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Bill Davis Racing verkauft

23. Dezember 2008 - 09:45 Uhr

Marty Gaunt und Mike Held sind die neuen Besitzer von Bill Davis Racing - Sprint-Cup-Start nur, wenn die finanzielle Basis vorhanden ist

Dave Blaney
Der Bill-Davis-Toyota von Dave Blaney hat ein neues Besitzer-Duo
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Um die Zukunft von Bill Davis Racing (BDR) kursierten seit vielen Monaten Verkaufsgerüchte, die nun ad acta gelegt werden können. Marty Gaunt und der kalifornische Geschäftsmann Mike Held haben die Mehrheit sowohl am Rennstall, als auch an der Motorenschmiede Triad Racing Development übernommen.

Gaunt arbeitete zuvor unter anderem für Roger Penske und Red Bull Racing, bevor er im April zu Bill Davis Racing stieß. Held wiederum besitzt eine Marketingfirma, und verfügt daher über enorme Erfahrungen im Bereich Sponsorship. Aus diesem Grund sind die neuen Besitzer auch guter Hoffnung, rechtzeitig zum Daytona 500 einen BDR-Toyota an den Start bringen zu können.

Die Pläne sind langfristig ausgelegt: "Wir haben einen Pakt geschlossen, nach dem wir nichts unternehmen, was nicht ausreichend finanziert ist", erklärte Held. "Das endet immer in einem Desaster. Wenn wir an die Strecke gehen, dann nur, wenn es auch aus geschäftlichen Gründen Sinn macht."

20 Prozent Umsatzplus angestrebt

Johnny Benson Ron Hornaday
Johnny Benson (li.) holte sich 2008 den Titel in der Craftsman Truck Series
© NASCAR

Ein wesentlicher Baustein dazu soll das Motorenleasing-Programm von Triad sein. BDR und Triad waren beim NASCAR-Einstieg von Toyota das Entwicklungsteam der Japaner. Triad verfügt also über jede Menge Erfahrung mit den bärenstarken Toyota-Triebwerken. Ähnliches gilt für die Chassis-Seite.

Triad habe, so Held, bereits jetzt "volle Auftragsbücher für 2009". Die Hoffnung der neuen BDR-Besitzer besteht darin, dass in den aktuellen Krisenzeiten noch mehr Teams aus den drei Top-Serien der NASCAR auf externe Dienstleister im Bereich Motoren oder Chassis zurückgreifen werden. Auf diese Weise könnten die Teams Kosten sparen, während Triad 2009 eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent anstrebt.

Bill Davis startete seit 1988 in der NASCAR, als er 13 Busch-Rennen mit Mark Martin bestritt. Später hatte er Jeff Gordon unter Vertrag, der jedoch im letzten Moment zu Hendrick Motorsports wechselte. 2002 gewann Ward Burton das Daytona 500 für Bill Davis, vor einem Monat schnappte sich Johnny Benson den Titel in der Craftsman Truck Series.

Auch Villeneuve und Speed fuhren für BDR

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve fuhr Ende 2007 in Diensten von Bill Davis Racing
© Toyota Motorsports

Einen der sieben Bill-Davis-Saisonsiege bei den Trucks holte sich neben Benson und Mike Skinner auch Scott Speed. In Europa bekannt wurde BDR im Sommer 2007, als Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve sein kurzlebiges NASCAR-Abenteuer 2007 in einem Bill-Davis-Toyota begann.

2008 verschlimmerten sich die Dinge dann, als BDR seinen langjährigen Hauptsponsor Caterpillar an Richard Childress Racing verlor. Dave Blaney platzierte den Toyota Camry mit der Startnummer 22 zu Saisonende immerhin unter den Top 35 der Ownerwertung.

Das ist gleichbedeutend mit einem sicheren Startplatz im "Great American Race" von Daytona, das am 15. Februar gestartet wird. Die neuen Teambesitzer wollen sich im Januar die Zeit nehmen, um ein entsprechendes Sponsorenprogramm auf die Beine zu stellen. Wer einen BDR-Toyota im Sprint-Cup fahren würde, ist zu diesem Zeitpunkt natürlich völlig unklar.

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