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Allgaier siegt im Montreal-Chaos

19. August 2012 - 00:47 Uhr

Wieder einmal bot das Nationwide-Rennen von Montreal jede Menge Action: Justin Allgaier siegt überraschend - Jacques Villeneuve und Danica Patrick im Pech

Justin Allgaier
Justin Allgaier gewann in Montreal ein chaotisches Nationwide-Rennen
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Justin Allgaier ist der überraschende Sieger eines wie erwartet chaotischen Nationwide-Rennens von Montreal. Der 26-Jährige aus Illinois profitierte von insgesamt drei Green-White-Checkered-Verlängerungen und hatte aufgrund seiner Dreistopp-Strategie am Ende noch genug Benzin im Tank, um Leader Jacques Villeneuve (Penske-Dodge; 3.) in der letzten Runde anzugreifen und entscheidend aus der Balance zu bringen.

Damit gewann das Turner-Team nach dem Truck-Sieg von Nelson Piquet Jr. nur wenige Stunden später auch in der zweiten NASCAR-Liga. "Ich dachte wirklich, dass ihm das Benzin ausgegangen wäre, denn er war plötzlich extrem langsam unterwegs", schilderte Allgaier seinen insgesamt dritten Nationwide-Erfolg. Dazu kam noch ein "leichter Verbremser", was Villeneuve letztlich den Heimsieg kostete.

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Zwischen die beiden mogelte sich Sam Hornish Jr. im zweiten Penske-Dodge, der im Zuge der Allgaier-Attacke ebenfalls an seinem Teamkollegen vorbeiziehen konnte. Hornish, der zu Beginn ein starkes Rennen fuhr, war nach zwei Fremdkontakten binnen weniger Runden scheinbar aussichtslos zurückgefallen, hatte sich aber im so verrückten Montreal-Finale wieder nach vorne gearbeitet. Zudem war er aufgrund eines späten Stopps (Runde 71) einer der wenigen Piloten ohne Spritprobleme.

So wurde Villeneuve in seinem Heimrennen wieder einmal zur tragischen Figur. 43 Runden der insgesamt 81 Umläufe (geplant waren 74) lag der dominierende Kanadier in Front. Er leistete sich jedoch wieder einmal ein äußerst zweifelhaftes Manöver, als er in Runde 66 seinen zu diesem Zeitpunkt kurzzeitig führenden Landsmann Alex Tagliani (Turner-Chevrolet; 22.) ausgangs Kurve zwei gnadenlos anrempelte und in einen Dreher zwang.

Wieder kein Villeneuve-Sieg

Unvergessen bleibt auch Villeneuves Abschuss von Road America, als er Danica Patrick in der allerletzten Runde aufs Horn nahm. Trotzdem beschwerte sich der Formel-1-Weltmeister nach der Zieldurchfahrt bitter bei Sieger Allgaier über dessen beinhartes Manöver. 19 NASCAR-Rennen (dreimal Sprint-Cup, neunmal Nationwide und siebenmal Trucks) hat der Kanadier nun bestritten, aber so dicht vor seinem ersten NASCAR-Sieg befand er sich noch nie.

Zudem entpuppte sich Villeneuve als wahrer Spritsparmeister, denn aufgrund der zahllosen Runden unter Gelber Flagge am Ende schaffte er es tatsächlich mit einer Zwei-Stopp-Strategie über die Ziellinie. Der weiße Penske-Dodge mit der Startnummer 22 war in Runde 46 (!) zum letzten Mal beim Tanken gewesen. Erst wenige Meter hinter der Ziellinie lief der rund 650 PS starke V8-Motor trocken.

Rang vier ging an Elliott Sadler (Childress-Chevrolet), der mit diesem starken Resultat seine Führung in der Nationwide-Gesamtwertung nun deutlich ausbauen konnte. Beim allerletzten Restart lag Sadler, der von Beginn an auf eine Dreistopp-Strategie gesetzt hatte, sogar noch auf Rang zwei. Mit Blick auf die Meisterschaft bot er in den beiden Schlussrunden aber nur wenig Gegenwehr gegen Allgaier und Hornish.

Letzterer setzte seinen Lauf fort und ist nun punktgleich mit Ricky Stenhouse (Roush-Ford; beide -22 Punkte) Gesamtzweiter. "Ich dachte schon, dass wir heute ein Siegerauto haben würden", gab sich Hornish nicht ganz zufrieden mit Platz zwei. Immerhin: "Bei mir läuft es gerade ziemlich gut, ich kann mich eigentlich nicht beschweren." Youngster Austin Dillon (-35 Punkte) im zweiten Childress-Chevy bot ein extrem konservatives Rennen, ging in einer der GWC-Verlängerungen an die Box zum Tanken und wurde Neunter.

Starke Patrick wieder im Pech

Danica Patrick
Eine starke Danica Patrick (7) lag immerhin 20 Runden lang in Front
© NASCAR

Großes Pech hatte erneut Danica Patrick (27.). Die 31-Jährige arbeitete sich von ihrem Startplatz vier zunächst auf Rang zwei nach vorne, bevor sie im Rahmen der ersten Gelbphase (sie hatte unmittelbar zuvor getankt) sogar die Führung übernahm. Anschließend hielt Patrick 20 Runden lang die Konkurrenz in Schach, bevor sie kurz nach Rennhalbzeit auf Rang zwei liegend mit einem Hinterachsdefekt weit zurück geworfen wurde.

Kurios: In Runde 40 traf Patrick in Führung liegend einen Schuh, den ein Fan auf die Strecke geworfen hatte. Unmittelbar danach begannen ihre technischen Probleme, die nach den ersten Vermutungen ihres JR-Teams aber wahrscheinlich aus der Qualifikation herrühren, als ihr giftgrüner Chevy einmal hart über die Randsteine räuberte.

Nach Patrick übernahm wieder Villeneuve das Kommando. Einzig ein Banzai-Restart von Tagliani in Runde 63, als sich der zweite Local-Hero quasi durch die beiden Penske-Dodge hindurchkämpfte, änderte kurzzeitig die Reihenfolge an der Spitze. Villeneuves Revancheaktion folgte nur drei Umläufe später. Tagliani versuchte bei einem weiteren Restart zwei Runden vor Schluss ein ähnliches Manöver und verursachte in Kurve 1 damit ein Kuddelmuddel, was die erste Verlängerung zur Folge hatte.

Zu diesem Zeitpunkt lag Stenhouse auf Rang zwei und wollte zuviel: Auf der Anfahrt zur ersten Schikane nach des schnellen Esses griff er Leader Villeneuve an, drehte sich und verlor entscheidend an Boden. Am Ende belegte Stenhouse nur Platz 12. Es war übrigens exakt die gleiche Stelle, an der später Sieger Allgaier seine entscheidende Attacke gegen Villeneuve setzte. Unter dem Strich hat Montreal also auch in seiner sechsten Auflage allerbeste Eigenwerbung betrieben, um irgendwann einmal ein Sprint-Cup-Rennen ausrichten zu dürfen.

Die Top 10 von Montreal:

01. Justin Allgaier (Turner-Chevrolet)
02. Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
03. Jacques Villeneuve (Penske-Dodge)
04. Elliott Sadler (Childress-Chevrolet)
05. Ron Fellows (JR-Chevrolet)
06. Michael McDowell (Gibbs-Toyota)
07. Mike Wallace (Phoenix-Chevrolet)
08. Billy Johnson (Roush-Ford)
09. Austin Dillon (Childress-Chevrolet)
10. Kyle Busch (Busch-Toyota)
---
12. Ricky Stenhouse (Roush-Ford)
22. Alex Tagliani (Turner-Chevrolet)
27. Danica Patrick (JR-Chevrolet)
29. Patrick Carpentier (Waltrip-Toyota)

Die Top 10 der Gesamtwertung (nach 22/33 Läufen):

01. Elliott Sadler - 824 Punkte
02. Ricky Stenhouse -22
03. Sam Hornish Jr. -22
04. Austin Dillon -35
05. Justin Allgaier -68
06. Michael Annett -134
07. Cole Whitt -191
08. Mike Bliss -215
09. Brian Scott -284
10. Joe Nemechek -318
---
11. Danica Patrick -320

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