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Dienstag: Tag der Entscheidung für Kurt Busch

09. Juni 2012 - 01:19 Uhr

Geht es weiter mit Kurt Busch oder zieht auch Phoenix-Chef James Finch die Notbremse? Jeff Gordon und Tony Stewart über ihren NASCAR-Kollegen

Kurt Busch
14 Mal Schrott: Kurt Busch und sein Phoenix-Chevrolet mit der Startnummer 51
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - David Reutimann sitzt am Pocono-Wochenende im Phoenix-Chevrolet mit der Startnummer 51, nachdem Stammpilot Kurt Busch aufgrund eines erneuten Wutausbruchs in Dover seitens NASCAR gesperrt wurde. Der 33-Jährige aus Las Vegas hatte als Wiederholungstäter einen Journalisten übel beschimpft und NASCAR zog nun die Notbremse.

Phoenix-Boss James Finch zeigte sich in einer ersten Reaktion ziemlich säuerlich und will nun am Dienstag ein Gespräch mit Kurt Busch führen. Dort wird sich wohl seine weitere Sprint-Cup-Zukunft entscheiden. In Pocono gab man sich am Freitag bedeckt. "Ich möchte dazu keine Tendenz abgeben", sagte Phoenix-Teammanager Steve Barkdoll. Nur soviel: "Wir wären bescheuert, wenn wir einen Piloten von seinem Kaliber nicht gerne in unserem Auto sehen würden. Aber dann muss sich einiges ändern."

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Nicht nur in Sachen Emotionen, sondern auch rein sportlich. Das kleine Phoenix-Team (eine Hendrick-Kundenmannschaft) strebte mit seinem Starpiloten einen Platz um die Top 15 an, derzeit rangiert man auf Position 26. "Und wir haben seit Saisonbeginn 14 Autos kaputtgefahren", bemerkt Barkdoll. "So gewinnst du keine Sponsoren für dich. Wir müssen zusehen, dass unser Team weiter existieren kann und dazu muss ein Turnaround her. Dazu muss Kurt genauso seinen Teil beitragen wie es James macht."

Bauunternehmer Finch finanziert sein NASCAR-Team aus der eigenen Tasche. Wie geht es also weiter mit Kurt Busch? "Eigentlich müsste man der Meinung sein, dass er genügend Warnschüsse bekommen hat", sagte Jeff Gordon. "Aber scheinbar bleiben einige Dinge immer gleich. Irgendwann musst du dich einfach zusammen reißen und dir deinen Respekt auf der Strecke verdienen. Ich glaube aber nach wie vor, dass er einer der Besten sein kann, wenn er seine Emotionen in den Griff bekommt."

Tony Stewart, früher selbst ein überzeugter "Bad-Boy" und heute als Owner/Driver extrem gemäßigt, wollte unter der Woche seine Sympathien für Kurt Busch nicht verhehlen. "Ganz ehrlich: Mir hat seine Antwort gefallen", sagte "Smoke" am Rande seines Wohltätigkeitsrennens "Prelude To The Dream". "In unserem Sport kann man über so viele gute Sachen schreiben, aber ein paar Journalisten wollen einfach nur Sensationsmeldungen bringen."

Doch auch Stewart kennt die andere Seite der Medaille: "Wenn die Sponsoren misstrauisch werden, dann hast du als Owner ein echtes Problem", sagte der Stewart/Haas-Boss in Pocono. "Zumindest dann, wenn du kein unerschöpfliches Budget hast und jeden Fahrer der Welt in dein Auto setzen kannst." Es bleibt abzuwarten, ob Bauunternehmer Finch aus diesem Holz geschnitzt ist ...

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