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Saisonfinale in Las Vegas?

08. März 2009 - 03:48 Uhr

Homestead ist in vielen Augen ein eher unwürdiger Ort für ein NASCAR-Finale, SMI-Chef Bruton Smith brachte nun Las Vegas als Alternative ins Spiel

Las Vegas, Las Vegas Motor Speedway
Wäre Las Vegas ein passender Ort für das NASCAR-Saisonfinale?
© PF/MST

(Motorsport-Total.com) - In Las Vegas war man sich vor einer Woche hinter vorgehaltener Hand über eines sicher: Es ist nicht mehr die Frage, ob die Spielermetropole in Nevada ein zweites jährliches Sprint-Cup-Wochenende bekommen wird, sondern nur noch wann. Mit gutem Grund, denn das Nationwide-Rennen am Samstag zog bereits über 80.000 Zuschauer, am Sprint-Cup-Sonntag waren es dann weit über 150.000 Menschen.

Wohlgemerkt, trotz US-Krise, was nichts anderes bedeutet: Las Vegas ist in schwierigen Zeiten nach wie vor eine Reise wert. Dies findet auch Bruton Smith, der mächtige Präsident der Speedway Motorsports Inc., der nun kräftigen Lobbyismus betrieb. Smith will das NASCAR-Saisonfinale aus Homestead weglocken, und am liebsten in Las Vegas platzieren.

"Warum soll das Saisonfinale knapp nördlich von Kuba stattfinden", wetterte Smith gegen den Standort Südflorida. "Da unten ist doch nichts los, außer einem Überangebot an Alligatoren." Viele Jahre wurde das Saisonfinale in Atlanta - auch einer Smith-Strecke - ausgetragen. "Sie sollten uns unseren Termin wiedergeben, und wenn das nicht funktioniert, dann gehen wir nach Vegas."

Der SMI-Präsident hat gute Gründe in die Waagschale zu werfen: Homestead weist nur eine vergleichsweise geringe Kapazität von knapp 70.000 Zuschauern auf. "Wäre es nicht besser, so ein Event würde vor einem ausverkauften Haus von 175.000 Menschen stattfinden?" In der weiträumigen Wüste von Las Vegas hat Smith die Möglichkeit, problemlos sowohl weitere Tribünen als auch Parkplätze errichten zu lassen.

NASCAR reagierte prompt: "Wir glauben, dass Homestead-Miami ein exzellenter Ort für das Championship-Wochenende ist", ließ NASCAR-Sprecher Jim Hunter in einem Statement ausrichten. Homestead ist übrigens eine Strecke der International Speedway Corporation, die wiederum das börsennotierte Mutterunternehmen der NASCAR und der Familie France ist...

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