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Böser Crash: Keselowski unverletzt, Edwards droht Strafe

08. März 2010 - 02:36 Uhr

Das gefährliche Revanchefoul von Carl Edwards hat möglicherweise Konsequenzen: NASCAR überlegt eine Strafe - Keselowski: "Das war nicht cool"

Carl Edwards
Carl Edwards droht nach seinem bösen Revanchefoul eine NASCAR-Strafe
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Es war einer der großen Aufreger des Kobalt Tools 500: Carl Edwards (Roush-Ford) gingen drei Runden vor Schluss ganz einfach die Nerven durch. Der eigentlich fast immer entspannt auftretende Sunny-Boy aus Missouri nahm üble Revanche an Brad Keselowski und dessen Penske-Dodge. Edwards schickte Keselowski auf der Start-/Zielgerade in einen Dreher, das Auto stieg in die Luft, krachte in den Fangzaun und überschlug sich.

"Es geht mir gut, ich bin okay", erklärte ein sichtlich durchgeschüttelter Keselowski, der sich naturgemäß nicht über die Edwards-Aktion freuen konnte. "Einfach wieder auf die Strecke zu fahren, und absichtlich jemanden in einen Unfall zu schicken, ist nicht cool. Er hätte jemanden auf der Tribüne umbringen können."

In der Tat: Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte Edwards 156 Runden Rückstand. Beide Piloten rasselten in der Vergangenheit sowohl im Sprint-Cup, als auch in der Nationwide-Serie wiederholt aneinander. Höhepunkt der gegenseitigen Scharmützel war sicherlich das Talladega-Rennen im April 2009, als Edwards kopfüber im Zaun landete. Nach einer Auseinandersetzung mit Keselowski.

Doch auch in Atlanta gab es eine Vorgeschichte. Bei einem frühen Restart in Runde 40 gab Keselowski dem direkt vor ihm fahrenden Edwards einen kleinen Schubser, was dessen Rennende in der Mauer bedeutete. Nach einer langen Reparaturpause fuhr Edwards wieder auf die Strecke - und revanchierte sich. "Er hat ganz einfach gelupft", verargumentierte Keselowski den ersten Vorfall. "Ich konnte gar nicht so schnell reagieren."

Edwards-Strafe am Montag oder Dienstag?

Brad Keselowski
Penske-Pilot Brad Keselowski blieb bei seinem schweren Abflug unverletzt
© xpb.cc

Edwards wiederum nahm die Schuld auf sich: "Zwischen mir und Brad sind einige Dinge vorgefallen", erklärte der NASCAR-Vizemeister des Jahres 2008. "Aber es war natürlich nicht meine Absicht, ihn in einen Überschlag zu jagen." Ein klares Schuldbekenntnis also, was ihn vor einer ersten NASCAR-Reaktion aber nicht schützte: Der Roush-Ford mit der Startnummer 99 wurde aus dem Rennen genommen.

Bleibt die Frage, ob und wie NASCAR nach den durchaus offenen Schilderungen der Kontrahenten nachträglich aktiv wird. Eigentlich wollte sich NASCAR-Chef Brian France zu Saisonbeginn nicht in eventuelle Streitigkeiten einmischen. Allerdings war die Edwards-Aktion tatsächlich alles andere als ungefährlich, was dieser im Anschluss an das Kobalt Tools 500 im Truck der Rennleitung auch zu hören bekam.

Vize-Rennchef Robin Pemberton wollte jedenfalls nicht ausschließen, dass gegen Edwards noch eine weitere Strafe verhängt werden wird: "Wir werden am Sonntagabend keine übereilten Sanktionen verhängen", erklärte Pemberton. "Wir nehmen uns die nötige Zeit, und werden uns am Montag oder Dienstag ausführlich darüber unterhalten."

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