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Rennleitung: Edwards-Team selber schuld

02. Mai 2012 - 10:24 Uhr

NASCAR-Vizerennchef Robin Pemberton klärt auf: Es gab Funkverkehr zwischen Roush und der Rennleitung, die die Reihenfolge beim Restart klar definierten

Tony Stewart, Carl Edwards
Carl Edwards und Tony Stewart: Beide hatten in Richmond eine Menge Pech
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Eine entscheidende Szene des kontroversen Richmond-Rennens war der vorletzte Restart in Runde 319, der Carl Edwards alle Siegchancen kostete. Bis dato hatte die Startnummer 99 nicht weniger als 206 Runden in Führung gelegen, doch sein doppelter Fauxpas warf ihn von einer Spitzenposition aussichtslos auf Rang 15 zurück. Am Ende wurde Edwards Zehnter.

Edwards beging dabei gleich zwei Vergehen: Erstens einen Frühstart und zweitens zog er irrtümlicherweise den Restart an, obwohl dies Aufgabe des Führenden ist. Dieser hieß zu diesem Zeitpunkt Tony Stewart und NASCAR identifizierte am Dienstag zwei Schuldige für diesen Kommunikationsfehler: Edwards-Spotter Jason Hedlesky und die Anzeige im Richmond International Raceway.

Dort stand irrtümlich zu lesen, dass die 99 vor der 14 (Stewart) lag. "Aber die Konfusion war nur ihr Problem", unterstrich NASCAR-Vizerennchef Robin Pemberton. "Wir haben die Aufzeichnungen des Funkverkehrs und da sagt ihm sein Spotter wiederholt, dass die 14 vor der 99 liegt. In der letzten Runde wird ihm plötzlich gesagt, dass er der Leader sei und das kann eigentlich nur an der Anzeigetafel liegen. Eine andere Erklärung dafür haben wir nicht."

Nur: Die direkte Info der Rennleitung via Funk hat natürlich Priorität gegenüber der Info auf der Anzeigetafel. "Bei uns war alles klar und auch bei ihnen war eigentlich alles klar", betont Pemberton in Bezug auf Edwards Roush-Team. Und noch zu einer zweiten kontroversen Entscheidung nahm der Vize-Rennchef Stellung: Der letzten Gelbphase kurz vor Schluss, die Tony Stewart den Sieg kostete.

Stewart schimpfte unmittelbar nach dem Rennen darüber, dass NASCAR aufgrund einer Plastikflasche auf der Strecke reagiert habe. Pemberton ergänzte: "Dazu lag noch eine Bierdose oder irgendein anderes Objekt aus Aluminium" herum. Kyle Busch, der heute seinen 27. Geburtstag feiert, schlug Stewart in der Box und gewann sein viertes Richmond-Frühjahrsrennen in Folge.

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