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Wild-Card-Rennen: Kahne plötzlich auf Pole-Position

15. Juli 2012 - 23:45 Uhr

Das Rennen um die beiden Wild-Cards gestaltet sich denkbar knapp: Kasey Kahne übernahm mit seinem Loudon-Sieg die Führung vor Kyle Busch

Kasey Kahne
Strahlender Loudon-Sieger: Kasey Kahne fährt voll auf Chase-Kurs
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Die Regelung ist bekannt: Nach Saisonrennen Nummer 26 (Richmond am 8. September 2012) ziehen die besten Zehn der Sprint-Cup-Gesamtwertung in den diesjährigen NASCAR-Chase ein. Dazu gesellen sich zwei Wild-Card-Piloten, die in der Tabelle auf den Positionen elf bis 20 stehen und bis dahin die meisten Saisonsiege erzielt haben. Loudon führte in dieser Wertung zu einer wichtigen Veränderung.

Kasey Kahne gewann nach dem Coca-Cola 600 auf dem Charlotte Motor Speedway sein zweites Saisonrennen und ist nun neuer Gesamtzwölfter. Dies ist gleichbedeutend damit, dass der Hendrick-Neuzugang durch seine beiden Siege nun die Nummer eins in der Wild-Card-Liste ist. Bei nur noch sieben ausstehenden Qualifikationsrennen war dies ein Riesenschritt für den 32-Jährigen.

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Die zweite Wild-Card würde derzeit an Kyle Busch (Gibbs-Toyota) gehen, der in Richmond ein Saisonrennen gewann und mit 545 Punkten auf Rang 13 der Tabelle notiert. Wie eng es zugeht, verdeutlicht Ryan Newman. Auch der Stewart/Haas-Pilot gewann ein Saisonrennen in Martinsville und hat als 14. gerade 536 Punkte auf dem Konto. Dies würde also haarscharf um winzige neun Zähler nicht reichen.

Ganz ähnlich steht es um Joey Logano in einem weiteren Gibbs-Toyota. Der Pocono-Sieger hat als 16. bisher 533 Meisterschaftspunkte eingefahren und würde wie Newman denkbar knapp scheitern. Kahne, Kyle Busch, Newman und Logano sind bislang die einzigen vier Piloten zwischen Platz elf und 20, die ein oder mehrere Saisonrennen gewinnen konnten.

Schlechte Karten hat also zum Beispiel Carl Edwards. Der Roush-Pilot notiert auf Gesamtplatz elf, was ihm aber nichts nützt, denn er rangiert in Sachen Playoffs damit hinter dem Sieger-Quartett. Gleiches gilt natürlich für Paul Menard (15.) und vor allem für Jeff Gordon (17.). Für Juan Pablo Montoya (21.) müsste schon ein mittleres Weltwunder her, wenn der Kolumbianer noch in den Chase kommen will.

Aber: Mit Indianapolis und Watkins Glen folgen noch zwei Strecken, auf denen Montoya durchaus zum erweiterten Favoritenkreis zählt. Was natürlich auch für Jeff Gordon zutrifft. Das Beispiel Kasey Kahne verdeutlicht zudem, dass in der Sprint-Cup-Saison 2012 vermutlich zwei Einzelsiege her müssen, um eine echte Chance auf eine der beiden Wild-Cars zu haben.

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