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Zahmes Kolosseum: Keselowski schlägt Kenseth

18. März 2012 - 21:15 Uhr

Brad Keselowski rang in einem ruhigen Bristol-Rennen Matt Kenseth nieder - drei Waltrip-Toyotas in den Top 5, beide Ganassi-Chevys in den Top 10

Matt Kenseth, Brad Keselowski
Schönes Bristol-Duell: Matt Kenseth (17) gegen Brad Keselowski (2)
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Brad Keselowski schwingt sich gerade zum neuen "King of Bristol" auf. Der 28-jährige Penske-Pilot wiederholte am Sonntagabend im Kolosseum der NASCAR seinen Vorjahressieg vom August 2011 und legte dabei eine rundum überzeugende Vorstellung an den Tag: Keselowski lag 231 der 500 Rennrunden in Front und hielt im Finale seinen härtesten Konkurrenten Matt Kenseth (Roush-Ford) mit einem Vorsprung von 0.714 Sekunden recht klar auf Distanz.

"Bristol ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken", jubelte Keselowski in der Victory Lane und dankte seiner Siegermannschaft: "Mein Penske-Team hat mir heute ein phänomenales Auto gegeben." Sein Lob gebührte jedoch auch dem unterlegenen Daytona-Sieger: "Es war ein schönes Duell mit Matt. Ab und zu kam es zu einem Lackaustausch, aber das gehört in Bristol ganz einfach dazu."

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Kenseth entpuppte sich im Rennverlauf als der große Keselowski-Konkurrent und hatte nach einem Restart in Runde 346 sogar kurzzeitig die Nase ganz vorne. Der entscheidende Konter kam in Runde 385. "Am Ende bekam ich zuviel Übersteuern", schilderte der Roush-Pilot, der sich im Finale nur noch in Lauerstellung hielt: "Ich bin einfach so gut es ging meine Linie gefahren und habe darauf gehofft, dass sich Brad vielleicht seine Reifen aufarbeitet." Was Keselowski nicht tat.

Der Shooting-Star der Saison 2011 musste nur noch einen Restart nach Gelbphase Nummer fünf über sich ergehen lassen, als sich Childress-Pilot Brendan Gaughan (22.) und NASCAR-Champion Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevorlet; 14.) in Runde 476 in die Quere gekommen waren. Keselowski wählte als Leader die schnellere Außenbahn und hatte somit in den letzten 17 Umläufen alles unter Kontrolle.

Ein früher Big-One in Bristol

Carl Edwards, Kasey Kahne, Marcos Ambrose, Kyle Busch, Kevin Harvick
"Big One" mit (v.l.n.r.) Edwards, Ambrose, Kahne, Kyle Busch und Harvick
© NASCAR

Überhaupt war das Food City 500 ein vergleichsweise zahmes Bristol-Rennen. Der einzige nennenswerte Massencrash auf dem so engen und schnellen Short-Track geschah bereits in Runde 24. Dabei kamen sich Regan Smith (Furniture-Row-Chevrolet) und Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet) auf der Start-/Zielgeraden in die Quere. Kahne dachte offenbar, er habe den Smith-Chevy hinter sich, als dieser das Kahne-Heck umdrehte.

Daraufhin schlitterte die Startnummer 5 in Turn 1 quer über die Strecke und sammelte den chancenlosen Carl Edwards (Roush-Ford) auf. Unmittelbar nach Edwards schlugen auch Marcos Ambrose (Petty-Ford), Kyle Busch (Gibbs-Toyota) und Kevin Harvick (Childress-Chevrolet) in den Kahne-Chevy ein. Für Kahne (37.), Edwards (39.), Ambrose (36.) und Kyle Busch (32.) lagen nun lange Reparaturarbeiten an. Das frühe Aus.

Smith (24.) und Harvick (11.) schafften es in der folgenden Gelbphase trotz mehrerer Reparaturstopps tatsächlich in der Führungsrunde zu bleiben und konnten das vierte Saisonrennen beenden. Riesenglück hatte in dieser haarigen Situation der spätere Sieger Keselowski, der zum Zeitpunkt des Unfalls direkt neben Kahne fuhr und die Massenkarambolage nur um wenige Zentimeter verpasste.

In dieser ersten Gelbphase steuerte unter anderem das Waltrip-Duo Martin Truex Jr. und Brian Vickers die Box nicht an und gewann damit wertvolle Track-Postion. Im Gegensatz dazu gab Polesitter Greg Biffle beim Service seine Führungsposition ab und schaffte es fortan nicht mehr, sich entscheidend in Szene zu setzen. Biffle wurde letztlich 12., behielt damit aber seine Gesamtführung. Ein ähnliches Schicksal erlebte der neben Biffle gestartete A.J. Allmendinger im zweiten Penske-Dodge: Auch der Kalifornier fuhr nicht zum Tanken, verlor mit zunehmend schlechter werdender Balance seine Führung schnell und landete am Ende nur auf Rang 17.

Vickers mit tollem Comeback

Martin Truex Jun., Brian Vickers
Rückkehrer Brian Vickers (li.) und Martin Truex Jr. fuhren ein starkes Rennen
© NASCAR

Es schlug die große Stunde von NASCAR-Rückkehrer Vickers: Als Ersatzmann für Teilzeitrentner Mark Martin erst vor wenigen Tagen engagiert, übernahm Vickers in Runde 95 die Spitze und hielt sich dort bis knapp vor Rennhalbzeit. Erst in Runde 217 löste ihn dann Keselowski ab, der seinerseits im weiteren Rennverlauf nur noch ein einziges Mal kurzzeitig von Kenseth überholt wurde. Ein bärenstarker Vickers hielt sich jedoch konstant in den Top 5.

Nach einer langen Grünphase kam es in Runde 340 nach einem Reifenplatzer von David Stremme (Inception-Toyota; 38.) zur nächsten Gelbphase. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 160 Umläufe zu absolvieren, das Benzinfenster von Bristol beträgt rund 140 Runden. Natürlich ging die Spitze geschlossen zum Tanken, doch als nur 18 Runden später plötzlich der Hendrick-Chevy von Jeff Gordon in der Mauer hing, und die Führenden nicht zum Service kamen, war klar, dass sie das Benzinrisiko eingehen würden.

Gordon (35.) hatte sich im Duell mit seinem Hendrick-Teamkollegen Dale Earnhardt Jr. den linken Hinterreifen an dessen heißen Auspuffgasen verbrannt und war bei seinem Abflug in Turn 3 chancenlos. Earnhardt (15.) wiederum verlor in der allerletzten Gelbphase nach einer Speeding-Penalty alle Chancen auf ein durchaus mögliches Top-5-Ergebnis. Im Gegensatz zur Spitze ging in dieser Gelbphase unter anderem Martin Truex Jr. zum Sprit fassen.

Dreimal Waltrip in den Top 5

Brad Keselowski, Matt Kenseth, Travis Kvapil, Jeff Gordon
Brad Keselowski hielt Matt Kenseth im Bristol-Finale hinter sich
© NASCAR

Hinter dem sich beharkenden Spitzenduo Keselowski/Kenseth hatte sich in der Zwischenzeit Clint Bowyer auf Rang drei nach vorne gearbeitet, Vickers war Vierter gefolgt von Earnhardt und dem schnell Boden gut machenden Truex. Im Spritsparmodus ging es nun in das Bristol-Finale, bis zum Mauerkuss Stewarts, 24 Runden vor Schluss.

Keselowski, Kenseth und Vickers riskierten nun alles und gingen gar nicht mehr zum Tanken. Truex konnte sich sicher fühlen und blieb ebenfalls auf der Strecke, Bowyer führte als Fünfter die Reihe der Stopper an. Auch der folgende Bristol-Showdown verlief ungewöhnlich zivil: Keselowski und Kenseth setzten sich beim Restart in Runde 483 schnell ab und hatten tatsächlich genug Sprit an Bord. Truex wurde souveräner Dritter vor Bowyer (4.), der Vickers (5.) noch kassierte. Drei Waltrip-Toyotas in den Top 5!

Jeff Burton holte sich einen guten sechsten Platz und wurde damit bester Childress-Pilot. Freude auch bei Chip Ganassi: Jamie McMurray landete nach einem tadellosen Rennen auf Rang sieben vor Juan Pablo Montoya (8.). Zum ersten Mal seit einem Jahr lagen damit wieder einmal beide Earnhardt/Ganassi-Chevys in den Top 10, die Jimmie Johnson (9.) als bester Hendrick-Pilot und Paul Menard (Childress-Chevy; 10.) abrundeten. Kommende Woche gastiert die NASCAR im kalifornischen Fontana.

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