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Dover-Pole: NASCAR-Oldie Mark Martin schlägt Johnson

02. Juni 2012 - 19:26 Uhr

53 Jahre und kein bisschen langsam: Mark Martin ist der Polesitter von Dover - Jimmie Johnson und Ryan Newman knapp geschlagen

Mark Martin
Mark Martin stellte seinen Waltrip-Toyota in Dover auf Startplatz eins
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - 1982 wurde Keke Rosberg Formel-1-Weltmeister, Darrell Waltrip gewann den zweiten seiner drei NASCAR-Titel. In genau dieser Saison startete der junge Mark Martin erstmals auf dem Dover International Speedway und wurde Fünfter. 30 Jahre später (!) geht der mittlerweile 53-jährige Mark Martin am Sonntagabend in Dover von der Pole-Position aus ins FedEx 400.

"Was für ein böser Mensch", lautete der erste scherzhafte Kommentar von Jimmie Johnson, der in der Boxengasse hilflos mit ansehen musste, wie der weiß-blaue Waltrip-Toyota mit der Startnummer 55 auf die Dover-Pole fuhr. Bis dato hatte Johnson im Einzelzeitfahren in 22.747 Sekunden die Bestzeit gehalten. Dann kam als Letzter der 45 Starter Mark Martin und schaffte eine Zeit von 22.742 Sekunden.

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Es war die 54. Sprint-Cup-Pole seiner Karriere, nach Phoenix und Richmond die dritte Saison-Pole und in Dover seine fünfte Pole insgesamt. 1997, 1998, 1999 und 2004 stand der NASCAR-Oldie in Dover zudem viermal in der Victory Lane. "Ich zittere immer noch", freute sich der ewig Junggebliebene mit Wohnsitz in Port Orange nahe Daytona. "Mein Auto hat stark übersteuert, aber es war auch höllisch schnell."

"Mark ist ein guter Freund und ein wahnsinnig starker Konkurrent", freute sich der zweitplatzierte Johnson mit seinem ehemaligen Hendrick-Teamkollegen. 2009 hatten sich beide einen Kampf um den NASCAR-Titel geliefert. Johnson ahnte sein Quali-Schicksal bereits: "Meine Runde war nicht ganz optimal, aber mit diesem Gefühl bin ich sicher nicht der Einzige."

Hendrick-Trio lauert

Mark Martin, Clint Bowyer
Mark Martin und Clint Bowyer: Zwei Waltrip-Toyotas stehen weit vorne
© NASCAR

Anders formuliert: Die schnelle und gefährliche "Monster-Mile" zeigte ihre Zähne, was auch Ryan Newman erfuhr. Der "Rocket-Man" startet am Sonntagabend von Startplatz drei und war dabei in 22.751 Sekunden nur neun Tausendstelsekunden langsamer als der Polesetter. Vierter wurde mit Clint Bowyer (22.778) ein zweiter starker Waltrip-Toyota.

Jack Roush brachte mit Matt Kenseth (5.) und Tabellenführer Greg Biffle (7.) immerhin zwei seiner drei Ford Fusion in die Top 10. Bei Carl Edwards läuft das Dover-Wochenende bislang nicht optimal: "Concrete-Carl" startet in die 400-Beton-Meilen lediglich als 19. Auch beide Busch-Brüder (Kyle 8. und Kurt 9.) fuhren sich in die Top 10.

Mit Kasey Kahne (13.), Jeff Gordon (14.) und Dale Earnhardt Jr. (17.) lauern drei starke Hendrick-Chevys im vorderen Mittelfeld. Tony Stewart hat da etwas mehr Arbeit: Dover zählt nicht gerade zu den Spezialstrecken des NASCAR-Champions, der sich mit Startplatz 29 zufrieden geben musste. Noch zwei Plätze weiter hinten steht Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevy).

Nicht ins Rennen schafften es Josh Wise (Front-Row-Ford) und Cole Whitt (Turn-One-Chevy). Das 13. Sprint-Cup-Saisonrennen ist gleichbedeutend mit der Halbzeit im Kampf um die zwölf Chase-Plätze 2012. 'Motorvision TV' überträgt die 400-Meilen-Schlacht auf der "Monster-Mile" von Dover am Sonntagabend live ab 18:50 Uhr MESZ.

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