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Reifenprobleme in Indianapolis

27. Juli 2008 - 14:42 Uhr

Das Car of Tomorrow zeigt sich in Indianapolis sehr gefräßig in Sachen Reifenverschleiß - ein Fiasko wie 2005 in der Formel 1 wird aber nicht befürchtet

Kevin Harvick
Indy tut den Goodyear-Reifen am CoT nicht gut - hier Kevin Harvick
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Heute Abend beim Brickyard 400 auf dem Indianapolis Motor Speedway könnte ein normaler Run unter Grüner Flagge benzintechnisch etwa 30 Runden lang dauern. Allerdings mussten nahezu alle Sprint-Cup-Teams am Samstag im Freien Training feststellen, dass ihre Goodyear-Reifen teilweise bereits nach nur acht Runden verschlissen waren, was natürlich zu einigen Sorgenfalten führte.

NASCAR hat jedoch keine Änderung im Reglement für nötig befunden, was bedeutet, dass den Teams auch in Indianapolis jeweils zehn Sätze Reifen zur Verfügung stehen, denn man geht davon aus, dass im Rennverlauf genügend Gummi auf die Strecke gelegt wird, um den starken Reifenverschleiß abzumildern.

"Die Strecke ist sehr reifenmordend, denn wir fahren hier ja nicht sehr oft", erklärte NASCAR-Sprecher Robin Pemberton. "Goodyear versucht alles menschenmögliche, aber es ist eine Situation, die wir wahrscheinlich jedes Mal erleben, wenn wir hierher kommen."

Heute Abend wird in Indianapolis zum ersten Mal mit dem neuen Car of Tomorrow gefahren werden, und NASCAR wird wahrscheinlich nach 15 Runden eine sogenannte "Competition Yellow" herausgeben, im Rahmen derer die Teams ihren Reifenverbrauch kontrollieren können.

Ein Horrorszenario wie bei den Formel-1-Erlebnisse anno 2005 wird jedoch nicht befürchtet: "Ich glaube nicht, dass es soweit kommen wird, dass wir Autos stilllegen müssen", erklärte Chip Bolin, der Crewchief von Roush-Pilot Matt Kenseth. "So etwas können wir uns nicht leisten."

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