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US-Rettungsplan: Jetzt bremst George W. Bush

09. Dezember 2008 - 13:15 Uhr

Erneuter Rückschlag für die US-Autobauer: Nun hat US-Präsident George W. Bush ein persönliches Veto gegen den Rettungsplan eingelegt

Jimmie Johnson George W. Bush
Eigentlich ist George W. Bush ein Freund der NASCAR - hier mit Familie Johnson
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Noch können NASCAR und vor allem die drei US-Autobauer General Motors, Chrysler und Ford nicht aufatmen, denn nun hat sich George W. Bush höchstpersönlich in die zähen Verhandlungen eingeschalten - und ein Veto gegen den bereits beschlussreifen Rettungsplan eingelegt.

Bevor Regierungsgelder fließen können, müsse erst geklärt werden, ob die drei Autokonzerne "überhaupt noch langfristig lebensfähig" seien, erklärte der scheidende US-Präsident in einem Interview. Und: Natürlich seien Garantien einzubringen, "damit der Steuerzahler sein Geld auch wieder zurückbekomme."

Diese Verzögerung ist für die "Detroit-Three" bereits die zweite Hiobsbotschaft binnen weniger Tage, denn zuvor war ihre Wunschsumme von 34 Milliarden US-Dollar Soforthilfe auf nur noch 15 Milliarden gekürzt worden. Damit wird gleichzeitig der Kampf gegen die Zeit nicht einfacher, denn ohne Finanzspritze droht bei GM und Chrysler schon zum Monatsende die Insolvenz!

Die äußerst pikante Randnotiz: Der zu verhandelnde 15 Milliarden schwere Notkredit für die drei US-Konzerne soll aus einem Sondertopf stammen, den die US-Regierung eigentlich einrichtete, um die Entwicklung spritsparender Automodelle zu fördern.

Ein wesentlicher Grund für die extreme Schieflage von GM und Co. ist aber genau das hartnäckige Ignorieren der US-Verbraucherwünsche. Denn spätestens nach dem starken Benzinpreisanstieg im Jahresverlauf 2008 riefen die Amerikaner in Scharen nach sparsamen Modellen - die die "Detroit-Three" nicht anbieten konnten.

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