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Kanaan: "Ein typisches Richmond-Rennen"

29. Juni 2008 - 08:46 Uhr

Rennsieger Tony Kanaan spricht über seinen ersten Saison-Erfolg seit Belle Isle 2007 - Strategie "Sicherheit" war in Richmond der Weg nach ganz oben

Tony Kanaan
Der Augenblick der Erlösung - Tony Kanaan sichert sich den ersten Saisonsieg
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Der Bann ist gelöst, Tony Kanaan ist wieder ganz oben. Der Brasilianer fuhr in einem unfallträchtigen Rennen, welches in 102 von 300 Runden unter gelb stand, seinen ersten Saisonsieg ein, sein 13. Sieg überhaupt. Das letzte Mal konnte der Brasilianer 2007 auf Belle Isle gewinnen. Doch obwohl sein Sieg recht souverän und ungefährdet aussah, war es auch für Kanaan ein schwieriger Saisonlauf.

"Es war ein schwieriges Rennen, aber als es dann mal lief, wusste ich, dass wir es mit diesem Wagen schaffen können. Das Problem war, dass es heute viele Gelb-Phasen gab und dass die Leute viele Fehler gemacht haben", erklärte der Brasilianer nach dem Rennen. "Ich werde diesen Sieg heute Nacht auf jeden Fall etwas genießen. Ich wusste, dass ich einfach weiter kämpfen musste. Mehr kann ich nicht machen. Wenn jede Saison so verläuft, wie man es sich vorstellt, wäre es ja langweilig", so der siegreiche Andretti-Green-Pilot.

Es war schwierig, in dem 300-Runden-Marathon die Übersicht zu behalten: "Es gab heute viel Action, definitiv viele Gelb-Phasen. Wir haben mit Sicherheit davon profitiert, vorne zu liegen. Es war einfach ein typisches Richmond-Rennen, sehr schwierig, sehr lang und einen Moment lang, etwa in der 245. Runde fragte ich mich, ob nicht nur noch fünf Runden bleiben, wie vergangenes Jahr, ich wusste aber, dass wir noch 55 Runden vor uns haben."

Das Andretti-Green-Team setzte auf zwei Strategien. Mit Marco Andretti ging man ein Risiko ein und spekulierte auf eine Gelb-Phase, die zu spät kommen sollte, während man bei Kanaan auf Sicherheit setzte und ihn während der Gelbphasen zum Tanken reinholte. Das zahlte sich aus: "Es war ein schwieriges Rennen. Ich denke, dass wir ein starkes Auto hatten, Marco hatte auch so eines. Wir haben die Strategien aufgeteilt, um beide möglichen Fälle abzudecken. Schließlich war das Glück auf meiner Seite."

Dazu kam noch, dass in Richmond das Überholen sehr schwierig ist, wie die zahlreichen Kollisionen zeigen. Doch Kanaan hatte für die Hinterbänkler nur Lob übrig: "Ich muss sagen, dass der zu überrundende Verkehr sich sehr gut verhalten hat. Ich war beeindruckt, wie die Leute den Führenden respektieren und ihn nicht unnötig aufhalten. Wir haben einen guten Job gemacht."

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