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Details zur Tragödie von Pocono

07. August 2012 - 01:19 Uhr

Tragödie in der NASCAR: Ein 41-jähriger Familienvater verlor am Sonntag bei einem Blitzeinschlag auf dem Pocono Raceway sein Leben

Regen in Pocono
Ein toter NASCAR-Fan: Pocono erlebte einen schwarzen Sonntag
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Nach und nach sickern immer mehr Details zur Tragödie von Pocono durch, die am Sonntagabend nach einem Blitzeinschlag kurz nach dem Rennabbruch in Runde 98 ein Todesopfer forderte. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um den 41-jährigen Brian Zimmerman aus Moosic im US-Bundesstaat Pennsylvania, der eine Frau und drei Kinder hinterlässt.

Insgesamt gab es nach offiziellen Angaben zwei Blitzeinschläge binnen weniger Minuten, bei denen noch neun weitere Personen der insgesamt 85.000 Zuschauer verletzt wurden. Ein verletzter Fan wird nach wie vor im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr scheint nicht mehr zu bestehen: Sein Zustand wurde am Montag von "kritisch" auf "stabil" herabgesetzt.

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Der so folgenschwere Blitzeinschlag geschah nur sieben Minuten nach dem Rennende auf dem Parkplatz zwischen Turn 3 und der Haupttribüne. Nach Aussage des zuständigen Gerichtsmediziners ist es noch unklar, ob Zimmerman zum Zeitpunkt des Einschlags im Auto saß oder nur nahe bei seinem Auto stand. Umstehende Zuschauer hätten sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, drei Minuten nach dem Einschlag seien die ersten medizinischen Hilfskräfte vor Ort gewesen.

Etwa eine Stunde nach dem Vorfall wurde Zimmerman in einem nahe gelegenen Krankenhaus für tot erklärt. Der Blitzeinschlag muss so heftig gewesen sein, dass ihn selbst Pocono-Sieger Jeff Gordon in der Boxengasse hörte. "Man spürte, dass es sehr nahe gewesen sein muss", sagte Gordon. "Es ist jemandem etwas passiert und das nimmt dir natürlich die Freude über diesen Sieg weg."

Zeitpunkt des Blitzeinschlags denkbar ungünstig

Tony Stewart
Nach dem Rennen ging ein heftiges Unwetter über der Strecke nieder
© NASCAR

NASCAR betonte unterdessen, dass man die Zuschauer vor dem nahenden Unwetter gewarnt habe. Der nationale Wetterdienst gab um 16:12 Uhr Ortszeit eine Warnung heraus, das Pocono-Rennen wurde um 16:54 Uhr Ortszeit abgebrochen. "Die Entscheidung in Bezug auf das Rennen ist unsere", sagte NASCAR-Sprecher David Higdon. "Die Verantwortung für das Gelände und die Fans tragen die Promoter."

Doch natürlich will NASCAR nach dieser Tragödie "unsere Prozeduren überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Auch Pocono wird ein gründliches Review durchführen." Am Montag wehten an der Strecke die Flaggen auf Halbmast. "Wir werden aus dem Vorfall lernen und nach weiteren Strategien zum Schutz unserer Besucher suchen", heißt es in einem offiziellen Statement der Streckenbetreiber. Zudem wurde bereits ein Hilfsfond für die Hinterbliebenen eingerichtet.

Bleibt natürlich die Frage offen, was in solch einem Fall, wenn also 85.000 Zuschauer gleichzeitig Schutz vor einem heftigen Unwetter suchen, gemacht werden kann. "Leider hätte das Timing des Blitzeinschlags nicht schlimmer sein können", sagte Harry Lewis, der zuständige Polizei-Chef der Region Pocono, gegenüber 'NASCAR.com'. "Es haben sich zu diesem Zeitpunkt unglaublich viele Menschen in diesem Bereich aufgehalten und die Schutzmöglichkeiten waren einfach begrenzt."

Keine offiziellen Vorwürfe gegenüber den Streckenbetreibern also. Was bleibt, sind die Beileidsbekundungen, die Pocono-Streckenchef Brian Igdalsky am Montag auszusprechen hatte: "Wir sind von den gestrigen Ereignissen erschüttert. Unsere Fans sind für uns wie eine Familie und wir sprechen unser tiefstes Beileid gegenüber allen Betroffenen und deren Familien aus. Natürlich an erster Stelle der Familie Zimmerman."

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