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Zwei Ex-Formel-1-Fahrer in Indianapolis

25. Mai 2008 - 12:17 Uhr

Beim Indy 500 gehen dieses Jahr auch zwei ehemalige Formel-1-Piloten an den Start: Justin Wilson und Enrique Bernoldi

Justin Wilson
Justin Wilson gilt als einer der besseren ChampCar-Umsteiger im Feld
© IRL

(Motorsport-Total.com) - Wenn es heute wieder heißt, "Gentlemen, start your Engines", dann werden auch zwei ehemalige Formel-1-Piloten am Start sein: Justin Wilson (Newman/Haas/Lanigan) und Enrique Bernoldi (Conquest). Wilson sicherte sich in den Qualifyings den guten 16., Bernoldi den 29. Startplatz im insgesamt 33 Mann starken Indy-500-Feld.

Interessant: Beide sind mit der Formel 1 auf dem Grand-Prix-Kurs in Indianapolis gefahren, der die Start- und Zielgerade sowie eine Steilkurve des Ovals beinhaltet, aber in entgegengesetzter Richtung führt. Bernoldi wurde beim US-Grand-Prix 2001 13., während Wilson der damaligen Jaguar-Truppe 2003 als Achter seinen persönlich ersten und einzigen WM-Punkt in der Königsklasse bescherte.

"Die zwei Streckenvarianten kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen", erklärte Wilson, einer aus der ChampCar-Fraktion in der IRL. "Die Grand-Prix-Strecke hatte eine lange Gerade, aber das Infield war unglaublich langsam, zum Teil im ersten Gang, was in einem Formel-1-Auto einfach keinen Spaß macht. Jetzt fahre ich voll bei 225 mph - das ist ein viel aufregenderes Erlebnis! Außerdem finde ich es klasse, mal in der richtigen Richtung zu fahren."

Auch Bernoldi findet, dass die beiden Veranstaltungen - den Formel-1-Grand-Prix gibt es ja inzwischen nicht mehr, "anders" sind: "Ich bin jetzt schon den ganzen Mai für das 500 hier. Die Formel-1-Strecke ist ein bisschen wie Monaco. Aber es kommen unglaublich viele Fans hierher. Das ist für mich der größte Unterschied, dass wir von den Fans nicht abgeschirmt werden. Und das Oval ist fahrerisch sehr anspruchsvoll."

Mit der Vergabe des Sieges werden Wilson und Bernoldi heute unter normalen Umständen nichts zu tun haben, sind doch beide eher auf Rundstrecken spezialisiert. Im Oval hat zuletzt aber ein anderer Pilot für Furore gesorgt, den man in Europa kennt: Ernesto Viso, ehemaliger GP2-Pilot und in den Staaten der Einfachheit halber nur noch als "E.J." bekannt. Für den Venezolaner geht es heute vor allem darum, sein Temperament zu zügeln...

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