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Kurt Busch is back: Sieg im Nationwide-Thriller in Daytona!

07. Juli 2012 - 04:55 Uhr

Kurt Busch schenkt sich und dem Phoenix-Team den Nationwide-Sieg in Daytona - Chaos in der Schlussphase - Danica Patrick unschuldiges Crash-Opfer

Mike Wallace, Brad Keselowski, Kurt Busch, James Buescher
Beim Big-One in Runde 65 hatte der spätere Sieger Kurt Busch (1) großes Glück
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Kurt Busch kann nicht nur neben der Strecke austeilen. Auch mit dem Gasfuß weiß das "Enfant Terrible" der NASCAR nach wie vor umzugehen. Das Nationwide-Rennen in Daytona lieferte in der Nacht von Freitag auf Samstag den Beweis: Der ältere der beiden Busch-Brüder setzte sich im Green-White-Checkered-Finale gegen den amtierenden Nationwide-Champion Ricky Stenhouse (Roush-Ford) durch und holte sich seinen ersten Sieg in Diensten des Phoenix-Teams von James Finch.

"Wow, wir haben gerade in Daytona gewonnen", jubelte Kurt Busch in der Victory Lane und schob hinterher: "Diese Jungs bei Phoenix sind unglaublich. Leidenschaft geht in diesem unterfinanzierten Team über alles. Was mich betrifft, so bin ich nichts anderes als ein Racer. Entweder du gibst alles oder du lässt es bleiben." Diesen Leitspruch nahm sich Kurt Busch im Subway Jalapeno 250 wahrlich zu Herzen. Nach einem Big-One in Runde 65 war auch sein Phoenix-Chevy mit der Startnummer 1 gezeichnet und musste in der Folge notdürftig repariert. Der zuletzt arg gebeutelte Busch ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und schlug im Finale gnadenlos zu.

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An der hinteren Stoßstange von Kurt Busch musste sich Nationwide-Champion Ricky Stenhouse im Green-White-Checkered-Finish mit Platz zwei begnügen. Auf dem Weg dorthin hatte er 24 Runden vor Schluss zunächst den Turner-Chevrolet von Brad Sweet (24.) aus dem Weg geräumt. Sechs Runden später war es Jeffrey Earnhardt (Ware-Ford; 30.), der sich nach einem Push von Stenhouse aus einem starken Rennen verabschieden musste und auf den Roush-Piloten alles andere als gut zu sprechen war.

Austin Dillon verliert Platz drei auf den letzten Metern

Im dramatischen Finale schien Austin Dillon (Childress-Chevrolet; 4.) eine Woche nach seinem Nationwide-Premierensieg auf dem Weg zu Platz drei. Nach seiner Rückversetzung vom Ende des Feldes kommend, verlor der Kentucky-Sieger wenige Meter vor der Ziellinie den schwarzen Chevrolet Impala seines Großvaters Richard Childress aus der Kontrolle und rodelte durchs Infield. Grund für den Abflug in letzter Sekunde war, dass Dillon im Draft zwischen Stenhouse und Michael Annett (Petty-Ford; 3.) eingeklemmt wurde. Im Gras kreuzte der Childress-Enkel die Linie immerhin noch als Vierter und schob sich damit in der Gesamtwertung bis auf zwei Punkte an Teamkollege Elliott Sadler (6.) heran.

Sadler hatte im Finale mit Joey Logano (Gibbs-Toyota; 5.) zusammengespannt. Nach Passieren der Weißen Flagge hatte das Duo aber keine Chance gegen die schnelleren Tandems Kurt Busch/Stenhouse und Dillon/Annett. Während Dillon trotz seines Abflugs auf den letzten Metern noch als Vierter ins Ziel rodelte, brach dahinter das Chaos aus und sorgte auch nach Fallen der Karierten Flagge für diverse verbogene Nationwide-Autos. Unter anderem Kyle Busch (Busch-Toyota; 23.) musste sich aus einem arg ondulierten Fahrzeug schälen. Johanna Long - neben Danica Patrick die zweite Dame im Starterfeld - wurde durch den Crash in der absoluten Schlussphase um eine Top-10-Platzierung gebracht und schließlich auf Rang zwölf gewertet.

Danica Patrick (JR-Chevrolet; 31.) nahm das Rennen aus Reihe zwei in Angriff und übernahm in Runde 18 mit dem Penske-Dodge von Brad Keselowski (35.) am Heck erstmals die Führung. Im Verlauf fiel sie etwas zurück, anders als die übrigen Fahrzeuge im Feld ging der diesmal in Weiß gehaltene JR-Chevy von Patrick aber auch in Alleinfahrt wie die Feuerwehr und die 30-Jährige konnte sich scheinbar nach Belieben die jeweils schnellste Spur aussuchen.

Als in Runde 41 nach einem Dreher von Mike Wallace (Davis-Chevrolet; 36.) in Turn 2 die zweite Gelbphase des Abends herauskam, ließ Danica Patrick als Einzige nur zwei neue Reifen aufziehen und fand sich beim folgenden Restart erneut an der Spitze wieder. Derweil drehte Wallace nach seinem Dreher und dem folgenden Restart funkensprühend seine Runden mitten im Feld und setzte sich wenig später seinerseits an die Spitze.

Big-One mit 16 Autos und Danica-Patrick-Crash

In Runde 65 kam dann, was kommen musste: Der erste Big-One des Abends. Ein versuchter Positionstausch des Tandems Mike Wallace/Kevin Harvick ging schief und riss weitere 14 Piloten ins Verderben. Neben Wallace und Harvick gehörten Brad Keselowski, Kyle Busch, Clint Bowyer, James Buescher und Cole Whitt zu denjenigen, die mit verbogenem Auto ihre Box aufsuchten, dadurch aussichtslos zurückfielen oder ganz aufgeben mussten. Der spätere Sieger Kurt Busch sowie Elliott Sadler und Johanna Long trugen ebenfalls Kampfspuren davon.

Keine 20 Runden später erwischte es dann auch Danica Patrick, nachdem sie dem Chaos zuvor genau wie Justin Allgaier (Turner-Chevrolet; 7.) knapp entgangen war. Jeffrey Earnhardt, Enkel von "Intimidator" Dale Earnhardt, drehte sich in seinem siebten Nationwide-Rennen ausgangs von Turn 2. Ursache war ein Push von Ricky Stenhouse, der damit nach Brad Sweet den zweiten Fahrer aufs Korn nahm. Im nachfolgenden Chaos war es Danica Patrick, die den härtesten Schlag einstecken musste.

Der JR-Chevy der Amazone krachte mit vollem Hammer in die Safer-Barrier auf der Innenseite der Gegengeraden. Just diese Mauer war der Ex-IndyCar-Pilotin bereits im Februar im Rahmen ihres ersten Sprint-Cup-Wochenendes beim Gatorade-Duel zum Verhängnis geworden. "Es ist ein Jammer, denn das Auto war heute höllisch schnell. Ich hätte das Rennen gewinnen können", so der enttäuschte Kommentar von Danica Patrick nach ihrem Ausfall. Die nächste Chance erhält sie genau wie alle anderen Nationwide-Piloten am kommenden Wochenende auf dem flachen Ein-Meilen-Oval in Loudon, New Hampshire.

Die Nationwide-Top-10 aus Daytona:

01. Kurt Busch (Phoenix-Chevrolet)
02. Ricky Stenhouse (Roush-Ford)
03. Michael Annett (Petty-Ford)
04. Austin Dillon (Childress-Chevrolet)
05. Joey Logano (Gibbs-Toyota)
06. Elliott Sadler (Childress-Chevrolet)
07. Justin Allgaier (Turner-Chevrolet)
08. Mike Bliss (TriStar-Toyota)
09. Timmy Hill (Ware-Chevrolet)
10. Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
---
12. Johanna Long (ML-Chevrolet)
23. Kyle Busch (Busch-Toyota)
26. Clint Bowyer (Gibbs-Toyota)
28. Kevin Harvick (Childress-Chevrolet)
29. Cole Whitt (JR-Chevrolet)
30. Jeffrey Earnhardt (Ware-Ford)
31. Danica Patrick (JR-Chevrolet)
35. Brad Keselowski (Penske-Dodge)

Der Nationwide-Gesamtstand (Top 10 nach 16/33 Rennen):

01. Elliott Sadler - 591 Punkte
02. Austin Dillon -2
03. Ricky Stenhouse -18
04. Sam Hornish Jr. -35
05. Justin Allgaier -72
06. Michael Annett -95
07. Cole Whitt -103
08. Mike Bliss -164
09. Danica Patrick -208
10. Tayler Malsam -222

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