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Ruhe bewahren: Montoya früh unter Druck

02. März 2010 - 10:02 Uhr

Die Kollision mit Teamkollege Jamie McMurray hat Juan Pablo Montoya abgehakt - nun müssen schnellstmöglich wertvolle Punkte her

Juan Pablo Montoya
Juan Pablo Montoya hat sich seinen Saisonstart 2010 sicher anders vorgestellt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem bisher schlechtesten Saisonstart seiner NASCAR-Karriere jettete Juan Pablo Montoya direkt von Las Vegas aus in Richtung Kolumbien, wo er in Bogota an einem Golfturnier zugunsten seiner Formula-Smile-Stiftung teilnimmt. Dort nahm der 34-Jährige Stellung zum aktuellen Gemütsstand der Dinge mit seinem Teamkollegen Jamie McMurray.

Bekanntlich hatte McMurray den Montoya-Chevy in Runde 93 aus dem Rennen genommen, worauf der Kolumbianer direkt im Anschluss kein Blatt vor den Mund nahm, und eine deutliche Schimpfkanonade abgab. Einen Tag später hatten sich die Wogen bereits wieder einigermaßen geglättet.

"Er hat mir eine SMS geschickt und gesagt: 'Hey, es tut mir leid und ich bin sicher, dass du sauer auf mich bist", erklärte Montoya am Montagabend in Bogota. "'Willst du, dass ich dich anrufe und wir über die Dinge sprechen?' Ich habe ihm geantwortet: 'Keine Sorge. Es ist passiert und ich war auch richtig sauer. Aber nun muss es weitergehen.'"

Der Hintergrund des Montoya-Ärgers war natürlich der Las-Vegas-Ausfall. Doch dazu kommt noch die Tatsache, dass sein Earnhardt/Ganassi-Chevrolet in der Woche zuvor in Fontana einen Motorschaden erlitt. Damit rangiert Montoya derzeit nur auf Platz 26 in der Gesamtwertung. Im Kampf um den NASCAR-Chase keine gute Ausgangsposition.

Vier oder fünf Top-Rennen benötigt

Jamie McMurray, Juan Pablo Montoya
Las-Vegas-Crash: Jamie McMurray räumt ausgerechnet Juan Pablo Montoya ab
© NASCAR

"Daher war ich in diesem Moment richtig wütend. Denn nach dem Motorschaden haben wir wieder viele Punkte liegen lassen. Und das ist gar nicht gut für die Meisterschaft. Nun brauchen wir jede Menge Punkte." Ein recht unglücklicher Saisonstart also. "Normalerweise erwartest du, dass dir in Daytona ein Malheur passiert. Aber das war ganz okay. Danach wollten wir zwei normale Wochenenden erleben, und das waren sie ganz und gar nicht. Davon müssen wir uns jetzt erholen."

Sowohl Montoya als auch McMurray ließen in Las Vegas etwa 100 Meisterschaftspunkte liegen. "Er war gut unterwegs und ich auch. Wir lagen in den Top 10 und haben ganz sicher eine Top-5-Platzierung zum Fenster hinaus geworfen. Das ist schon frustrierend, denn dein Teamkollege ist derjenige, mit dem du im Rennen sehr umsichtig umgehen musst. Man braucht gegenseitigen Respekt, damit solche Situationen wie am Sonntag eben genau nicht passieren."

127 Punkte Rückstand weist das Montoya-Konto nun schon auf den letzten Chase-Platz zwölf auf. Das bedeutet eine Menge Arbeit. "Unser Ziel war es, schon vor dem Richmond-Rennen die Chase-Qualifikation geschafft zu haben. Wenn ich mir die Tabelle nun ansehe, dann ist das zwar nicht unmöglich, aber um eine ganze Ecke schwieriger geworden."

Nun müssen also dringend Punkte her. "Wenn wir jetzt vier oder fünf gute Rennen haben und immer in den Top 10 landen, dann können sich die Dinge schnell ändern. Aber wenn wir zum Beispiel in Atlanta einen Reifenschaden haben und in der Mauer landen, dann kann die ganze Sache sogar noch schlimmer werden."

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