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Talladega: Keselowski gewinnt Restrictor-Plate-Schach

06. Mai 2012 - 23:08 Uhr

Brad Keselowski (Penske-Dodge) lässt Kyle Busch (Gibbs-Toyota) im Talladega-Finale keine Chance - Zwei Big-Ones kurz vor Schluss

Brad Keselowski
Brad Keselowski holte sich seinen zweiten Talladega-Sieg
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Die erwartete Restrictor-Plate-Schlacht im Aaron's 499 auf dem Talladega Superspeedway verlief über weite Strecken der Distanz ungewöhnlich ruhig. Bis Runde 140 wurde das 43-köpfige Sprint-Cup-Feld nur ein einziges Mal durch die Gelbe Flagge eingebremst. In den letzten knapp 50 der ursprünglich geplanten 188 Umläufe krachte es dann aber insgesamt noch vier Mal - darunter zwei Big-Ones, die eine Reihe der Favoriten auf den Sieg eliminierten.

So ging es in die Verlängerung per Green-White-Checkered-Finale. Brad Keselowski (Penske-Dodge) und Kyle Busch (Gibbs-Toyota) formierten sich beim letzten Restart auf der Innenbahn. Auf der Außenbahn nahm der lange Zeit führende Matt Kenseth mit seinem Roush-Teamkollegen Greg Biffle am Heck Aufstellung. Das Roush-Duo stürmte auf der hohen Linie sofort an die Spitze, wurde aber noch vor der Weißen Flagge vom Tandem Keselowski/Busch eingeholt.

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Auf der Gegengeraden der letzten Runde war klar, dass die Entscheidung im Kampf um den Sieg zwischen dem führenden Brad Keselowski und Kyle Busch an seinem Heck fallen würde. In Turn 3 überraschte der Penske-Pilot den nachfolgenden Gibbs-Fahrer, indem er die Kurve zunächst oben anfuhr, um dann nach unten zu ziehen. Mit diesem Manöver nahm der Shooting-Star der vergangenen Saison seinem Konkurrenten den Windschatten und somit die Chance auf ein Überholmanöver auf den letzten Metern.

"In Talladega kannst du eigentlich nicht geduldig bleiben, aber es gelang mir irgendwie" gab Keselowski in der Victory Lane zu Protokoll und gab Auskunft über seinen Plan: "Ich träumte in der Nacht vor dem Rennen von der Situation, was ich wohl machen würde, wenn ich in der letzten Runde in Führung liege. Normalerweise hat der Kerl auf Platz zwei alle Trümpfe in der Hand. Ich fuhr in Turn 3 ganz nach oben, zog dann herunter und löste somit unser Tandem auf." Für Keselowski war es nach seinem spektakulären Premierensieg in Talladega 2009 der zweite Triumph in "Sweet Home Alabama" und der zweite Saisonsieg nach Bristol.

Dem unterlegenen Kyle Busch bleib nichts anderes übrig, als sich mit Platz zwei abzufinden. "Beim letzten Restart fanden wir nicht sofort zueinander", so der Gibbs-Pilot mit Blick auf Keselowski. "Dann lief das Rennen auf ein Duell zwischen uns hinaus. Als wir dann auseinandergerissen wurden, fuhr er mir davon." Dem lange Zeit führenden Matt Kenseth blieb am Schluss sogar nur Rang drei. "Greg gab mir einen guten Push, doch dann ging es nicht weiter. Ich habe wohl etwas zu lange auf ihn gewartet", ärgerte sich der Daytona-500-Sieger. Der angesprochene Biffle musste sich auf den letzten Metern noch Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet; 4.) beugen, verteidigte mit Platz fünf aber seine Tabellenführung vor Kenseth, der nach zehn Saisonrennen neuer Zweiter ist.

Big-One läutet heiße Schlussphase ein

Dave Blaney, Juan Pablo Montoya, Carl Edwards, Landon Cassill, Joey Logano
Dem ersten Big-One fiel unter anderem Juan Pablo Montoya (42) zum Opfer
© NASCAR

Nach 140 ungewöhnlich ruhigen Runden, in deren Verlauf vor allem das Thema Motorkühlung im Vordergrund stand, wurde es knapp 50 Umläufe vor Schluss ernst. Das Fuel-Window für die letzte Runde der Boxenstopps unter Grüner Flagge war gerade erreicht, als es auf der Gegengeraden zu einem Missverständnis zwischen Aric Almirola (Petty-Ford; 12.) und Dave Blaney (Baldwin-Chevrolet; 30.) kam. Bei Almirola ging der Sprit zur Neige und er wollte sich in Richtung Boxengasse retten. "Ich gab Handzeichen, die einige offenbar nicht bemerkten", so Almirola.

Blaney musste unmittelbar hinter dem langsamer werdenden Petty-Ford verzögern und wurde vom nachfolgenden Carl Edwards (Roush-Ford; 31.) in den Wagen von Almirola geschoben. Daraufhin schoss dieser vor Turn 3 nach oben in den Weg von Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet; 32.). Im Bemühen, dem Crash auszuweichen, zog Martin Truex Jr. (Waltrip-Toyota; 28.) nach unten und erwischte Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet; 33.). Einzig Almirola konnte seine Fahrt fortsetzen.

Hendrick muss weiter warten

"Ich dachte schon, ich wäre durch, da hat mich Martin noch erwischt", so Gordon, der das Rennen von der Pole-Position in Angriff genommen hatte. Nach seinem neuerlichen Ausfall war der Hendrick-Pilot untröstlich: "Das passt absolut ins Bild, wie unsere Saison bisher verlaufen ist. Es ist einfach eines der bizarrsten Jahre, die dieses Team je durchmachen musste."

Gordons Teamkollegen war es ebenfalls nicht vergönnt, den ersehnten 200. Sprint-Cup-Sieg einzufahren. Jimmie Johnson (35.) erwischte es bereits nach einem Drittel der Distanz mit einer defekten Ölpumpe. "Urplötzlich ging der Öldruck in den Keller", gab der fünffache NASCAR-Champion enttäuscht zu Protokoll. Dale Earnhardt Jr. und Kasey Kahne kamen im Gegensatz zu Gordon und Johnson über die Distanz, spielten in den Schlussrunden im Kampf um den Sieg aber keine Rolle. "Junior" hielt sich zwar bis zum Green-White-Checkered-Finale aus allen Crashs heraus, konnte unterm Strich aber nur Platz neun realisieren. Kahne wurde immerhin Vierter.

Der zweite Big-One nahm in Runde 184 die lange Zeit in aussichtsreicher Position befindlichen Fahrzeuge von Denny Hamlin, Tony Stewart, Clint Bowyer, A.J. Allmendinger, Paul Menard, Kevin Harvick und Michael Waltrip aus der Entscheidung. Allmendinger zog unmittelbar nach einem Restart zu früh nach unten und kreuzte den Weg von Hamlin. "Ich habe mir die Aufzeichnung noch nicht angesehen", so der Penske-Pilot unmittelbar nach dem Rennen. "Ich versuchte zu blocken und muss mich wohl bei Denny entschuldigen, falls er schon neben mir war." Er war.

"Bad Brad" vs. "Ricky Bobby"

Drei Umläufe zuvor hatte der spätere Sieger Brad Keselowski auf Platz drei liegend für die vorletzte Gelbphase gesorgt, als er im Tri-Oval auf Höhe der Boxenausfahrt Kurt Busch (20.) berührte und auf eine Umlaufbahn schickte. Der in der Filmlackierung aus "Talladega Nights" gestaltete Phoenix-Chevy von Busch kam nach dem Bump von Keselowski bei Topspeed aufs Gras und rodelte in Richtung innerer Safer-Barrier.

Der Einschlag verlief nach einer Vollbremsung vergleichsweise harmlos. Aus der Entscheidung im Kampf um den Sieg war der ältere der beiden Busch-Brüder aber draußen. "Es war ein Missverständnis mit Kurt, das mir leid tut. Ich wollte ihn auf keinen Fall aus dem Weg räumen", versicherte Keselowski.

Am kommenden Wochenende wartet in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit dem Southern 500 in Darlington einer der ganz großen NASCAR-Klassiker.

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