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Red Bull lässt Allmendinger zappeln

08. August 2008 - 12:38 Uhr

Noch hat Red Bull eine Option auf die Dienste von A.J. Allmendinger nicht eingelöst - drei Red-Bull-Toyotas nur mit einem externen Sponsor

A.J. Allmendinger
Welche Red-Bull-Wolken brauen sich über A.J. Allmendinger zusammen?
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Red Bull hat sich in den vergangenen Monaten in eine fast beneidenswerte Situation gebracht. Brian Vickers fährt eine bärenstarke Saison und klopft mit Vehemenz an zwei Türen gleichzeitig: Den ersten Cup-Sieg für die Bullen und parallel dazu sogar Chancen auf einen Einzug in die NASCAR-Playoffs.

Scott Speed führt in der ARCA-Gesamtwertung und hat zudem - völlig überraschend - bereits ein Rennen in der Craftsman Truck Serie gewonnen. Der ehemalige Formel-1-Pilot zeigt in den unteren StockCar-Klassen eine Top-Leistung nach der anderen.

Aber auch das Red-Bull-Sorgenkind A.J. Allmendinger zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend, nachdem er mit Jimmy Elledge einen neuen Crewchief an die Seite gestellt bekam, der mit allen NASCAR-Wassern gewaschen ist. So hat Red Bull plötzlich die Qual der Wahl, denn der langfristige Plan sieht vor, dass im Sprint Cup nur zwei Toyota Camrys finanziert werden.

Während das Vickers-Cockpit nach dessen Leistungen natürlich außerhalb jeglicher Diskussion steht, sieht die Situation Allmendingers anders aus. Red Bull hat die Option auf seine weiteren Dienste noch nicht eingelöst, was dem Kalifornier naturgemäß überhaupt nicht gefällt.

"Alles anderen Puzzleteile fügen sich gerade zusammen, aber ich warte immer noch", beklagte sich Allmendinger nun gegenüber 'ESPN'. Doch natürlich gehe er zunächst davon aus, dass er auch 2009 die Sprint-Cup-Startnummer 84 trage wird: "Ich will hier bleiben, ich will weiter für Red Bull fahren."

Frye setzt Allmendinger unter Druck

Scott Speed
Mit Scott Speed macht ein dritter Red-Bull-Pilot großen Druck
© Red Bull

Jay Frye, der neue starke Mann bei Red Bull, tritt jedoch auf die Euphoriebremse. "Er muss weiterhin gute Ergebnisse bringen", erklärte Frye, der jedoch gleichzeitig betonte, dass man in Sachen Scott Speed und einer Sprint-Cup-Beförderung "keine Eile" habe.

"Wir sehen uns genau an, wo A.J. und Scott stehen. Wir haben drei sehr gute junge Fahrer. Wir sollten in den nächsten 30 bis 45 Tagen mehr wissen." Theoretisch, so Frye, könne man 2009 auch mit drei Cup-Toyotas an den Start gehen, aber dann müsste man sich einen Sponsor suchen: "Wir erwarten nicht, dass Red Bull drei Autos finanziert."

Es ist kein Geheimnis, dass die Red-Bull-Sympathien bei Scott Speed liegen, von dem vor allem Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz sehr viel hält. Für Allmendinger hat diese Situation jedoch einen großen Makel, denn sollte eine späte Red-Bull-Entscheidung gegen ihn ausfallen, dann bekäme der 26-Jährige ein Zeitproblem.

Denn dann würden viele interessante NASCAR-Cockpits bereits besetzt sein. Allmendinger selbst hatte im Mai gegenüber 'Motorsport-Total.com' versichert, dass er seine Zukunft in der NASCAR sehe. Doch im Fall aller Fälle würde er sich auch mit einer Rückkehr zu den IndyCars abfinden: "Ich habe in diesem Geschäft gelernt, niemals nie zu sagen."

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