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Goodyear: Kommt ein völlig neuer Reifen?

03. August 2008 - 12:14 Uhr

Auch eine Woche nach Indianapolis war in Pocono Schadensanalyse angesagt - zwei große Indy-Tests und möglicherweise eine komplett neue Konstruktion

Goodyear Reifen
Mehr als zehn Rennrunden hielten die Goodyears in Indianapolis nicht
© IMS

(Motorsport-Total.com) - In Pocono dürfte der Sprint-Cup am Sonntagabend keine Reifenprobleme bekommen, aber die Ereignisse aus Indianapolis boten auch eine Woche später noch ausreichend Diskussionsstoff rund um das Fahrerlager von Long Pond, Pennsylvania.

NASCAR und Reifenlieferant Goodyear verkündeten am Samstag gemeinsam, dass man im Herbst auf dem Indianapolis Motor Speedway einen offiziellen Reifentest plane, an dem eine noch zu bestimmende Anzahl an Teams teilnehmen solle. Ein zweiter Test wurde für das Frühjahr 2009 angesetzt.

"Wir sind die ersten, die zugeben, dass wir die Reifenkombination für dieses Rennen vermasselt haben", erklärte Goodyears Renndirektor Stu Grant. "Keiner war darüber mehr enttäuscht als wir selbst. Gründe dafür gab es viele, aber wichtig ist, dass wir aus den Problemen lernen und erfolgreich nach vorne schauen."

Nun war Indianapolis bei weitem nicht der erste Zwischenfall in Zusammenhang mit dem neuen Car of Tomorrow (CoT), weshalb man sich bei Goodyear auch grundsätzliche Gedanken machte. Ein wichtiger Punkt dabei war die Frage nach einem insgesamt größeren Rennreifen.

"Wir hatten diese Diskussion bereits vor einigen Jahren, als die Entwicklung des CoT begann", verriet Grant. "Natürlich haben wir mit der aktuellen Größe gearbeitet, aber diese Überlegungen wurden schon in diesem Frühjahr wieder aufgenommen." Speziell nach dem Atlanta-Rennen hagelte es Kritik an den zum Einsatz gebrachten Goodyears.

Die heftige Kritik an Goodyear führte auch zu der Frage, ob in der NASCAR ein zweiter Reifenlieferant zugelassen werden sollte, was Jeff Burton jedoch strikt ablehnte: "Wenn ein Rennen in einen Reifenkrieg ausarten sollte, wie kann das unser Racing verbessern? Ich glaube nicht, dass dies gut wäre."

Der Childress-Pilot wollte jedoch Indianapolis einen Teil der Verantwortung zuschieben: "Das ist die einzige Strecke des Jahres, wo wir nur vier, fünf oder sechs Trainingsrunden drehen können, bevor alle Reifen heruntergefahren sind. Das bedeutet, dass die Streckenoberfläche sehr wohl einen entscheidenden Faktor darstellt."

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