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Kahne schlägt entfesselt fahrenden Hamlin

15. Juli 2012 - 22:12 Uhr

Kasey Kahne gewinnt in Loudon sein zweites Saisonrennen, weil das starke Gibbs-Duo Denny Hamlin und Kyle Busch zu viele Fehler macht

Kasey Kahne
Kasey Kahne gewann in Loudon sein zweites Rennen für Hendrick Motorsports
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Ein fehlerloser Kasey Kahne sorgte beim Lennox Industrial Tools 301 für seinen zweiten Saisonsieg. Der Hendrick-Pilot profitierte dabei auch vom Pech des starken Gibbs-Duos Kyle Busch und vor allem Denny Hamlin, der das Rennen eigentlich dominiert hatte, aufgrund eines Missverständnisses beim letzten Stopp aber weit zurückfiel. Dies führte zu einem fesselnden Finale, denn Hamlin (2.) bot eine tolle Aufholjagd, die am Ende nicht belohnt wurde.

Kahne wiederum ließ sich auch in den Schlussrunden von einem ganzen Pulk zu überrundender Hinterbänkler nicht aus dem Konzept bringen und sorgte damit für einen weiteren Sieg von Hendrick Motorsports. Kyle Busch, der sich ebenfalls in diesen Zweikampf einmischen hätte können, leistete sich gleich zwei Fehler an den Boxen und wurde am Ende nur enttäuschender 16.

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"Es war einfach ein Missverständnis", schilderte Hamlin die letztlich entscheidende Situation. "Ich sagte, dass ich nur neue Reifen wollte und mein Crewchief verstand, dass ich vier neue Reifen wollte." Dieses Missgeschick warf Hamlin von Platz eins auf 13 zurück. "Ich konnte nicht mehr schnell genug überholen, insofern war mir schon früh klar, dass es wohl nicht mehr reichen wird."

Sieger Kahne wiederum konzentrierte sich am Ende "ganz auf die Überrundungsmanöver. Klar hatte Denny heute das beste Auto, aber wir haben alles gegeben. Beim Überrunden habe ich jede Menge Zeit verloren, doch der Kampf hat sich gelohnt." Mit diesem zweiten Saisonsieg besitzt der Hendrick-Neuzugang nun auch allerbeste Chancen auf eine der beiden Wild-Cards für den Chase 2012.

Kyle Busch macht Fehler, Jeff Gordon geht Risiko

Kyle Busch
Polesitter Kyle Busch verlor das Loudon-Rennen an der Box
© NASCAR

Die Anfangsphase von Loudon gestaltete sich einmal mehr extrem ruhig. Polesitter Kyle Busch kontrollierte das Feld, Kasey Kahne und Denny Hamlin folgten ihm dicht auf den Fersen. Dahinter hatte sich das Hendrick-Trio Jeff Gordon, Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr. geschlossen nach vorne gearbeitet. Diese festgezurrte Rennsituation änderte sich erst im Rahmen der ersten Green-Flag-Stopps ab Runde 66.

Ausgerechnet Dauer-Leader Kyle Busch verlor nach einem Problem rechts hinten erst zehn Sekunden an der Box und wurde fast parallel bei einem Pit-Road-Speeding erwischt. Bittere Sekunden für den bislang so dominierenden Gibbs-Piloten, der prompt von Rang eins auf 23 zurück fiel. Neuer Führender war nun Hamlin vor dem Hendrick-Quartett Kahne, Gordon, Johnson und Earnhardt.

23 Runden später kam die erste Gelbphase, im Rahmen derer Jeff Gordon auf der Strecke blieb und folgerichtig die Führung übernahm. Kyle Busch - mittlerweile wieder 17. - ließ nur Benzin auftoppen, während die Spitze geschlossen zwei neue Reifen mitnahm. Weil Hamlin den Restart gewann, war die Zeit, die Gordon auf Rang eins verbrachte, recht kurz. Kyle Busch wurde bis auf Platz zehn vorgespült.

Mangels Gelbphasen konnte Saisonpechvogel Gordon seinen strategischen Nachteil nun auffangen und blieb auch nach der zweiten Runde der Green-Flag-Stopps in der Spitzengruppe. Die Reihenfolge kurz nach Rennhalbzeit: Hamlin, Kahne, Johnson, Gordon und Earnhardt. Auf Rang sechs hatte sich Penske-Pilot Brad Keselowski vor Kevin Harvick und Kyle Busch gearbeitet.

Hamlin unbeeindruckt von den Strategie-Spielen

Denny Hamlin
Denny Hamlin: 151 Führungsrunden und dann ein ganz dummer Fehler
© NASCAR

Keselowski war am Sonntagabend der einzige, der sich in die Gibbs- und Hendrick-Dominanz einmischen konnte. Der 28-Jährige hatte am Tag zuvor bereits das Nationwide-Rennen gewonnen und zog in der Folge sogar an Earnhardt und Gordon vorbei auf Rang vier. Erneut eine starke Vorstellung des dreifachen Saisonsiegers, denn "Bad Brad" startete nur als 22. ins New-Hampshire-Rennen.

Bewegung kam erst wieder in Runde 189 ins Feld, als NASCAR zum zweiten Mal eine Debris-Caution ausgab. Jeff Gordon nahm sich vier neue Reifen mit, während nun Kyle Busch gar nicht an die Box ging. Alle anderen blieben bei ihrer Strategie mit zwei neuen Reifen. Erneut behielt Hamlin beim Restart die Oberhand vor Kyle Busch, während Gordon auf Rang neun zurückgeworfen wurde.

Der weiß-grüne Gibbs-Toyota mit der Startnummer 18 hatte nun 34 Runden ältere Reifen aufgezogen als die von hinten drückende Hendrick-Flotte, was an der Spitze Hamlin auf und davon fahren ließ. Neuer Sechster hinter Johnson, Kahne und Earnhardt war nun Mark-Martin-Ersatzmann Brian Vickers, der mit seinem Waltrip-Toyota einen Bombenrestart hinlegte. Genau anders herum erging es Keselowski, der sich hinter Harvick, Clint Bowyer und Gordon nun auf Rang zehn wieder fand.

Dann wurde es turbulent. Johnson erreichte in Runde 232 sein Benzinfenster bis zum Rennende und kam zum Tanken. Gleichzeitig steuerte auch Kyle Busch seine Crew an und schoss knapp über seinen Boxenplatz hinaus. Dieser zweite Fehler kostete erneut wertvolle Sekunden und zu allem Überfluss ging unmittelbar danach der Motor am Baldwin-Chevy von David Reutimann hoch. Johnson und Kyle Busch lagen nun eine Runde zurück - der Hendrick-Pilot bekam den Lucky-Dog, Kyle Busch nahm den Wave-Around in Anspruch.

Hamlin-Fehler schenkt Kahne die Führung

Doch damit nicht genug: Dominator Hamlin ließ sich nach einem Missverständnis mit Crewchief Darian Grubb als einziger der Spitzengruppe vier neue Reifen aufziehen und fand sich urplötzlich nur noch auf Rang 13 wieder. Johnson war 17., Kyle Busch lag auf Rang 18. Neuer Leader war Kahne vor Bowyer und Earnhardt. Damit wurde das Loudon-Finale eingeläutet.

Kahne war nun das bärenstarke Gibbs-Duo Hamlin und Kyle Busch, sowie seine beiden Teamkollegen Jeff Gordon und Johnson los geworden. Der einzige, der sich noch auf die Verfolgungsjagd machen konnte, war Denny Hamlin, der zehn Runden nach dem Restart bereits wieder als Siebter notiert wurde. In Runde 260 lag der schwarze Gibbs-Toyota mit der Startnummer 11 wieder in den Top 5, nur fünf Sekunden hinter Leader Kahne.

Nun kam es zu einem Fernduell, denn Hamlin hatte in Runde 275 auch noch Harvick und Earnhardt kassiert und knallte eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt. Einzig Kahne konnte an der Spitze bei freier Fahrt ab und zu kontern. Trotzdem hatte Hamlin 25 Umläufe vor Schluss keine drei Sekunden Rückstand - oder eine halbe Gerade - mehr auf den Hendrick-Chevy. Dazwischen hielt sich nur noch sein Toyota-Markenkollege Bowyer.

Der Waltrip-Pilot fuhr kurze Zeit später quasi auf die Seite, was Hamlin kampflos Platz zwei bescherte. Derweil war Leader Kahne natürlich per Bordfunk darüber informiert, wer da hinter ihm in Sieben-Meilen-Stiefeln daher kam und quetschte alles aus seinem Hendrick-Chevy heraus. Zwölf Runden vor Schluss war Hamlin bis auf 2,2 Sekunden an Kahne dran, der nun auf eine Gruppe von Hinterbänklern auflief.

Sieger Kahne plötzlich im Chase

Kasey Kahne
Kasey Kahne: Nach Saisonsieg Nummer zwei mit einem Beim im Chase?
© NASCAR

Eine heikle Situation. Fünf Runden vor Schluss hatte Hamlin bis auf eine Sekunde auf Kahne aufgeholt, doch es reichte nicht mehr: In der vorletzten Runde machte der entfesselt fahrende Gibbs-Pilot einen Fehler in Turn 4 und das war genug: Kahne gewann nach dem Coca-Cola 600 sein zweites Saisonrennen und machte damit einen Riesenschritt in Richtung Chase. Hamlin fuhr zwar ein Bombenrennen, wurde aber dennoch nur Zweiter.

Rang drei ging an Bowyer vor Earnhardt und Keselowski. Für Jeff Gordon war sein sechster Platz in Sachen Chase erneut nicht gut genug, während sich Johnson noch bis auf Rang sieben nach vorne arbeiten konnte. Harvick, der mit Bremsproblemen kämpfende Greg Biffle im besten Roush-Ford und Vorjahressieger Ryan Newman rundeten die Top 10 ab.

Damit gibt es in der Gesamtwertung eine neue Situation, denn mit seinem Sieg auf dem New Hampshire Motor Speedway ist Kahne plötzlich der erste von zwei Wild-Card-Piloten. Kyle Busch hielte - Stand heute - das zweite Wild-Card-Ticket in seinen Händen, während der noch sieglose Carl Edwards (in Loudon blasser 18.) als Gesamtelfter nicht in den Chase käme.

Doch diese Situation ist natürlich alles andere als festgezurrt, denn noch stehen sieben Qualifikationsrennen aus. Kommendes Wochenende macht der Sprint-Cup seine letzte Pause bis zum Saisonende 2012 am 18. November. Danach geht es am 29. Juli zum zweitwichtigsten NASCAR-Event des Jahres auf den traditionsreichen Indianapolis Motor Speedway.

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