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Keselowski gewinnt Spritpoker in Kentucky

01. Juli 2012 - 04:35 Uhr

Brad Keselowski (Penske-Dodge) holt sich auf dem Kentucky Speedway seinen dritten Saisonsieg vor Kasey Kahne und Denny Hamlin

Brad Keselowski
Brad Keselowski fuhr auf dem Kentucky Speedway zum dritten Saisonsieg
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Noch neun Rennen bis zum Beginn des Chase und Brad Keselowski hat sehr gute Chancen, in den diesjährigen NASCAR-Playoffs eine aktive Rolle zu spielen. Der Penske-Pilot erwies sich im Quaker State 400 auf dem Kentucky Speedway einmal mehr als Meister im Spritsparen und holte sich nach Bristol und Talladega seinen dritten Saisonsieg.

Nach einer Kollision mit Juan Pablo Montoya in der ersten Runde des ersten Freien Trainings am Freitag war Keselowski im Ersatzauto unterwegs. Unmittelbar vor Beginn der Pace-Laps hatte der Penske-Pilot eine weitere Schrecksekunde zu überstehen: Das Lenkrad seines Dodge Charger war gebrochen und musste kurzerhand ausgetauscht werden. Diese Umstände konnten den 28-Jährigen aber ebenso wenig von seiner Triumphfahrt abhalten wie die letztlich knappen Spritvorräte.

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"Was für ein Wochenende", freute sich Keselowski in der Victory Lane. "Nachdem wir in der ersten Runde des ersten Trainings in der Mauer landeten, baute mein Team das Auto vom letztjährigen Chase-Rennen aus Martinsville auf. Dieses war heute nicht zu schlagen." Das Chase-Ticket 2012 ist Keselowski nach dem Kentucky-Sieg so gut wie sicher. Selbst wenn er seinen derzeitigen zehnten Gesamtrang während der restlichen neun Rennen der Regular-Season noch hergeben muss, hat er dank seiner drei Saisonsiege hervorragende Karten für eine der beiden Wildcards. Daran denkt der Penske-Pilot allerdings nicht, wie er versichert: "Ich will in der Tabelle weiter nach oben und mir nicht den Kopf über die Wildcards zerbrechen."

Die Vorentscheidung im Quaker State 400 fiel, als Ryan Newman (Stewart/Haas-Chevrolet; 34.) in der 210. von 267 Runden mit einem Abflug in Turn 1 die letzte Gelbphase des Abends auslöste. Wenige Umläufe zuvor war das komplette Feld zum zweiten Mal unter Renntempo an der Box gewesen. Angesichts des Fuel-Windows von knapp 50 Runden wäre die verbleibende Distanz ohne Gelb aber nicht zu schaffen gewesen. Keselowski und sein Crewchief Paul Wolfe pokerten in Runde 210 als eines von insgesamt vier Fahrer-Crewchief-Gespannen hoch und blieben auf der Strecke, während der Rest des Feldes noch einmal in die Boxengasse abbog und Sprit nachfasste.

Kasey Kahne mit starker Aufholjagd

Zu den Piloten, die in der letzten Gelbphase die Box ansteuerten, zählte unter anderem Kasey Kahne. Der Hendrick-Pilot nahm den finalen Restart außerhalb der Top 5 in Angriff, hatte in den Schlussrunden aber klar das schnellste Auto und schob sich noch bis auf Rang zwei nach vorn. Kahnes Aufholjagd war umso bemerkenswerter, da er in der Frühphase des Rennens aufgrund eines unplanmäßigen Stopps unter Grün aus der Führungsrunde herausgefallen war.

"Wir hatten heute ein verdammt schnelles Auto. Leider hat es nicht ganz gereicht", zeigte sich Kahne leicht enttäuscht. "Ich hätte Keselowski gern noch abgefangen, denn wir brauchen diese Siege", kommentierte der Hendrick-Pilot mit Blick auf seine eigenen Chase-Hoffnungen. Nach 17 von 26 Rennen der Regular-Season hält Kahne als 14. der Tabelle derzeit die zweite Wildcard in seinen Händen. Von einer Vorentscheidung kann bei noch neun ausstehenden Rennen bis zum Beginn der Playoffs aber keine Rede sein.

Denny Hamlin (Gibbs-Toyota; 3.) blieb genau wie Keselowski während der letzten Gelbphase auf der Strecke und musste in den Schlussrunden Gas wegnehmen. So konnte ihm Kahne drei Umläufe vor der Karierten Flagge noch den zweiten Rang abjagen. "Ich musste einfach Tempo herausnehmen. Dieser eine Platz wäre es nicht wert gewesen, das komplette Rennen aufs Spiel zu setzen", sagte Hamlin, der gegen Keselowski ohnehin keine Chance hatte: "Wenn ich sein Tempo mitgegangen wäre, hätte es nie und nimmer mit dem Sprit gereicht. Wir haben ein solch solides Ergebnis gebraucht", urteilte der Gibbs-Pilot, der in der Tabelle um drei Plätze auf den fünften Rang nach oben kletterte, zufrieden.

Kyle Busch in der Anfangsphase überlegen

Kyle Busch
Kyle Busch musste sich nach starker erster Rennhälfte mit Platz zehn begnügen
© NASCAR

Das 1,5-Meilen-Oval im "Blue Grass State" Kentucky war zum zweiten Mal Austragungsort eines Sprint-Cup-Laufs. Die erste Hälfte des Rennens stand zunächst klar im Zeichen von Vorjahressieger Kyle Busch. Bei Temperaturen knapp unterhalb von 30 Grad Celsius lag der Gibbs-Toyota mit der Startnummer 18 mit Abstand am besten. Bis zur zweiten Gelbphase in Runde 125 (Debris) brachte es Busch auf nicht weniger als 116 Führungsrunden.

Mit Einbruch der Dunkelheit übernahm dann Teamkollege Hamlin das Kommando. Polesetter Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet; 6.) setzte sich ebenfalls erst bei den niedrigeren Temperaturen so richtig in Szene und war neben Keselowski der Einzige, der Hamlin folgen konnte. Unterdessen fiel Kyle Busch sukzessive zurück. Ein leichter Mauerkontakt kurz vor der Halbzeitmarke wirkte sich nachteilig auf das Handling des M&M's-Toyota aus. Wenig später meldete der Gibbs-Pilot einen defekten Stoßdämpfer und musste die Hoffnungen auf eine Top-5-Platzierung begraben. Dank eines schnellen Wechsels des beschädigten Dämpfers konnte der jüngere der beiden Busch-Brüder immerhin noch Platz zehn retten.

80 Runden vor Schluss übernahm Johnson erstmals die Führung, da sich Hamlin bereits um seinen Spritverbrauch sorgte und Tempo herausnahm. 20 Runden später waren die letzten Stopps unter Grüner Flagge angesagt. Als nur einen Umlauf später wegen Ryan Newmans Crash die Gelbe Flagge kam, blieben Keselowski, Hamlin, und die beiden Roush-Piloten Carl Edwards und Matt Kenseth auf der Strecke, während alle anderen Piloten noch einmal Sprit nachfassten.

Die Meister vergangener Jahre im Finale ohne Chance

Beim Restart machte sich Keselowski sofort auf und davon. Dahinter folgten Hamlin und Edwards. Johnson, der die finalen 48 Umläufe als bestplatzierter der an der Box gewesenen Piloten von Platz fünf in Angriff nahm, fiel unmittelbar nach dem Restart zurück. Über Funk klagte der fünffache Spint-Cup-Champion über einen schleichenden Plattfuß, der sich jedoch lediglich als verschmutzter und damit wenig Grip bietender Reifen herausstellte. "Am Schluss war Track-Position alles. Alleine in Front war mein Auto mörderisch schnell, im Verkehr konnte ich dann aber nichts mehr ausrichten", so Johnson nach Platz sechs im Ziel. Da die beiden übrigen Hendrick-Piloten Dale Earnhardt Jr. (4.) und Jeff Gordon (5.) unmittelbar vor Johnson einliefen, brachte Teamchef Rick Hendrick alle seine vier Fahrzeuge in die Top 6.

Matt Kenseth, der mit Rang sieben seine Tabellenführung verteidigte, Martin Truex Jr. (Waltrip-Toyota; 8.) und A.J. Allmendinger (9.) im zweiten Penske-Dodge beendeten das Quaker State 400 genau wie Kyle Busch (10.) ebenfalls in den Top 10. Unterdessen fiel Carl Edwards (Roush-Ford) kurz vor Schluss noch aus dieser Region heraus. Beim amtierenden Vize-Champion, der genau wie Keselowski, Hamlin und Kenseth während der letzten Gelbphase draußen blieb, reichten die Spritvorräte nicht und Edwards musste vier Runden vor Schluss zu einem Splash-and-Dash an die Box kommen. Unterm Strich stand nur Platz 20 zu Buche, worüber sich der Roush-Pilot sichtlich ärgerte. "Ich bin ganz eindeutig frustriert darüber, wie es am Ende gelaufen ist. Bob (Crewchief Osborne, Anm. d. Red.) rief mich herein, aber zu diesem Zeitpunkt war ich schon am Boxeneingang vorbei. Das ist ärgerlich, denn ich glaube, wir hätten heute gewinnen können", so Edwards.

Tony Stewart
Der Chevy von Tony Stewart wurde früh von technischen Problemen heimgesucht
© NASCAR

Tony Stewart, Edwards' letztjähriger Konkurrent um den NASCAR-Titel, erlebte ebenfalls einen Abend zum Vergessen. Probleme mit der Gasannahme zwangen den Stewart/Haas-Chevy des amtierenden Champions noch vor dem ersten Routinestopp an die Box. Stewart konnte seine Fahrt zwar fortsetzen, lief mit 36 Runden Rückstand aber nur auf Rang 32 ein. Ein problemloses, aber dezentes Rennen zeigten die beiden Earnhardt/Ganassi-Piloten Juan Pablo Montoya und Jamie McMurray, die einträchtig auf den Positionen 14 und 15 ins Ziel kamen.

Von Kentucky zieht der Sprint-Cup-Tross weiter nach Florida. Am kommenden Samstag steht in Form des Coke Zero 400 der zweite Besuch in diesem Jahr auf dem Daytona International Speedway auf dem Plan. Bei der zu erwartenden Restrictor-Plate-Schlacht dürfte im Kampf um die Chase-Plätze bereits die eine oder andere Vorentscheidung fallen.

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