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Red Bull: Scott Speed gleichauf mit Jeff Gordon

09. März 2010 - 14:09 Uhr

Scott Speed sorgt in seiner zweiten Sprint-Cup-Saison bislang für Furore: Nach Rang zehn in Atlanta steht der ehemalige Formel-1-Pilot sogar auf einem Chase-Platz

Scott Speed
Team Red Bull und Scott Speed haben derzeit einen echten NASCAR-Lauf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Heimlich still und leise hat sich Scott Speed in der Sprint-Cup-Gesamtwertung unter die besten zwölf NASCAR-Piloten gefahren. Mit 482 Punkten liegt Speed derzeit sogar gleichauf mit Jeff Gordon und hätte, wenn jetzt der NASCAR-Chase beginnen würde, tatsächlich einen Playoff-Platz in der Tasche. Das Problem: Atlanta war erst Saisonrennen Nummer vier, der Zwischenstrich im Hinblick auf die Meisterschaft wird natürlich erst nach Saisonrennen Nummer 26 gezogen.

Trotzdem: Speed beendete die bisherigen vier Rennen auf den Plätzen 19 (Daytona), elf (Fontana), 22 (Las Vegas) und nun zehn in Atlanta. Eine bemerkenswerte Konstanz, vor allem angesichts der Tatsache, dass der ehemalige Formel-1-Pilot in der Vorsaison 2009 ja noch nicht einmal unter den besten 35 Piloten landete.

In Atlanta war die nötige Portion Glück dabei: Als beim Restart in der Green-White-Chequered-Verlängerung Jamie McMurrays Earnhardt/Ganassi-Chevrolet eine Massenkarambolage auslöste, lagen Speed und sein Red-Bull-Teamkollege Brian Vickers direkt dahinter im Pulk auf den Plätzen 14 und 15. Beide schafften es ohne Kratzer durch das Tohuwabohu, und holten die Endpositionen sieben (Vickers) und zehn (Speed).

"Das war die klassische Days-of-Thunder-Situation", bemerkte Vickers anschließend, während Speed seinen Blick bereits nach vorne richtete: "Das war gewaltig, dieses Top-10-Resultat bedeutet für uns eine Menge. Ich bin mit unserer Entwicklung sehr glücklich. Ich weiß, dass ich noch viel zu lernen habe, aber ich sehe mit großem Optimismus in die Zukunft."

Teamkollege Vickers schaffte bekanntlich in der Vorsaison den Sprung in den NASCAR-Chase und rangiert derzeit in der Gesamtwertung in Schlagdistanz auf Platz 16. Für Speed wird es am übernächsten Wochenende in Bristol darum gehen, sich zum vorerst letzten Mal für ein Sprint-Cup-Rennen zu qualifizieren. Danach greift die aktuelle Ownerwertung und das freitägliche Zittern um einen Startplatz dürfte dann für einige Zeit vorbei sein.

Und wer weiß: Vielleicht gelingt es Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ja tatsächlich, dass seine beiden US-amerikanischen NASCAR-Boliden in den kommenden Wochen und Monaten auch von heimischem Terrain aus via TV dabei beobachtet werden können, wie sie sich im Kampf um die zwölf Chase-Plätze schlagen werden.

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