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De Ferran: "Nur einer von vielen Schritten"

13. November 2009 - 17:21 Uhr

Für Gil de Ferran ist der neue Titelsponsor IZOD zwar ein sehr positiver Fakt, aber damit sollten sich die IndyCars nicht zufrieden geben

Gil de Ferran
Noch ist Gil de Ferran optimistisch in Benzug auf sein IndyCar-Debüt 2010
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Gil de Ferran ist der Teamchef einer der Mannschaften, die in der Saison 2010 nur allzu gerne neu in den IndyCar-Zirkus einsteigen würden. Das Engagement von de Ferran Motorsports in der American-Le-Mans-Series (ALMS) ist beendet, alle internen Kräfte werden derzeit für ein mögliches IndyCar-Debüt 2010 gebündelt.

Doch allmählich wird die Zeit knapp: Der Brasilianer konnte bislang weder einen Fahrer, noch einen Sponsor verlautbaren. Zunächst war sogar Ganassi-Star Scott Dixon, der bei de Ferran einige ALMS-Einsätze bestritt, Inhalt der Gerüchteküche. Zuletzt wurde gemunkelt, dass Takuma Sato mit den Honda-Geldern aus dem Formula-Dream-Projekt bei de Ferran andocken könnte.

Beides scheint sich zerschlagen zu haben, denn Dixon bleibt definitiv bei Ganassi und das Formula-Dream-Budget wandert 2010 offenbar zu Newman/Hass, wo Satos Landsmann Hideki Mutoh fahren soll. Somit muss sich de Ferran an der Fahrerfront in erster Linie auf den schnellen Franzosen Simon Pagenaud stützen. Der fuhr in der ALMS zusammen mit de Ferran und war 2007 in der letzten ChampCar-Saison der Teamkollege von Penske-Pilot Will Power.

Natürlich nur, wenn für 2010 ein Last-Minute-Etat zustande kommt. Daher verfolgte auch de Ferran die Zeremonien rund um den neuen Titelsponsor IZOD aufmerksam. Schließlich wandern aus deren Honigtöpfen auch einige US-Dollar in den wichtigen TEAM-Fond. Für de Ferran eine positive Entwicklung: "Meiner Meinung nach war dies einer von vielen notwendigen Schritte, damit die IndyCar-Serie wieder den Platz im weltweiten Motorsport bekommt, den sie verdient hat."

Die Betonung liegt dabei auf "einer von vielen", denn der gerade 43 Jahre alt gewordene Ex-CART-Champion weiß, dass "damit der Job noch lange nicht beendet ist. Es ist noch ein langer Weg, bis die IndyCars die Position zurückerobert haben, die sie eigentlich innehaben sollten." De Ferrans Appell aus der Sicht eines potenziellen IndyCar-Teamchefs richtet sich also in erster Linie an die IZOD- und IRL-Management-Ebene: "Man muss verstehen, um was es geht, was wichtig ist und was nicht. Man muss sicherstellen, dass man langfristig überleben kann."

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