonauftakt in Daytona startete Hendrick-Pilot Johnson gar mit einem negativen Punktekonto in die Saison 2012. Davon ließ er sich gemeinsam mit seinem langjährigen Crewchief Chad Knaus aber ebenso wenig ablenken wie von fünf DNFs - und damit der höchsten Ausfallquote aller zwölf Titelkandidaten - im Verlauf der ersten 26 Rennen.

Von seiner ungewöhnlich hohen Ausfallrate einmal abgesehen, präsentierte sich Johnson in diesem Jahr schon im 26 Rennen umfassenden Aufgalopp zum Chase stark wie selten zuvor. Gleich auf mehreren Gebieten führt der Fahrer des Hendrick-Chevrolet mit der Startnummer 48 die Statistiken des gesamten Feldes an: Meiste Top-5-Platizerungen (12), meiste Top-10-Platzieurngen (17 gemeinsam mit Dale Earnhardt Jr.) und meiste Führungsrunden (1033).

Mit diesen Zahlen stellte Johnson im mittlerweile neunten Jahr seit Einführung des Chase-Formats seine neunte Teilnahme am Titelkampf sicher. Mit dem 200. Sieg für Hendrick Motorsports sorgte der Kalifornier im Mai in Darlington schon einmal für einen historischen Moment. Lässt "Five Time" am 18. November in Homestead in Form seines sechsten Titels einen weiteren historischen Moment folgen?

Tony Stewart

Tony Stewart
Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet): Drei Saisonsiege - 2009 Punkte
© NASCAR

Der amtierende NASCAR-Champion fährt seiner überragenden Form aus dem Chase 2011 derzeit noch hinterher. Mehr noch als in den Rennen ist der Stewart/Haas-Boss in diesem Jahr im Qualifying verwundbar. Mit einer durchschnittlichen Startposition von 17,8 weist Stewart den schlechtesten Wert aller zwölf Chase-Teilnehmer auf.

Anders sieht es bei den Rennergebnissen aus. Mit seinem neuen Crewchief Steve Addington startete Stewart ausgesprochen stark ins Jahr seiner Titelverteidigung und hatte nach fünf Rennen schon zwei Siege (Las Vegas und Fontana) auf dem Konto. Anschließend ging die Formkurve der Startnummer 14 dann etwas nach unten und "Smoke" fiel neben einem weiteren Sieg (Daytona) vor allem durch seinen Helmwurf gegen Matt Kenseth in Bristol auf.

Ob der Champion des Vorjahres während der kommenden zehn Wochen einen ähnlichen Durchmarsch wie im vergangenen Herbst wird hinlegen können, bleibt abzuwarten. Mit Platz vier am Sonntag in Richmond machte Stewart nicht nur seine Position unter den Top 10 der Gesamtwertung dingfest, sondern nahm damit auch die neun Bonuspunkte für seine drei Saisonsiege in Anspruch. Somit weist "Smoke" zu Beginn des Chase genau wie Jimmie Johnson lediglich drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Denny Hamlin auf.

Brad Keselowski

Brad Keselowski
Brad Keselowski (Penske-Dodge): Drei Saisonsiege - 2009 Punkte
© NASCAR

Ebenfalls mit drei Zählern Rückstand auf Denny Hamlin geht dessen einstiger Intimfeind Brad Keselowski in den Chase. Hamlin war es, der den inzwischen eher selten gebrauchten Spitznamen "Bad Brad" einst kreierte. Im bisherigen Saisonverlauf machte Keselowski in erster Linie durch starke Leistungen von sich reden. Bei den zurückliegenden zehn Rennen verpasste der Penske-Fahrer nur ein einziges Mal die Top 10.

Keselowski trägt sein Herz auf der Zunge und sagt stets, was er denkt. Damit ist der 28-Jährige aus Michigan mittlerweile selbst im meist locker wirkenden NASCAR-Umfeld eine Ausnahme. Und auch auf der Strecke legt der Fahrer des blauen Penske-Dodge mit der Startnummer 2 die nötige Kompromisslosigkeit an den Tag. Zuletzt musste dies Kyle Busch in der letzten Runde in Watkins Glen erfahren.

Schafft Keselowski als einziger Dodge-Pilot im Chase in der Abschiedssaison der US-Traditionsmarke tatsächlich den Titelgewinn? Mit seiner Konstanz (drei Siege, zehn Top-5- und 15 Top-10-Platzierungen bei nur einem Ausfall) meldete der Shooting-Star des Jahres 2011 jedenfalls große Ansprüche auf den Titel an.

Greg Biffle

Greg Biffle
Greg Biffle (Roush-Ford): Zwei Saisonsiege - 2006 Punkte
© NASCAR

Hinter Hamlin, Johnson, Stewart und Keselowski startet Greg Biffle dank zweier Saisonsiege mit sechs Bonuspunkten in die NASCAR-Playoffs, die er im vergangenen Jahr noch deutlich verpasst hatte. Unter der Regie von Crewchief Matt Puccia, mit dem er seit Sommer 2011 zusammenarbeitet, führte Biffle die Gesamtwertung 2012 über Monate hinweg an.

Mit einer durchschnittlichen Startposition von 9,0 ist der Fahrer des Roush-Ford mit der Startnummer 16 nicht nur der beste und konstanteste Qualifier im gesamten NASCAR-Feld 2012, mit einer durchschnittlichen Position von 9,65 in den Rennen ist der 42-Jährige aus dem US-Bundesstaat Washington auch dann der Beste, wenn es um Punkte geht. Zudem sah Biffle als einer von nur zwei Chase-Teilnehmern bei allen 26 Rennen die Zielflagge.

Das Ford-befeuerte Roush-Paket ist speziell auf den 1,5-Meilen-Ovalen jederzeit für eine Demütigung der Konkurrenz gut. Dieser Streckentyp ist auch im diesjährigen Chase-Fahrplan mit fünf Stationen wieder am häufigsten vertreten. Für die Titelambitionen von Biffle und der Roush-Truppe wird es daher von entscheidender Bedeutung sein, wie er sich auf den kürzeren Ovalen in Loudon, Dover, Martinsville und Phoenix aus der Affäre ziehen kann.

Clint Bowyer

Clint Bowyer
Clint Bowyer (Waltrip-Toyota): Zwei Saisonsiege - 2006 Punkte
© NASCAR

Nach sechs Jahren in Diensten von Richard Childress stieß Clint Bowyer im vergangenen Winter zu Michael Waltrip Racing und schaffte in seiner ersten Saison für das Team auf Anhieb die Chase-Qualifikation. An der Spitze des Feldes zeigte sich der Fahrer des Toyota Camry mit der Startnummer 15 aber eher selten. Ganze 185 Runden - und damit die wenigsten aller Chase-Teilnehmer - lag der 33-Jährige aus Kansas in diesem Jahr auf Platz eins.

Mit 15 Top-10-Platzierungen im Verlauf der Regular-Season bewies Bowyer aber, dass er die nötige Konstanz durchaus aufzubringen vermag. Die Zusammenarbeit mit Crewchief Brian Pattie, der in der Vergangenheit im Earnhardt/Ganassi-Lager für Juan Pablo Montoya zuständig war, klappt im Falle Bowyer inzwischen hervorragend, wie zwei Siege und insgesamt sechs Top-5-Platzierungen aus den ersten 26 gemeinsamen Rennen unter Beweis stellen.

Neben Gibbs-Speerspitze Denny Hamlin und seinem eigenen Waltrip-Teamkollegen Martin Truex Jr. ist Clint Bowyer einer von drei Toyota-Piloten im diesjährigen Chase-Feld. Für das Team des zweifachen Daytona-500-Siegers Michael Waltrip ist es im sechsten Jahr der Zugehörigkeit zur Top-Klasse Sprint Cup die erste Chase-Teilnahme überhaupt.

Dale Earnhardt Jr.

Dale Earnhardt Jun.
Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet): Ein Saisonsieg - 2003 Punkte
© NASCAR

Der unbestrittene Liebling der NASCAR-Massen konnte nach vierjähriger Durststrecke im Juni dieses Jahres endlich wieder einen Sieg verbuchen. Auf den Triumph beim Quicken Loans 400 auf dem Michigan Speedway ließ "Junior" bis heute zwar keinen weiteren folgen, dennoch ist der 38-Jährige in diesem Jahr ein Musterbeispiel an Konstanz.

Mit 17 Top-10-Platzierungen stellt Earnhardt den Bestwert von Hendrick-Teamkollege Jimmie Johnson ein. Ein anderer Punkt könnte von entscheidender Bedeutung sein: Neben Greg Biffle ist Earnhardt der einzige Fahrer im diesjährigen Feld der Titelkandidaten, der sich noch keinen Ausfall leistete. Hält er diesen Trend bis zum 18. November in Homestead aufrecht, so würde er sich den aus der Chase-Vergangenheit erfahrungsgemäß fast unvermeidlichen Negativ-Ausreißer ersparen.

Earnhardt greift mittlerweile im fünften Jahr für Rick Hendrick ins Lenkrad und steht für "Mr. H" nach 2008 und 2011 zum dritten Mal im Chase. Die Chancen, seinen ersehnten ersten Sprint-Cup-Titel an Land zu ziehen, waren für "Junior" sicherlich nie besser als im diesem Jahr. Mit Crewchief Steve Letarte versteht sich der Fahrer mit der Startnummer 88 inzwischen blind. Aus den Reihen des Hendrick-Teams war Earnhardt im bisherigen Saisonverlauf mit Abstand der konstanteste Pilot.

Matt Kenseth

Matt Kenseth
Matt Kenseth (Roush-Ford): Ein Saisonsieg - 2003 Punkte
© NASCAR

Matt Kenseth legte zu Beginn der vergangenen Woche endlich die Karten auf den Tisch und verkündete nach Monaten der Spekulation, dass er ab dem kommenden Jahr einen Toyota fahren wird. Nach 13 Jahren am Steuer eines Roush-Ford wechselt der mittlerweile 40-Jährige zur Saison 2013 zu Joe Gibbs Racing.

In seiner Abschiedssaison für Jack Roush würde sich der NASCAR-Champion von 2003 liebend gern zum zweiten Mal die Krone aufsetzen. Mit bisher 15 Top-10-Platzierungen präsentiert sich Kenseth auch in diesem Jahr wieder ausgesprochen konstant. Der Ex-Champ ist neben Teamkollege Greg Biffle einer von nur zwei Ford-Piloten im Chase.

Genau wie Biffle kann auch der Fahrer des Roush-Ford mit der Startnummer 17 beinahe blind darauf zählen, dass ihn das starke FR9-Triebwerk nicht im Stich lassen wird. Mit den Plätzen eins, drei und drei setzte sich Kenseth vor allem bei den drei Restrictor-Plate-Rennen des Jahres in Daytona (zweimal) und Talladega nachhaltig in Szene. Seinen zweiten Daytona-500-Sieg hat Kenseth seit Montag, dem 27. Februar im Sack. Folgt am 18. November in Homestead auch der zweite Titel?

Kevin Harvick

Kevin Harvick
Kevin Harvick (Childress-Chevrolet): Kein Saisonsieg - 2000 Punkte
© NASCAR

Über weite Strecken der Regular-Season blieb "Mister Where Did He Come From?" Kevin Harvick ausgesprochen blass. Erst nachdem man sich im Lager von Richard Childress Racing vor wenigen Wochen auf die erfolgreiche Vergangenheit besann und Harvick wieder seinen langjährigen Crewchief Gil Martin an die Seite stellte, wurden die Performance und die Ergebnisse der Startnummer 29 besser.

Mangels eines Saisonsieges muss Harvick den Chase ohne Bonuspunkte unter die Räder nehmen. Seine 229 Führungsrunden sind auch nicht gerade berauschend, die jüngste Tendenz geht aber auch in diesem Bereich nach oben.

Wie schon im vergangenen Jahr ist Harvick auch diesmal wieder der einzige Vertreter von Richard Childress Racing, der den Einzug in die NASCAR-Playoffs erfolgreich gemeistert hat. Ob es für den frischgebackenen Vater im Verlauf der anstehenden zehn Rennen zum großen Durchbruch reicht, bleibt abzuwarten.

Martin Truex Jr.

Martin Truex Jr. (Waltrip-Toyota): Kein Saisonsieg - 2000 Punkte
© NASCAR

Martin Truex Jr. ist neben Clint Bowyer das zweite Eisen von Michael Waltrip Racing im Chase-Feuer. Im Gegensatz zum zweifachen Saisonsieger Bowyer stand Truex in diesem Jahr zwar noch nicht in der Victory Lane, dennoch wirkte der Fahrer des blauen Waltrip-Toyota mit der Startnummer 56 über die Saison gesehen mindestens genauso stark wie der von Richard Childress Racing hinzugestoßene Neuankömmling - wenn nicht sogar stärker.

Mit seinen 423 Führungsrunden muss sich "T-Rex" nicht verstecken. Im entscheidenden Moment schaffte es der 32-Jährige aus New Jersey aber schon mehrfach, einen bereits sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand zu geben.

Sein einziger Cup-Sieg datiert bis in die Saison 2007 - damals noch in Diensten von Dale Earnhardt Inc. (DEI) - zurück. Dennoch ist Truex, der erst vor wenigen Tagen einen neuen mehrjährigen Vertrag bei Michael Waltrip unterschrieb, im Chase jederzeit eine Überraschung zuzutrauen.

Kasey Kahne

Kasey Kahne
Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet): Zwei Saisonsiege - 2000 Punkte
© NASCAR

Kasey Kahne stieß zu Beginn der laufenden Saison zu Hendrick Motorsports und übernahm dort das Auto mit der legendären Hendrick-Startnummer 5. Die Domäne des 32-Jährigen aus dem US-Bundesstaat Washington ist vor allem das Qualifying, wie er mit dem zweitbesten Quali-Schnitt hinter Greg Biffle nachdrücklich unterstreicht.

Was die Rennergebnisse betrifft, so brauchte Kahne bei seinem neuen Team eine gewisse Anlaufzeit. Nicht selten war es jedoch unglaubliches Pech, das ihn im Rennen an einer ähnlich guten Platzierung wie im Qualifying hinderte.

Das sich Kahne am Sonntag nicht über die Gesamtpunktzahl, sondern über die erste von zwei Wildcards in Chase-Feld fuhr, muss er trotz zweier Saisonsiege (Charlotte und Loudon) ohne Bonuspunkte auskommen. Man darf gespannt sein, wie sich Kahne in den Playoffs gegen seine arrivierten Hendrick-Teamkollegen Jimmie Johnson, Dale Earnhardt Jr. und Jeff Gordon schlagen wird.

Jeff Gordon

Jeff Gordon
Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet): Ein Saisonsieg - 2000 Punkte
© NASCAR

Als zwölfter und letzter Fahrer stellte Jeff Gordon am Sonntag in Richmond seine Teilnahme am diesjährigen NASCAR-Titelkampf sicher. Der Dauerpechvogel der ersten Saisonhälfte schob sich mit seinem zweiten Platz in Richmond beim gleichzeitigen 15. Platz von Hauptkonkurrent Kyle Busch buchstäblich in letzter Sekunde doch noch in den Kreis der diesjährigen Titelkandidaten.

Der Cut gelang Gordon genau wie Teamkollege Kasey Kahne via Wildcard. Demzufolge geht auch der Kalifornier am kommenden Sonntag mit 2000 Punkten und somit zwölf Zählern Rückstand auf Leader Denny Hamlin ins erste der zehn Chase-Rennen.

Jeff Gordons Zahlen aus dem bisherigen Saisonverlauf lesen sich nicht zuletzt aufgrund seiner unsäglichen Pechsträhne wenig berauschend und der einzige Saisonsieg für den Hendrick-Chevrolet mit der Startnummer 24 kam erst im August in Pocono durch eine gehörige Portion Glück zustande. Als es am Sonntag in Richmond darauf ankam, waren Gordon und sein von Crewchief Alan Gustafson geführtes Team aber zur Stelle. Bringt der vierfache NASCAR-Champion im Alter von 41 Jahren den "Drive for Five" erfolgreich zum Abschluss?

Champion Tony Stewart als Vorbild für die Underdogs

Auch wenn sich anhand der Statistiken des bisherigen Saisonverlaufs gewisse Favoriten- und Underdog-Rollen abzuzeichnen scheinen, so zeigt nicht zuletzt das Beispiel Tony Stewart aus der vergangenen Saison, dass im Chase alles anders kommen kann als erwartet.

Nach einer äußerst dezenten Regular-Season, die ihn erst in Richmond den Sprung ins Chase-Feld bewältigen sah, setzte Stewart bei den zehn Playoff-Rennen zu einem nie zuvor gesehenen Durchmarsch an und holte sich dank fünf Siegen tatsächlich den Titel des Sprint-Cup-Champions 2011.

Aufgrund der Tatsache, dass Stewart den Titel gegen Carl Edwards nach dem zehnten und letzten Chase-Rennen in Homestead erst über einen Tie-Breaker in Form der Saisonsiege sicherstellte, ist zumindest eines klar: Noch knapper kann die Entscheidung in diesem Jahr nicht ausfallen. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass es auf dem Weg dorthin weniger spannend zugehen wird.

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