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Rollstuhlfahrer auf der "Road to Indy"

06. Februar 2012 - 23:44 Uhr

Nach einem Motorradunfall ist der 19-jährige Michael Johnson von der Hüfte abwärts gelähmt - und hat sich trotzdem ins IndyCar-Nachwuchsprogramm gekämpft

Michael Johnson
Michael Johnson lässt sich nicht unterkriegen: Ziel ist das Indy 500
© IndyCar

(Motorsport-Total.com) - Die USF2000 National Championship ist die Einsteigerserie bei den IndyCars. Nach der USF2000 gibt es im Rahmen des 2010 aus der Taufe gehobenen "Road-To-Indy"-Programms noch die Star-Mazda-Serie und natürlich die Indy-Lights-Serie. Ziel ist es, eigene Talente zu den IndyCars zu bringen. Alle drei Serien fahren gewöhnlich im Rahmenprogramm der IndyCars, sowohl auf den Ovalen wie auch auf den Rundstrecken und Straßenkursen.

In der Saison 2012 kann die USF2000 einen außergewöhnlichen Neuzugang begrüßen: Der 19-jährige Michael Johnson ist vom Hüftbereich abwärts gelähmt und wird für das Team von JDC Motorsports an den Start gehen. Möglich macht dies - analog zu Alex Zanardi in der WTCC - eine speziell entwickelte Handsteuerung.

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Der in Michigan geborene Johnson erlitt 2005 - im Alter von zwölf Jahren - im Rahmen eines Dirt-Track-Rennens einen schweren Motorradunfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte. Bis dahin holte Johnson im Amateurbereich regelmäßige Erfolge. Nach einer zweijährigen Rehabilitationsphase gaben ihm seine Ärzte wieder grünes Licht für körperliche Aktivitäten.

Johnson begann schnell und erfolgreich mit dem Kart-Fahren. Auch damals besaßen seine Renn-Karts bereits eine spezielle Handsteuerung. 2010 und 2011 fuhr er in der Skip-Barber-Summer-Series der Skip Barber Racing School, die einige aktuelle US-Top-Piloten durchliefen, wie zum Beispiel A.J. Allmendinger, Scott Speed, Marco Andretti, Patrick Long oder Ryan Hunter-Reay.

Nun also das offizielle Road-to-Indy-Programm: "Ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken, wie sehr es mich freut, in der USF2000 fahren zu können", sagt Johnson. "Meine Reise, im Formelsport an den Start gehen zu dürfen, hat viel Aufmerksamkeit gebracht und ich möchte mich bei all denen bedanken, die mich dabei unterstützt haben."

Die USF2000 fährt 2012 an sieben Rennwochenenden: Sebring, St. Petersburg, Indianapolis, Mid-Ohio, Road America, Baltimore und auf dem Virginia International Raceway - mit Johnson. Ein bewundernswertes Beispiel von einem unbeugsamen Willen. Sein großes Ziel: Er will der erste behinderte Pilot werden, der das Indy 500 fahren kann. Wer mehr über den 19-Jährigen erfahren möchte, der erfährt dies auf seiner Webseite.

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